Schlechte Vorzeichen für VfB-Spiel - Die Vorschau

Fußball: Bezirksliga

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen nicht sein: Vor dem ersten Rückrundenspiel in der Bezirksliga kassierte der Tabellen-10. VfB Lünen zuletzt vier Niederlagen in Serie. Der Gast Viktoria Kirchderne gewann dagegen drei Mal. Westfalia Wethmar trifft auf den Sechsten, TuS Hannibal, BV Brambauer-Lünen spielt in Ascheberg.

LÜNEN

, 02.12.2016, 15:57 Uhr / Lesedauer: 3 min
Matthias Hiltawski (rechts) und der VfB Lünen stehen im Heimspiel gegen Kirchderne unter Druck.

Matthias Hiltawski (rechts) und der VfB Lünen stehen im Heimspiel gegen Kirchderne unter Druck.

Fußball, Bezirksliga 8 VfB Lünen - Viktoria Kirchderne Sonntag, 14.30 Uhr, Karl-Kiehm-Weg, Lünen

„Man merkt, dass Kirchderne einen Lauf hat“, erklärt Lünens Trainer Steven Koch. „Ich habe dem Team schon vor der Saison einiges zugetraut.“ Der Dortmunder Aufsteiger stand lange tief im Tabellenkeller. Derzeit befindet er sich im Aufwärtstrend. Abgesehen von der Niederlage bei Spitzenreiter Werner SC, ist das Team von Volker Bolte seit sechs Ligaspielen ungeschlagen. „Wir können mit breiter Brust ins Spiel gehen“, so der Kirchderner Coach, der betont, dass man noch etwas gut zu machen hat gegen den VfB. Die Lünen-Süder gewannen das Hinspiel nämlich knapp mit 2:1. Bolte: „Da waren wir noch nicht ganz angekommen in der neuen Spielklasse. Jetzt aber haben wir uns akklimatisiert.“

Bolte erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Nuancen entscheiden könnten. „Der Steven Koch wird sich bestimmt etwas einfallen lassen.“, glaubt Bolte. „Wir werden gewappnet sein.“ Zumal Kirchderne fast aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich der Langzeitverletzte Patrick Schöpf sowie Julian Skupin fallen aus. „Wir müssen die wichtigen Leute von Kirchderne aus dem Spiel nehmen“, meint Koch. Vorne sei Christian Wantoch von Rekowski sehr gefährlich. Hinten stehe der erfahrene Christian Fröse sehr gut.

Beim VfB 08 läuft es weiter nicht rund. Einerseits war die Leistung beim 2:5 gegen Tabellenführer Werne ordentlich. Koch: „Das Ergebnis hört sich zwar hart an. Doch als wir den Rückstand kassiert haben, mussten wir offen machen. Im Großen und Ganzen haben wir gut gespielt.“ Andererseits ist schon seit geraumer Zeit ein Bruch im VfB-Spiel zu erkennen. Die Trainingswoche verlief wenig berauschend. Die Beteiligung war wegen vieler angeschlagener Spieler mau, die Platzverhältnisse nicht optimal. „Die Voraussetzungen könnten besser sein“, so Koch. „Ich hätte die kommenden zwei Spiele lieber nach der Winterpause absolviert.“

LIVETICKER
Wir berichten am Sonntag, 4. Dezember, von den Partien in unserem Liveticker zur Bezirksliga 8.

Westfalia Wethmar - TuS Hannibal Sonntag, 14.30 Uhr, Wehrenboldstraße, Lünen

„Wir haben noch etwas gut zu machen“, weiß Westfalias Sportlicher Leiter Rolf Nehling. Zum Saisonauftakt verlor die Westfalia mit 2:5 in Dortmund, bezeichnend für den holprigen Saisonstart des TWW. Mittlerweile hat sich das Team von Trainer Alexander Lüggert gefangen. Seit acht Ligaspielen ist der TWW ungeschlagen. Doch die Ergebnisse könnten besser sein. Aus den letzten vier Partien holte Wethmar jeweils nur einen Punkt. Bereits sieben Unentschieden hat die Lüggert-Elf auf dem Konto.

So auch in der letzten Woche, als Wethmar ein 3:0 gegen Overberge verspielte. „Das war natürlich nicht so prickelnd“, sagt Nehling, nimmt aber auch etwas Positives mit. „Das war ein spannendes und gutes Bezirksliga-Spiel.“ Ähnlich spannend könnte es auch gegen die Dortmunder laufen. Nehling: „Wir müssen Gas geben, zum Abschluss kommen und unsere Chancen nutzen. Hannibal spielt kampfbetont, aber nicht unfair. Wir dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen.“

Hannibal verlor zuletzt 2:3 gegen Nordkirchen. Eine Niederlage, die Coach Hamza Berro noch nicht verdaut hat. „Es nützt nichts, wir müssen nach vorne schauen.“ Berro erwartet eine Partie mit Torgarantie. Nur der Erste Werne hat mit 39 Toren eine bessere Quote als Wethmar (38) und Hannibal (36). „Es gab noch nie ein 0:0 zwischen uns. Beide Teams spielen aggressiv mit Druck nach vorne. Und beide können an einem guten Tag jedes Team der Liga schlagen.“

TuS Ascheberg - BV Brambauer-Lünen Sonntag, 14.30 Uhr, Nordkirchener Straße 9, Ascheberg

Bereits sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den WSC. Die 1:3-Niederlage der Brambauer in der letzten Woche beim TSC Eintracht Dortmund war deutlich und verdient. „Wir haben da schon zurecht verloren. Es hätte auch noch höher ausfallen können“, blickt BVB-Coach Thorsten Nitsche zurück. „Die Luft ist derzeit raus. Es hat nicht jeder das getan, was er tun kann.“ Erstmals in dieser Spielzeit verlor Brambauer zwei Spiele hintereinander. Vor drei Wochen setzte es eine 1:3-Heimpleite gegen Holzwickede. Davor gab es das 0:0 im Derby gegen Wethmar. Ein Auswärtssieg in der Partie beim Vorletzten Ascheberg käme da gelegen.

Doch Brambauer ist gewarnt: Im Hinspiel verlor man 0:1. „Da müssen wir eigentlich klar gewinnen“, meint Nitsche. Doch die TuSler standen hinten sehr kompakt. „Ascheberg kam selten nach vorne, aber auf den einen Stürmer müssen wir aufpassen“, so Nitsche. Rodrigo De Sousa erzielte das entscheidende Tor und wird in den Ascheberger Kader zurückkehren.

Zudem fallen drei wichtige Leute beim BVB aus. Marcel Bieber sah letzte Woche die fünfte Gelbe Karte. Osman Kumac bekam die Ampelkarte. Rajko Milinkovic musste mit Rot vom Feld. Nitsche: „Trotzdem müssen die drei Punkte drin sein. Da sind die anderen in der Pflicht.“ TuS-Coach Andrea Balderi: „Im Hinspiel hatten wir das Glück des Tüchtigen. In der Rückrunde fangen wir bei Null an. Nochmal 14 Punkte wären zu wenig für uns.“

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