Pascal Harder droht lange Sperre nach Derby

Fußball-Landesliga

Die Gesichter der LSV-Verantwortlichen sprachen am Sonntag für sich. Mit einer Niederlage im Landesliga-Derby gegen den BV Brambauer-Lünen hatten sie nicht gerechnet. Doch es war nicht nur das Ergebnis von 0:2, das sie so sehr enttäuschte - die Stimmen zum Spiel lesen Sie hier.

LÜNEN

, 08.09.2014, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Jahre spielte Pascal Harder für den BV Brambauer-Lünen. Jetzt läuft er für den Lüner SV auf. Am Sonntag trifft der Innenverteidiger auf seinen alten Klub.

Zwei Jahre spielte Pascal Harder für den BV Brambauer-Lünen. Jetzt läuft er für den Lüner SV auf. Am Sonntag trifft der Innenverteidiger auf seinen alten Klub.

"Wir haben für dieses Derby viel Engagement gezeigt. Davon hätten sich unsere Spieler eine Scheibe abschneiden können", sagte LSV-Sportdirektor Hasan Kayabasi am Montag. Schon nach Spielschluss lautete sein erstes Fazit: "Ich bin enttäuscht und wütend." Das teilte der Vorstand der Rot-Weißen der Mannschaft am Sonntagabend auch noch persönlich mit. "Für ein Heimspiel war die Leistung viel zu wenig. Und für ein Derby erst recht", so Kayabasi.

Spiel ums Prestige Schließlich habe der LSV nicht nur die Partie verloren: "Im Derby geht es um mehr als drei Punkte. Da geht es vor allem auch um das Prestige", sagte Lünens Sportdirektor. Und seiner Mannschaft droht noch weiteres Ungemach. Denn Schiedsrichter Marcel Brinkpeter wird tatsächlich einen Sonderbericht zu den Vorfällen mit Pascal Harder anfertigen. Der Unparteiische hatte dem Lüner Verteidiger nach dem 0:2 durch Kerem Kalan die Gelb-Rote Karte gezeigt. Nach Spielschluss setzten sich die heftigen Wortgefechte fort. So dürfte die eigentlich einwöchige Sperre noch verlängert werden. "Pascal ist ein erfahrener Spieler. Das darf ihm nicht passieren", so Kayabasi.

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Disziplinarische Maßnahmen seien möglich. Zudem fällt Bekir Kilabaz vorerst mit einer Bänderdehnung im Knie aus.Mit solchen Sorgen muss sich in Brambauer aktuell niemand herumschlagen. Acht Punkte aus vier Spielen - das hatte nach dem großen Umbruch im Sommer niemand im BVB-Umfeld erwartet. "Die Jungs dürfen das feiern. Wir sollten aber bescheiden bleiben", sagte Werner Smuda, Sportlicher Leiter der Brambauer. Er und die 650 Zuschauer hatten zuvor eine über 90 Minuten aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft gesehen. So geriet die Defensive nur ganz selten in große Gefahr."Der Teamgeist stimmt beim BVB" Ein Sonderlob von Trainer Dirk Bördeling hatte sich Kassim Hammoud verdient: "Der Junge kommt aus der A-Jugend und hat Volkan Ekici komplett aus dem Spiel genommen." Im Offensivbereich hingegen konnte sich Bördeling auf seinen Anführer Kerem Kalan verlassen. "Er ist in überragender Form", so der BVB-Coach. Aber: "Dafür macht er auch nicht jeden Weg in der Defensive mit. Das gleichen die anderen Jungs hervorragend aus." Sicher ist: Der Teamgeist stimmt beim BVB. Der Jubel nach der 2:0-Entscheidung sprach für sich - so wie wenig später die enttäuschten Gesichter im LSV-Lager.

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