SG Gahmen ist von der Stadt Lünen enttäuscht und holt sich rechtliche Unterstützung

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Die SG Gahmen ist enttäuscht von der Stadt Lünen. Der Pachtvertrag zwischen der Stadt und dem A-Ligisten ist immer noch nicht abgeschlossen. Der Klub holt sich nun rechtliche Unterstützung.

Lünen, Gahmen

, 15.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte bereits Mitte Juli der Pachtvertrag final aufgesetzt werden. So teilte es David Littmann, vom innovativen Sportmanagement der Stadt Lünen, damals dieser Redaktion mit.

Dann wäre einer der letzten Schritte gemacht, damit die SG Gahmen den Sportplatz an der Kaubrügge für die kommenden 17 Jahre pachtet.

SG Gahmen bereitet alles für den Kunstrasen vor

Die Bahn wäre frei gewesen, damit der Kreisliga-A-Klub einen Kunstrasenplatz aus der Asche-Anlage gemacht. Denn das würde das Land NRW durch das „Moderne Sportstätte 2022“-Programm fördern.

Bei der SG Gahmen bereitet man seit Monaten alles darauf vor, ist bereits bereit für den neuen Platz, hat bereits mit potenziellen Händlern gesprochen wegen des Kunstrasen-Belags.

Doch seit den letzten Gesprächen, ist der Kontakt zur Stadt Lünen Größenteils eingebrochen, so Hüseyin Tekin, Sportlicher Leiter der Gahmener. „Wir sind enttäuscht von der Stadt Lünen“, sagt er. „Seit Wochen versuchen wir zu erfahren, warum aktuell nichts passiert, aber wir erreichen aktuell nichts bei der Stadt.“

Bei den Verantwortlichen der SG mischt sich eine Stimmung aus Wut, Unwissenheit und Misstrauen, weshalb sich der Klub nun auch rechtliche Unterstützung organisiert hat, um bei Vertragsangelegenheiten besser aufgestellt zu sein in den nächsten Monaten.

Ein Problem mit dem Pachtvertrag

In einer Anfrage dieser Redaktion an die Stadt Lünen, äußert diese sich zu der Situation. „Es ist korrekt, dass Herr Littmann im Juli davon ausging und auch gesagt hat, dass kurzfristig mit (...) der SG Gahmen gesprochen werden könne“, erklärt Benedikt Spangardt, Pressesprecher der Stadt Lünen. „Bei der Stadt ist danach allerdings ein Problem mit dem Pachtvertrag aufgefallen. Das wird gerade geklärt. Ein Entwurf sollte eigentlich bereits Ende August vorliegen. Das hat sich leider verzögert.“

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Worum es sich genau bei dem Problem handelt, teilte die Stadt Lünen nicht mit, betont aber, „dass sich an der Intention der Stadt, einen Pachtvertrag zu erstellen und mit dem Verein abzuschließen, nichts geändert hat.“

Worte, die bei der SG Gahmen das Misstrauen nicht auflösen. Tekins schlimmste Befürchtung ist aktuell, dass es nicht mehr dazu kommt, dass die SG Gahmen die Möglichkeit auf einen Kunstrasenplatz bekommt. Um dem entgegenzuwirken, führt der Verein auch schon Gespräche mit Politikern vor Ort.

Stadt bittet um Entschuldigung

„Es wäre ein fatales Zeichen für die Gemeinde Gahmen, wenn es nicht zum Bau des Kunstrasenplatzes kommen würde“, so Tekin.

Die Stadt beschwichtigt hingegen in ihrer Antwort auf die Anfrage unserer Redaktion: „Wir bitten um Entschuldigung dafür, dass es länger dauert und insbesondere dafür, dass wir selbst im Juli ein anderes Zeitfenster in Aussicht gestellt hatten.“

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