Plötzlich kam der Einbruch beim VfB Lünen

Fußball: Bezirksliga

In der vergangenen Saison hat Fußball-Bezirksligist VfB Lünen den Klassenerhalt am letzten Spieltag perfekt gemacht. Auch diesmal droht dem Tabellen-13. eine Zitterpartie. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch zwei Punkte. Dabei befanden sich die Süder vor sechs Spieltagen noch in Schlagdistanz zur Spitze.

LÜNEN

, 22.12.2016, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trotz eines starken Saisonstarts findet sich VfB-Coach Steven Koch mit seinem Team im Keller wieder.

Trotz eines starken Saisonstarts findet sich VfB-Coach Steven Koch mit seinem Team im Keller wieder.

Wie VfB-Coach Steven Koch die erste Halbserie zusammenfasst? „Stark angefangen und stark nachgelassen“, sagt er. Tatsächlich hatte es der Saisonstart in sich. Mit stolzen 18 Punkten aus zehn Partien empfing der VfB am 23. Oktober Spitzenreiter BV Brambauer-Lünen zum Spitzenspiel an der Dammwiese. Die Süder siegten verdient mit 2:0, näherten sich dem Tabellenführer auf drei Punkte an, lagen nur zwei Zähler hinter dem heutigen Spitzenreiter Werner SC. Mittlerweile beträgt der Rückstand auf den Herbstmeister satte 17 Punkte. Denn nach dem Derbysieg ließ der VfB zuletzt sechs Pleiten in Serie folgen.

Die Gründe für den Einbruch? Steven Koch sucht sie noch. „Das mache ich nach jeder Niederlage“, sagt er. Häufiger hatte Koch in den vergangenen Wochen die Einstellung seines Teams bemängelt. „Wir sind nie von Beginn an wach. Wir müssen erst immer ein Gegentor bekommen“, sagt er. Das 2:0 gegen den Tabellenzweiten Brambauer war das einzige Spiel ohne VfB-Gegentreffer.

Die Misere der vergangenen Spieltage habe sich auch im Training widergespiegelt. „Einige kommen nicht so zum Zug wie gewünscht, andere hadern mit dem Wetter. Das ist immer so zu dieser Jahreszeit“, sagt Koch, der in der Hinrunde nur 21 Spieler eingesetzt hat. Das habe Gründe. So kamen Christopher Weis, Victor Maly und Christian Kersting aus verschiedenen Gründen noch gar nicht zum Zug. „Teams wie Brambauer und Wethmar können auf eine A-Liga-Zweite zurückgreifen. Wir nicht“, sagt der Süder Trainer.

Immerhin: Neben Oliver Szewczyk, den es zum BV Brambauer zieht, seien keine weiteren Abgänge zu erwarten. Auch Christoph Krziwanek und Enrico Christal, nach Informationen der Ruhr Nachrichten heftig umworben aus Brambauer, haben laut Koch ihre Zusage für die Rückserie gegeben. „Da haben die Jungs Charakter gezeigt“, lobt der Coach, der das Vorgehen des BVB kritisiert: „Die Beiden sind direkt vor dem Derby angesprochen worden. Das macht man nicht.“

Kehrt Gehrmann zurück?

Mit bis zu drei Neuzugängen könnte der VfB-Kader im Winter verstärkt werden. Einer dieser Neuen könnte nach Informationen der Ruhr Nachrichten Tim Gehrmann sein. Der Offensivspieler hatte vergangene Saison maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der Süder und wechselte dann zu Westfalenligist Kirchhörder SC, wo er zuletzt keine Rolle mehr spielte. Koch will das nicht bestätigen, sagt aber: „Natürlich wäre Tim eine Verstärkung für uns.“

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