Rote Karte für Robin Coerdt: Der Gegner findet die Sperre zu hart und unterstützt Brambauer jetzt

mlzFußball

Robin Coerdt ist für 12 Spiele gesperrt worden. Wegen einer Kopfnuss. Dieses Strafmaß hält sogar sein Gegenspieler für zu viel und hat deshalb eine Stellungnahme abgegeben.

Brambauer

, 18.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während alle Fußball-Mannschaften in Westfalen wieder im Fußball-Betrieb sind und ein Stückchen weit Normalität einkehrt, muss ein Spieler für die nächsten paar Wochen noch zuschauen.

Robin Coerdt wird dem BV Brambauer für 12 Spiele fehlen. Diese Sperre hat er bekommen, nachdem er im Testspiel gegen Viktoria Resse mit seinem Gegenspieler aneinandergeraten war und die Rote Karte gesehen hatte.

„Wir hatten einen relativ harten Zweikampf“, schildert Coerdt nun die Szene aus seiner Sicht. „Er hat mich beleidigt, wir standen dann Kopf an Kopf, ich habe etwas zugedrückt, um ihn von mir zu drücken und er hat sich hingeschmissen.“

Battaglia äußert sich

Dafür gab es dann 12 Spiele Sperre.

„Der Schiedsrichter hat mir bestätigt, dass er zugestoßen hat und es auch zu einem Kontakt gekommen ist“, erklärte der vorsitzende Kreissportrichter Frank-Bernd Meyer dieser Redaktion.

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Den Kopfstoß abbekommen hatte Fabio Battaglia. Der Spieler von Viktoria Resse, der mittlerweile kein Spieler mehr ist, sondern als Trainer aktiv ist, äußerte er sich zu der Aktion: „Das finde ich schon etwas zu übertrieben. Das hört sich schon alles so an, als wäre es wer weiß was gewesen wäre. Das ist eine Disziplinlosigkeit, da sind drei oder vier Spiele in Ordnung.“

Battaglia sagt aber auch: „Es kam eine aktive Bewegung, ein leichter Kopfstoß. Es war eine Rote Karte, anders kann man es nicht ahnen.“

Dennoch setzt sich Battaglia mittlerweile für Coerdt ein, hat eine Stellungnahme verfasst, die der BV Brambauer wohl beim Sportgericht einreichen wird, um einen letzten Versuch zu wagen, damit das Urteil milder wird.

Frank Bidar, Trainer des Fußball-Bezirksligisten BV Brambauer, hat die lange Sperre für seinen Akteur Robin Coerdt abgehakt. „Ich bin nicht optimistisch, ob da noch etwas geht“, sagte Bidar, „wir müssen es wahrscheinlich so akzeptieren. Bidar blieb dabei, dass er das Urteil des Sportgerichts für zu hart empfindet.

„Es ist zu hochgezogen. Das finde ich nicht in Ordnung. Keiner wurde verletzt. Die Spieler standen Kopf an Kopf und der Schiedsrichter hat es nur von einer Seite aus gesehen“, sagte Bidar. Der zuständige Sportrichter hatte nach dem Sonderbericht des Schiedsrichters das Strafmaß festgesetzt.

Stellungnahme von Battaglia als letzte Hoffnung

Dadurch das Coerdt die Rote Karte in einem Testspiel gesehen hatte, hat er bereits einen Teil seiner Sperre abgesessen. Drei Testspiele absolvierte der BVB im Anschluss sowie zwei Meisterschaftsspiele. Bleiben sieben Spiele, die Coerdt noch fehlt - für den Spieler ein Graus. „Es ist ätzend“, sagt Coerdt, „Jetzt gegen Alstedde im Derby hätte ich sehr gerne mitgespielt. Dafür spielt man ja Fußball.“

Dennoch wird es die kommenden Wochen wohl erstmal dabei bleiben, dass Coerdt nur die Zuschauerrolle bleibt und er nur im Training aktiv werden kann.

Die letzte Hoffnung bleibt aber: Battaglia hat eine Stellungnahme nach Brambauer geschickt und in dieser das harte Strafmaß kritisiert und Coerdts Version der Geschichte bestätigt. Ob diese nun am Strafmaß von Coerdt etwas ändert, bleibt abzuwarten.

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