Schulze: In der Halle ist es brisanter als draußen

LÜNEN Kreis-Schiedsrichter-Obmann Karl-Heinz Schulze stand RN-Volontär Dominik Möller Rede und Antwort. Ihr Gesprächthema: die Anforderungen an Schiedsrichter beim Hallenfußball.

von Von Dominik Möller

, 18.01.2008, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl-Heinz Schulze, Schiedsrichterobmann im Kreis.

Karl-Heinz Schulze, Schiedsrichterobmann im Kreis.

Herr Schulze, ist Hallenfußball brisanter als sein Geschwisterchen an der frischen Luft? Schulze: Ich denke schon. Das Spiel ist schneller - mitunter sogar athletischer. Wenn's hoch hergeht, dann in komprimierterer Form als draußen. In der Halle die Übersicht zu behalten, ist gar nicht so leicht.

Ergo: Jungschiedsrichter sind in der Halle überfordert ... Schulze: Überfordert würde ich nicht sagen. Aber es bedarf schon einer Portion Erfahrung, um sich im Hallen-Gewirr behaupten zu können. Eine nach oben verschobene Toleranzgrenze ist schon von Vorteil.

Und die ältesten Knochen im Schiedsrichter-Kader kommen zurecht? Schulze: Mit Erfahrung meinte ich nicht zwingend das Alter. Wichtig ist, dass die Schiedsrichter physisch in der Lage sind, dem Spiel zu folgen. In der Halle reicht es nicht, einen Radius rund um den Mittelkreis zu haben. Ebenso unverzichtbar ist es, sich über die volle Spieldistanz konzentrieren zu können.

Was geben Sie Ihren Schiedsrichtern für die Hallenkreismeisterschaft mit auf den Weg? Schulze: Diese ganze Kartenfuchtelei bringt doch nichts. Zwei Minuten oder Rot - mehr Alternativen braucht man in der Halle nicht. Die gelbe Karte ist letztlich nur ein Alibi. Meine Leute sollen gewissenhaft zu Werke gehen, ruhig bleiben und das Gespräch suchen. Und wenn's gar nicht anders geht, auch knallhart durchgreifen.

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