So haben die Handballer aus Lünen und Brambauer am Wochenende gespielt

Handball in Lünen

Der Fehlstart der VfL-Damen geht bei Borussia Dortmund in die vierte Woche, die Herren beweisen Nervenstärke. Die LSV-Herren haben in Heessen eine zu große Aufgabe.

von Carina Püntmann, Niklas Dvorak

Lünen

, 06.10.2019, 22:53 Uhr / Lesedauer: 3 min
So haben die Handballer aus Lünen und Brambauer am Wochenende gespielt

Niklas Sporbeck steuerte neun Treffer zum Sieg bei. © Günther Goldstein

Nach Schlusspfiff gingen die Köpfe Richtung Boden: Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer versäumten es auch am vierten Spieltag, einen Punkt einzufahren. Stattdessen steht die Mannschaft von Trainer Andre Schwedler mit 0:8-Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Fehlstart in die Saison, mit dem niemand rechnete.

Frauen-Verbandsliga 2

BV Borussia Dortmund III – VfL Brambauer

24:14 (10:6)

Der VfL Brambauer gehörte in der vergangenen Saison zu den Top-Teams der Liga. Davon ist die Mannschaft jetzt aber weit entfernt. Nach vier Niederlagen aus vier Spielen fehlt den VfL-Frauen nun auch die Gelassenheit. Hektik und Unruhe treten in Spielphasen auf, die vielleicht gerade gegen den VfL laufen. So auch im Spiel gegen Borussia Dortmund III.

„Es gab viele Parallelen zu den ersten Spielen zu sehen“, beschrieb Trainer Andre Schwedler zu Beginn. Seine Mannschaft startete gut ins Spiel, war auf Augenhöhe. Beim BVB III stand es in der 20. Minute noch 5:5 – bis dahin war alles in Ordnung.

Dann allerdings schlichen sich wie auch schon in den letzten Wochen einige technische Fehler ein. Auch beim Torabschluss zeigte sich Brambauer nicht mehr konsequent genug. „Das tat in der Phase schon sehr weh“, beschrieb Schwedler. Der BVB III setzte sich zur Pause auf 10:6 ab. „Wir wussten aber, dass wir das drehen können. Die Mannschaft war motiviert genug, wollte unbedingt den Sieg“, so Schwedler.

Fünfminütiger Blackout

Nach der Pause sah es auch danach aus, dass der VfL das Spiel hätte tatsächlich drehen können. Bis zum 9:11 kämpfte sich das Team wieder heran. Doch dann leistete sich Brambauer einen fünfminütigen Blackout, der dazu führte, dass Dortmund sich höher absetzte. Der VfL kam nie mehr ernsthaft heran, verkürzte nur noch einmal auf vier Tore. „Wir hatten eine Phase, wo wir hinten wirklich dumme Tore kassierten und vorne dumme Fehler gemacht haben. Wir haben zu oft den Ball einfach hergeschenkt“, ärgerte sich Schwedler.

Hinzu kam, dass den VfL-Frauen aufgrund der drei Niederlagen zuvor auch der Mut am Ende fehlte. Auch die nötige Ruhe und die nötige Sicherheit fehlten. „Da haben wir schnell bemerkt, dass das mit dem Sieg nichts wird. Die restlichen Minuten plätscherten nur noch vor sich hin“, so Schwedler, der die vierwöchige Herbstpause nun nutzen möchte, um an einigen Schraubenstellen zu drehen und dann endlich die ersten Punkte einzufahren.

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Fleckstein (1), Ceylan (1), Holz (5), Sahage (1), Bloeß, Kroll (1), Leismann (1), Bauer (3/2), Lasshof (1), Umbescheidt

Er war der Match-Winner am vierten Spieltag für Handball-Landesligist VfL Brambauer: Der erfahrene Tobias Eder zeigte ein bärenstarkes Spiel und war mit zwölf Toren nicht nur bester Werfer, sondern auch derjenige, der 30 Sekunden vor Ende alles klar machte.

Landesliga 3

VfL Brambauer – HSG Rauxel-Schwerin

30:28 (14:11)

Tobias Eder zeigte Nervenstärke: Siebenmal trat er vom Sieben-Meter-Punkt an, siebenmal verwandelte er eiskalt. Hinzu kommen seine fünf Feldtore, eines davon 30 Sekunden vor Spielende, als er zum 30:28 einnetzte.

Für den VfL war es das erwartet schwere Spiel. Zur Pause erarbeitete sich das Team aber eine Drei-Tore-Führung, die es auch bis kurz vor Schluss hielt. Insgesamt machte Brambauer aber zu viele Fehler in der zweiten Welle und im Aufbauspiel. 70 Sekunden vor Schluss kamen die Gäste noch einmal zum 28:29-Anschlusstreffer. Doch Eder machte kurz darauf den Sieg perfekt.

„Ein paar mehr Fehler als sonst“

„Insgesamt haben wir ein paar Fehler mehr als sonst gemacht. Kämpferisch kann ich dieser Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Das war wieder richtig stark“, freute sich Coach Björn Grüter, der für Eder ein Sonderlob aussprach.

Ebenfalls treffsicher zeigte sich Niklas Sporbeck, der neunmal einnetzte. Mit diesem Sieg hat der VfL Brambauer aus vier Spielen zwei Siege geholt und steht mit 4:4-Punkten nun gut in der Tabelle da.

„Das war ein ordentlicher Start in die Saison“, freute sich Grüter. Auch wenn seine Mannschaft nun in die Herbstpause geht, verspürt er schon Vorfreude auf die nächste Partie. Denn dann kommt es zum Duell gegen seinen ehemaligen Verein, dem SuS Oberaden. „Wir werden in der Pause weiter an uns arbeiten und hoffentlich dort weiter machen, wie wir aufgehört haben“, so Grüter.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (2), L. Langmann, Ziepel, Sporbeck (9), Gärtner, Pape (1), K. Maurer, P. Maurer (4), Pohl (2), Eder (12/7)

Am vierten Spieltag war für Handball-Kreisligist Lüner SV beim SCE Heessen am Sonntag nichts zu holen. Der LSV musste sich 27:33 geschlagen geben.

Kreisliga Hellweg

SCE Heessen – Lüner SV

33:27 (17:12)

Die Rot-Weißen traten dabei ohne ihren Trainer Christian Neve an (Urlaub). Falk Seeger übernahm die Bank und coachte. Der Lüner SV hielt bis zum 8:8 gut mit, geriet dann aber durch eine größere Schwächephase deutlich in Rückstand. Der Gastgeber legte einen 8:0-Lauf hin, setzte sich auf 16:8 ab. Gut sechs Minuten warf Lünen kein Tor. Zur Pause kämpfte sich der LSV aber auf 12:17 heran. Im zweiten Durchgang zog Heessen auf sechs Tore davon.

Doch auch Mitte der Halbzeit kam Lünen wieder heran, war beim 20:21 und 22:23 sogar wieder im Spiel. Doch Heessen schaltete noch einmal einen Gang höher und zog zehn Minuten vor Spielende noch einmal davon. Dem LSV fehlten am Ende die Kräfte, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Nach vier Spieltagen steht der LSV mit 3:5-Punkten im Mittelfeld.

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