SG Gahmens Interimscoach Aktas: „Die Gespräche mit dem einen oder anderen Trainer laufen.“

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Der Saisonstart glückte A-Ligist SG Gahmen nicht. Vergangene Woche hatte auch noch der Trainer das Amt niedergelegt. Laut Interimstrainer Ahmet Aktas könnte er sein Amt bald wieder los sein.

Lünen, Gahmen

, 11.10.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Friedlich haben die SG Gahmen und Semistan Tikici sich am vergangenen Spieltag voneinander getrennt. Tikici hatte sich von seiner Mannschaft im Stich gelassen gefüllt und zog die Notbremse. „Das tut mir echt leid, weil wir uns auch privat gut verstehen“, sagt Interimstrainer und Kapitän der SG Gahmen, Ahmet Aktas. Der Vorstand habe aber bereits erste Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt. „Ich will mich da nicht festlegen, aber vielleicht passiert da in den nächsten ein bis zwei Wochen etwas“, sagt Aktas. Er fände zwar schade, was passiert ist, dennoch hätten die Spieler es „selbst verbockt“.

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Zu ungeduldig würden sich die Akteure auf dem Platz verhalten. Individuelle Fehler und eigensinnige, teils überhastete Entscheidungen, seien häufig die Gründe für Gegentore. „Da fehlt einfach noch die Erfahrung“, sagt Aktas. „Wir Spieler haben es letztendlich in der Hand, da kann der Trainer auch nichts mehr machen.“ Zuletzt bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen den TuS Neuasseln seien den Lünern genau diese Probleme zum Verhängnis geworden. „Da führst du und dann werden die Jungs nach 20 Minuten fickerig, statt den Ball laufen zu lassen“, sagt Aktas. Am Ende verlor sein Team das dritte von acht Spielen und landete auf dem aktuell sechsten Tabellenplatz der Kreisliga A2.

Harmonie stimmt noch nicht

Von Außen höre der Spielertrainer oft Kommentare, die in Richtung Transferverhalten des Vereins abzielen. Auch monetäre Äußerungen im Hinblick auf die Spielergehälter seien Thema bei Gahmen-Gegnern. Aktas: „Natürlich gibt es ein bisschen Taschengeld, aber der Vorstand hat den Aufstieg nicht zur Vorgabe gemacht.“ Dennoch wisse die Mannschaft um ihre Stärken und wolle „oben mitspielen“. Bei über zehn Neuzugängen und vielen qualitativ starken Individualisten, muss sich eine Mannschaft finden. „Wichtig ist jetzt, dass wir die Köpfe freikriegen und die Harmonie wieder stimmt“, sagt Aktas.

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Mannschaft braucht „Erfolgserlebnis“

Der Kapitän hofft auf einen Sieg gegen die SG Alemannia Scharnhorst (15.) am kommenden Sonntag, damit „die Jungs wieder ein Erfolgserlebnis haben“. Drei Punkte könnten den Dortmunder A-Ligisten auf heimischem Geläuf in die Top drei katapultieren. Ob er sich selbst aufstellt, wollte er noch nicht verraten. Vergangenen Sonntag fiel Aktas wegen Schmerzen im hinteren Oberschenkel aus. „Ich habe aber zuletzt trainiert und warte die letzte Einheit noch ab“, sagt Aktas. Der Rest seiner Mannschaft sei fit.

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