Preußen-Kapitän Tom Meier nennt Gründe für den Wechsel zum VfB Lünen

mlzFußball-Kreisliga A

Seit elf Jahren läuft Tom Meier für die erste Mannschaft des SV Preußen auf, auch fast die gesamte Jugendzeit verbrachte er in Horstmar. Im Interview erklärt er, warum er zum VfB wechselt.

Lünen

, 17.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim SV Preußen Lünen hat er „bis auf zwei Saisons eigentlich die gesamte Jugend“ gespielt und gehört seitdem er 17 Jahre alt ist der ersten Mannschaft an. Mit 28 Jahren verlässt Tom Meier die Horstmarer nach dem Ende der aktuell wegen des Coronavirus unterbrochenen Spielzeit in Richtung VfB Lünen. Wir haben mit dem Preußen-Kapitän über seine lange Zeit im Verein, ein Spiel gegen den BVB und die Gründe für den Wechsel gesprochen.

Nach all den Jahren beim SV Preußen verlassen Sie den Klub nun. Wie schwer war der Entschluss für Sie? Mir liegt viel an dem Verein. Deshalb war das jetzt eine schwierige Entscheidung, die mich viel Überwindung gekostet hat.

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Was war Ihr schönstes Erlebnis beim SV Preußen?

Da gibt es eigentlich einige. Wir haben damals zur Platzeröffnung mal gegen Borussia Dortmund gespielt, und auch wenn wir da leider sehr deutlich verloren haben, war das doch ein sehr schönes Erlebnis. Wir haben gegen die U23 gespielt, aber da hat man trotzdem gemerkt, dass das nochmal ein anderes Niveau ist. Schon alleine taktisch sind die sehr gut geschult, körperlich sehr robust. Das hat schon sehr viel Spaß gemacht! Da konnte man sich auch einiges abgucken.

Elf Jahre lief Tom Meier (in Weiß) für die erste Mannschaft des SV Preußen Lünen auf - zuletzt als Kapitän.

Elf Jahre lief Tom Meier (in Weiß) für die erste Mannschaft des SV Preußen Lünen auf - zuletzt als Kapitän. © Günther Goldstein

Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, nach den Verein zu verlassen?

Ich habe in den letzten zwei, drei Jahren schonmal mit dem Wechselgedanken gespielt. Alstedde kam da in Frage, bis der VfB auf mich zugekommen ist. Dort kenne ich schon einige, die beiden Serges (Dustin und Simon, Anm. d. Red.) und Lukas Kleine-Berning, der da hingewechselt ist, auch Maik Garcias Rodriguez.

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Gab es auch sportliche Gründe für den Wechsel?

Der VfB spielt seit Jahren oben mit. Auch nach dem Abgang aus der Bezirksliga haben die eine gute Truppe. Sportlich sehe ich da im Moment ein bisschen mehr als in Horstmar, noch ein höheres Niveau. Die Truppe in Horstmar ist wirklich super, auch das Trainerteam macht einen sehr guten Job. Ich wollte aber auch einfach mal eine Veränderung und glaube, das ist der richtige Zeitpunkt.

Was sind Ihre Ziele mit dem VfB? Wollen Sie zurück in die Bezirksliga?

Definitiv. Wir haben versucht, in Horstmar auch nach großen Umbrüchen etwas aufzubauen und auch in Richtung Bezirksliga zu kommen. Klar ist das das Ziel mit dem VfB. Ich hoffe, dass die Saison zu Ende gespielt wird, die haben, was den Aufstieg angeht, auch noch alles in der eigenen Hand. Aber wenn sie in der Kreisliga A bleiben, ist es das Ziel, um den Aufstieg zu spielen nächstes Jahr und auch aufzusteigen.

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Haben Sie auch mit VfB-Trainer Mark Bördeling gesprochen?

Der Trainer hat einen ganz guten Eindruck gemacht in den Gesprächen. Was mich da sehr überzeugt hat, war unsere ähnliche Ansicht vom Fußball, den er gerne spielen möchte. Er ist sehr ehrgeizig und kann, wie ich auch, schlecht verlieren und gibt sich, so wie ich das rausgehört habe, auch nicht mit einem 1:0 zufrieden sondern will immer mehr, mehr, mehr. Dabei trotzdem offensiv nach vorne spielen und hinten die Null halten - dieses offensive Verteidigen finde ich sehr gut, das hat mich eigentlich überzeugt. Angriff ist die beste Verteidigung (lacht).

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Wie erleben Sie die Corona-Krise persönlich? Und wie halten Sie sich fit?

Wir sind von der Arbeit her aktuell im Homeoffice. Nach der Arbeit fahre ich im Moment viel Fahrrad und gehe ab und zu mal laufen, wobei ich das nicht bevorzuge. Ich laufe lieber mit Ball an den Füßen, aber ein bisschen fithalten muss man sich, sonst hält man das ganze auch nicht aus, wenn man seit Jahren immer regelmäßig Sport macht. Ich spiele eigentlich auch noch Tennis nebenbei, da bleibt einem ja nichts anderes übrig.

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