Ohne Noppen und Kleber

LÜNEN Regeln im Sport sind ein Muss, so auch im Tischtennis. Dabei müssen die Aktiven jedoch auch mal mit Verboten kämpfen.

18.07.2008, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thomas Plischka (links) und Andreas Schroer kämpfen mit dem TTC Gahmen II mit neuen Regeländerungen.

Thomas Plischka (links) und Andreas Schroer kämpfen mit dem TTC Gahmen II mit neuen Regeländerungen.

Nur noch sechs Wochen sind es bis zum ersten Spieltag und ein Großteil der Lüner Tischtennisspieler steht nach der Sommerpause bereits wieder am Tisch. Vor ihnen liegt jedoch eine Vorbereitung, die durch neue Reformen der International Table Tennis Federation (ITTF) mit vielen Stolperfallen gespickt sein wird. Nicht nur, dass Beläge mit glatten, langen Noppen nicht mehr gespielt werden dürfen und dadurch die gefürchteten "Störspieler" von der Bildfläche verschwinden könnten. RegeländerungenDie Regeländerungen untersagen den Akteuren nun auch noch das Frischkleben, weil die flüchtigen Lösungsmittel der Kleber angeblich die Gesundheit schädigen. Abhilfe sollen neu entwickelte Tensor-Beläge bringen, in die der "Frischklebe-Effekt" bereits eingebaut ist. Nach größeren Bällen und kürzeren Sätzen sind dies zwei weitere gravierende Änderungen im Regelwerk, an die sich die Spieler gezwungenermaßen gewöhnen müssen. Betrifft das Noppenverbot jedoch nur einzelne, ist die Quote beim Frischkleben mit geschätzten 50 Prozent wesentlich höher. Die Konsequenzen sind klar: Die Spiele werden in Zukunft wohl weniger auf Geschwindigkeit und Rotation als auf lange Ballwechsel und Kontrolle ausgelegt sein. Auch in Lünen sorgen die Neuerungen für Frust, denn ausnahmslos jede Mannschaft ist davon betroffen. Einzig ein Trostpflaster bleibt: Auch die Gegner werden mit den Umstellungen zu kämpfen haben, sodass es nicht zu chaotischen Leistungsverschiebungen kommen dürfte.

Lesen Sie jetzt