Der VfB Lünen hat sich nach jahrelangem Flirten BV Lünens Top-Torjäger Robin Hagenmeyer gekrallt. Der 22-Jährige wechselt zwar erst im Sommer, ist aber jetzt schon heiß.

Lünen

, 24.03.2020, 12:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das hat hier schon Spaß gemacht, aber ich möchte höher spielen“, sagt Robin Hagenmeyer, Noch-Spieler beim Fußball-B-Ligisten BV Lünen. Diese Chance bekommt er ab kommendem Sommer beim Tabellendritten der Dortmunder Kreisliga A2, VfB Lünen.

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Hier wäre sogar ein noch größerer Karriere-Sprung möglich, wenn der VfB den Aufstieg in die Bezirksliga schafft. Hagenmeyer würde sich den Aufstieg wünschen. Er habe ohnehin auch Angebote von Bezirksligisten bekommen. Auch ein Landesligist habe zu einem Schnuppertraining eingeladen.

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„Ich wollte mich aber nicht direkt in die Landesliga stürzen“, sagt Hagenmeyer und ergänzt: „Ich möchte mit dem VfB Lünen aufsteigen und dann in der Bezirksliga etablieren - wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann halt im nächsten.“

Die wegen des Coronavirus ausfallenden Meisterschaftspartien spielen dem 1,89 Meter großen Sturmkoloss in die Karten: Aktuell ist der Mittelstürmer noch verletzt.

Außenbandverletzung links

„An extreme Belastung habe ich mich noch nicht herangetraut, aber es wird nicht mehr lange dauern, denke ich“, sagt Hagenmeyer, der sich beim 1:0-Auswärtssieg beim Wambeler SV (7.) vor knapp drei Wochen erneut am linken Fuß verletzt hatte. „Ich bin aktuell relativ fit: Ich kann ja noch nicht laufen, auch wenn an sich alles geht. Und die Fitnessstudios haben auch zu“, so Hagenmeyer.

Schon in der Hinrunde musste der Stürmer drei Partien wegen einer Delle im Oberschenkelknochen pausieren. Trotzdem ist er mannschaftsintern mit 19 Toren gefährlichster Mann beim BVL, und bekleidet damit Platz sieben in der Liga.

Mental noch nicht beim VfB

Noch spielt der Rechtsfuß für den BV Lünen und mit dem hat er vor seinem Wechsel auch noch einiges vor: „Klares Ziel ist auf Platz zwei zu kommen und dann in die Relegation“, sagt Hagemeyer. Aktuell steht der BV mit 42 Punkten auf Position vier, sieben Punkte hinter dem VfR Sölde II (2.) und elf Punkte hinter dem Spitzenreiter SV Körne. „Sölde ist auch sehr stark momentan. Die müssen patzen, damit wir eine Chance haben“, sagt Hagenmeyer.

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Der VfB hingegen hat es selbst in der Hand: Wenn die Lüner ihre Spiele gewinnen, inklusive des Nachholspiels, muss die SG Gahmen sich als momentan Zweiter mit nur einem Punkt weniger im Kampf um die Vizemeisterschaft geschlagen geben. Voraussetzung für all diese Szenarien ist natürlich die Fortsetzung des Spielbetriebs in den Amateurligen. Darüber berät der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen aktuell. Momentan pausiert der Spielbetrieb zunächst bis zum 19. April.

Keine Konkurrenz für Tim Gehrmann

Geplant sei der Mittelstürmer als „klare Spitze vorne drin“, so Hagenmeyer. Damit steht er nicht in Konkurrenz mit VfB Lünens erfolgreichstem Knipser, Tim Gehrmann. Mit 21 Treffern ist in der Kreisliga A2 nur Anil Can Mert erfolgreicher (27 Tore).

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„Der kommt aber über links“, versichert Hagenmeyer. Somit rüstet der VfB seine Offensive wertvoll auf. Dennoch würde sich Hagenmeyer auch einen Platz erkämpfen und fände Konkurrenz auf der Neuner-Position sogar eher produktiv bei der Entwicklung als Spieler. An sich selbst hat er den Anspruch auf einen Stammplatz beim VfB und werde sich daher auch ins Zeug legen für seine neue Aufgabe im Sommer.

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