Preußen Lünens Trainer Stefan Urban: „Er ist mein absoluter Wunschspieler“

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Preußen Lünen hat sich personell verstärkt und freut sich über einen genesenen Spieler. Besonders hohe Erwartungen setzt Trainer Stefan Urban in seinen neuen Mittelstürmer.

Lünen, Wethmar, Scharnhorst, Gahmen

, 22.01.2020, 11:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stefan Urban wird deutlich: „Der ist wahrscheinlich der fitteste Spieler in der ganzen Kreisliga“, sagt der Trainer des Fußball-A-Ligisten SV Preußen Lünen. Gemeint ist der 23-jährige Linksfuß Sören Dvorak, der Urban immer wieder über den Weg läuft.

Vor zwei Jahren holte Urban ihn als Trainer beim TuS Niederaden zu sich ins Team. Dvorak kehrte aber wieder zurück zu seinem alten Verein TuS Westfalia Wethmar, bei dem er laut Urban zuletzt unglücklich war. „Der hat da glaube ich 23 Tore in der Kreisliga und 7 Tore in der Bezirksliga gemacht“, sagt Urban.

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Da Dvorak im Rahmen der Sporttherapie regelmäßig bei einem Nachbarn von Urban beruflich unterwegs ist, kamen die Beiden immer wieder ins Gespräch. „Er ist mein absoluter Wunschspieler. Ich habe große Erwartungen, will ihm zwar keinen Druck machen, aber den macht er sich auch schon selbst genug“, sagt Urban.

Wichtig sei Dvorak auch, weil er in der Mannschaft als sportliches Vorbild fungiere und für den Sport lebe. „Der fordert Bälle in die Tiefe, holt sich Bälle und schirmt die ab, hat einen guten Abschluss und einen starken linken Fuß“, sagt Urban. Sein feines Füßchen konnte Dvorak im ersten Testspiel gegen GS Cappenberg vergangene Woche unter Beweis stellen: Er verwandelte einen Eckstoß direkt.

„Ein ruhiger, cooler und smarter Typ“

Mit 23 Jahren ist Dvorak schon der mit großem Abstand erfahrenste Fußballer unter den Neuzugängen. Tolga Sati ist erst 19 und soll die Achter-Position bekleiden. Urban: „Eigentlich Sechser, aber wenn wir mit Doppelsechs spielen, nimmt er den offensiveren Part ein.“ Bei der SG Gahmen war Sati kurzzeitig angemeldet, habe laut Urban dort aber keine Perspektive gesehen. „Jetzt ist er bei uns spielberechtigt“, sagt Urban. „Sati erkennt Räume, hat ein gutes Passspiel, aber er hat auch noch Nachholbedarf und muss sich an die Senioren gewöhnen.“

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Urbans Mannschaft hat somit endlich auch zwei Linksfüße in ihren Reihen. Ebenfalls noch zarte 19 ist der eigentlich nie weg gewesene Tim Hendrik Weiß. Er hatte sich nach dem Wechsel aus der A-Jugend von Wethmar zunächst eine fußballerische Pause gegönnt, steht Urban in der Rückrunde der Dortmunder Kreisliga A2 aber wieder zur Verfügung. „Der wird uns als Innenverteidiger helfen“, sagt Urban. „Ein ruhiger, cooler und smarter Typ.“ Wichtig wird Weiß auch schnell werden: Stamm-Innenverteidiger Florian Hans wird am kommenden Freitag an der Nase operiert und fällt wahrscheinlich einen Monat aus.

Drei Spieler verlassen den Verein

Steven Letkemann spielte für die A-Junioren der Preußen, sammelte zuletzt ein Jahr Erfahrung beim SuS Derne in der Kreisliga B. „Er hatte da noch zugesagt bis zum Sommer“, sagt Urban. „Jetzt ist er aber sofort spielberechtigt bei uns.“ Ohnehin habe Letkemann seit knapp drei Monaten unter Urban trainiert. Der 20-Jährige soll über die rechte Außenbahn kommen. „Da gibt es noch Potenzial nach oben“, sagt Urban.

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Robin Böllhoff durfte bei Wethmar auch in der Bezirksliga auflaufen. „Es gab auch Gespräche mit der Ersten, aber Robin kennt viele Leute bei uns, wohnt hier – ein Horstmarer Jung.“ In der Kreisliga A spielte er im offensiven Mittelfeld, auf der Acht oder auf der Zehn. Zusammen mit Kevin Gomulka und Nico Kusserow geht es jetzt beruflich für vier Wochen nach Stukenbrock bei Bielefeld.

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„Trainieren können die dann nicht, aber bei der Polizei werden die sich auch sportlich betätigen und sind am Wochenende zu den Spielen da“, sagt Urban. Marvin Schack, Yusuf Özdemir und Tim Broszio haben den Verein in Richtung Alemania Scharnhorst verlassen.

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