So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer am Sonntag gespielt

Fußball

Niederaden verteilt jede Menge Torgeschenke, Alstedde baut die Tabellenführung aus, Preußen siegt auch in Unterzahl souverän, der VfB Lünen fängt sich die erste Niederlage.

Lünen

, 29.09.2019, 23:14 Uhr / Lesedauer: 6 min
So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer am Sonntag gespielt

Dean Williamson (l.) verlor mit dem TuS knapp. © Günther Goldstein

Die Kreisliga-B-Fußballer des TuS Niederaden verteilten am Sonntag einige Geschenke. PSV Bork nahm diese sehr gerne an und gewann in Niederaden mit 4:3.

Kreisliga B2 Unna-Hamm

Niederaden – PSV Bork

3:4 (3:2)

„Wir haben von vier Gegentreffern drei selbst verschuldet. Das waren Geschenke, die wir verteilt haben. Bork hat diese natürlich dankend angenommen“, sagte TuS-Coach Amel Mesic.

Tim Wiggers sorgte mit einem Dreierpack für die 3:2-Pausenführung, aber nach dem Wiederanpfiff bekamen die Niederadener durch individuelle Fehler zwei weitere Gegentore. TuS-Keeper Benjamin Gillner spielte nach einem Einwurf seinem Gegenspieler den Ball in die Füße und musste den Ball dann aus dem Netz holen.

Das entscheidende Tor zur Niederlage erzielte Christian Voßchmidt Foulelfmeter, den Axel Schulze-Beckinghausen verschuldete. „Das war ein total bekloppter Elfmeter. Generell war das eine Katastrophe. Wir dürfen nicht so viele Einladungen vergeben“, so Mesic.

Niederaden: Gillner – Williamson, Müller, Kese, Nunes Ventura, Vehring, Diesner, Silva Campos, Marona, Wiggers, Schulze-Beckinghausen

Tore: 1:0 Wiggers (6.), 1:1 Schubert (13.), 1:2 Voßschmidt (17.), 2:2 Wiggers (20.), 3:2 Wiggers (25.), 3:3 Ojo (48.), 3:4 Voßschmidt (70.)

Die A-Liga-Fußballer des SV BW Alstedde marschieren weiter. Am Sonntag gelang dem Tabellenführer der Staffel A2 der Dortmunder Kreisliga der siebte Sieg im achten Saisonspiel. Weil die Konkurrenz des VfB Lünen patzte, haben die Alstedder ihren Vorsprung als Tabellenführer ausgebaut.

Kreisliga A2 Dortmund

Husen Kurl – BW Alstedde 0:3 (0:2)

Tim Hermes, Coach des Tabellenführers BW Alstedde, sah „ein sehr gutes Spiel und einen sehr souveränen Auftritt“ seiner Mannschaft. „Wir haben kaum Möglichkeiten zugelassen. Nach vorne konnten wir uns viele Chancen herausspielen“, so der Alstedder Coach.

Pierre Katarzynski brachte die Alstedder bereits nach acht Zeigerumdrehungen in Führung. Dennis Schulz, der am Sonntag einen richtig starken Tag erwischte und viele Zweikämpfe gewann, verwandelte vor der Pause einen Elfmeter zum vorentscheidenden 2:0 der Blau-Weißen (37.). Nach dem Wiederanpfiff setzte Mario Lindner mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand den Deckel auf den Topf.

Sechs Punkte Vorsprung an der Spitze

Der Schlüssel zum Sieg war für Hermes nach dem Spielabpfiff klar: „Wir standen hinten sehr sicher und haben das Spiel breitgemacht. Außerdem haben wir uns gut in den Räumen bewegt“, so Hermes weiter.

Alstedde hat nun – bei einem mehr absolvierten Spiel – schon sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfB Lünen, der am Sonntag überraschend patzte. Am kommenden Wochenende kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Lüner Titelanwärter.

BW Alstedde: Krause – Hülsmann, Rumpf, Cicek, Lindner (85. Kirchhoff), Katarzynski (75. Christiansen), Nowak, Häckh (71. Ekici), Splittgerber, Koczy (80. Berisha), Schulz

Tore: 0:1 Katarzynski (8.), 0:2 Schulz (37./FE), 0:3 Lindner (66.)

Die A-Liga-Fußballer des TuS Westfalia Wethmar verloren am Sonntag, wie die Erste des TuS, mit 1:4. Kenneth Stückmann, Spieler von VfK Weddinghofen, erzielte alle vier Treffer für den VfK.

Nach 28 Sekunden im Rückstand, nach 42 Minuten nur noch zu zehnt – und dennoch hat der Fußball-A-Ligist SV Preußen am Sonntagnachmittag den TuS Neuasseln im Heimspiel mit 4:2 gewonnen. Denn einmal mehr legte die Elf von Coach Stefan Urban eine kämpferische Leistung an den Tag.

Kreisliga A2 Dortmund

SV Preußen – TuS Neuasseln 4:2 (1:1)

Es sollte ein richtungsweisendes Spiel werden für die Horsmarer in der ersten Partie nach dem starken Auftaktprogramm und der spielfreien Woche. Und es startete denkbar schlecht. Nach 28 Sekunden zappelte der Ball bereits im Netz, nachdem Innenverteidiger Maurice Katlun dem Gegenspieler den Ball in die Füße spielt. Der glatte Boden bei dem strömenden Regen verunsicherte die Horstmarer zusätzlich. Doch das Urban-Team, das kurzfristig krankheitsbedingt weitere Ausfälle zu verkraften hatte, fing sich.

Die Partie war bei vielen Fehlpässen ausgeglichen. Per Kopf glich Maik Frenzel für den SVP deshalb verdientermaßen aus (30.). Kurz vor der Pause allerdings (42.) sah Katlun die Rote Karte wegen Handspiels vor dem Strafraum – von nun an spielte Horstmar in Unterzahl.

Unterzahl lässt Preußen nicht schwächer werden

Davon ließ sich das Team aber nicht demotivieren. Die Einstellung stimmte. Sehenswert sorgte Laurin Stauch mit einem 30-Meter-Kracherschuss unter die Latte für die Führung (51.). Per Kopfball nach einem Freistoß kamen die Gäste aus Dortmund zurück (67.).

Die letzten 20 Minuten gehörten dann den Horstmarern und der eingewechselte Luca Frenzel entschied die Partie spät mit einem Doppelschlag (89./90.+1). Beim 3:2 marschierte er links gegen zwei TuSler in den Sechszehner, passte quer und bekam den Ball zurück. Beim 4:2 lief er allein auf das Tor zu und chippte über den TuS-Keeper.

SV Preußen: Südmeyer – Stauch, Kusserow, Meier, Herrmann (72. Burma), Katlun, Adamsky, M. Frenzel, Pommerin, Goetz (65. L. Frenzel), Vom Hofe

Tore: 0:1 Schuhmacher (1.), 1:1 M. Frenzel (30.), 2:1 Stauch (51.), 2:2 Kazkondu (67.), 3:2 L. Frenzel (89.), 4:2 L. Frenzel (90.+1)

Rote Karte: Gegen Katlun (SVP) wegen Handspiels (42.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm

Weddinghofen – Wethmar II

4:1 (2:0)

„Leider haben wir nicht die Leistung vom Spiel gegen Langschede abrufen können. Ich weiß selber nicht, woran es gelegen hat“, sagte TuS-Spielertrainer Benjamin Fasse nach dem Spiel. Wieder einmal gerieten die Wethmarer früh in Rückstand. Nach nur drei Minuten führte der Gastgeber mit 1:0.

Kenneth Stückmann erzielte den ersten seiner insgesamt vier Treffer. Robin Böllhoff sorgte acht Minuten vor dem Ende noch für den 1:3-Anschlusstreffer, aber Stückmann sorgte zwei Minuten später für den 4:1-Endstand. „Am Ende haben wir verdient verloren“, so Fasse abschließend.

Die Westfalia steht mit erst drei Punkten aus acht Spielen auf dem letzten Rang in der Tabelle und hat mit insgesamt 45 Gegentoren die meisten Gegentreffer der Liga kassiert.

Wethmar: Hartmann – Fitzon, Fasse, Puziak (73. Pohl), Resch (70. Kress), Orlowski, Falkenberg, Grabowski (58. Wilberg), Pella, Böllhoff, Hane

Tore: 1:0 Stückmann (3.), 2:0 Stückmann (31.), 3:0 Stückmann (52.), 3:1 Böllhoff (82.), 4:1 Stückmann (84.)

Fußball-B-Ligist BV Lünen II hat am Sonntag seinen fünften Sieg in Serie gefeiert. Gegen die Reserve von Viktoria Kirchderne II siegten die Lüner mit 6:1.

Kreisliga B4 Dortmund

BV Lünen II – Kirchderne II 6:1 (1:1)

„Wir haben verdient gewonnen, haben in der zweiten Halbzeit eine mega gute Leistung gezeigt. Das war eine riesige Mentalität von uns“, so Spielertrainer Dennis Gerleve. Nach dem 1:1-Pausenstand legten die Lüner im zweiten Durchgang zu und kamen zu fünf Treffern. Zoran Mayanovic erzielte dabei für den BV05 einen Doppelpack (54./73.).

BV Lünen II: Lange (76. Gnida) – Kösling, Gerleve, Hoffmann, Seiler (26. Hagenmeyer), Beck (63. Dietze), Helmrich, Ost (25. Studnicka), Mlinski, Goebel, Mayanovic

Tore: 0:1 Mejia (5.), 1:1 Studnicka (35.), 2:1 Mlinski (48.), 3:1 Mayanovic (54.), 4:1 Beck (60.), 5:1 Mayanovic (73.), 6:1 Hagenmeyer (87.)

Nach sechs ungeschlagenen Spielen hat Fußball-B-Ligist FC Brambauer am Sonntagmittag das Derby beim VfB Lünen II knapp mit 1:2 (1:1) verloren. Die Favorisierten Brambaueraner starteten schlecht in die Partie- Oliver Maifeld sorgte für die frühe VfB-Führung (16.) – der FCB-Matchplan ging damit nicht mehr auf. „Danach waren wir besser in den Zweikämpfen“, sagte Brambauers Trainer Akin Bayrakli. „Das 1:1 zur Pause war eigentlich gerecht.“ Denn Emre Karali glich für den FCB in der 23. Spielminute aus.

In der zweiten Hälfte brachte Alexander Nolte die Lünen-Süder abermals in Führung. „Wir haben wieder zwei Gegentore nach Standardsituationen bekommen“, ärgerte sich Bayrakli. „Das ist unser Problem, welches wir einfach nicht in den Griff kriegen.“ Brambauer rannte dem Rückstand hinterher. Zwar hatte der FCB Chancen zum Ausgleich. Doch auf der anderen Seite verpasste es auch der VfB ein ums andere Mal, das entscheidende 3:1 zu erzielen. Wegen einer Notbremse sah Ramazan Akpinar in der Schlussphase noch die Rote Karte. Der FCB verliert somit wieder den Anschluss an die Spitzenmannschaften.

FC Brambauer: S. Akpinar – Karali, Kurtulus, Ser. Özyavuz, Demirci, Bayrakli, Azar, Yapici (72. Iscan), R. Akpinar, Cakir, Sed. Özyavuz

Tore: 1:0 Maifeld (16.), 1:1 Karali (23.), 2:1 Nolte (65.)

Rote Karte: Gegen R. Akpinar (FCB) wegen Notbremse (81.)

Erstmals in dieser Saison ist der VfB Lünen am Sonntagnachmittag als Verlierer vom Platz gegangen. Die Süder verloren ihr Heimspiel gegen Eving Selimiye Spor klar und verdient mit 1:3 – und das ausgerechnet eine Woche vor dem wichtigen Topspiel gegen Blau-Weiß Alstedde.

Kreisliga A2 Dortmund

VfB Lünen – Eving Selimiye Spor 1:3 (1:1)

Es war ein Topspiel erwartet worden an der Dammwiese zwischen dem gastgebenden Tabellenzweiten und dem im aufstrebenden Sechsten, der unter anderem Spitzenreiter Alstedde einen Punkt abgeknöpft hatte. Diesem Anspruch wurde keines der beiden Teams gerecht. „Ich habe ein absolut schlechtes Spiel von beiden Seiten gesehen“, befand auch VfB-Coach Mark Bördeling. „Doch der Gegner hatte weitaus mehr Zweikämpfe gewonnen. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, nicht gewonnen. Hochverdiente Niederlage.“

Und die Partie ging auch schon skurril los. Der Schiedsrichter kam spät, musste dann noch das Trikot wechseln und hatte auch noch seine Pfeife vergessen. Nach fast einer Viertelstunde Verzögerung rollte schließlich der Ball. Per Freistoß fiel nach 19 Minuten das 0:1: Evings Yasin Sahin kam ungestört zum Kopfball. Sebastian Vorwick parierte zunächst noch. Doch im Nachsetzen traf Anil Can Mert ins Tor.

Verletzung bringt Lünen in Bedrängnis

Zu allem Überfluss musste dann auch noch Defensivmann Dietrich Grass mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden (20.). „Danach haben wir Probleme gehabt, weil wir ihn nicht mit einem gelernten Rechtsverteidiger ersetzen konnten“, so Bördeling. Die Süder haben Personalprobleme. So fehlten die Spieler Matti Bartsch, Philipp Scheuren, Nico Kuch, Maik Küchler, Simon Serges und Simon Weis. „Da merkt man auch den Substanzverlust, den wir haben“, so Bördeling. Nichtsdestoweniger machte er keinen Hehl daraus, mehr von seiner Mannschaft erwartet zu haben.

Gegen die Fünferkette in der Dortmunder Abwehr taten sich die Schwarz-Weißen in der Offensive zusätzlich schwer. Zum Ende der ersten Hälfte näherte sich der VfB vor allem durch Standards doch noch dem Evinger Tor. Die beste Chance hatte Marcel Salmen per Kopf nach einem gelungenen Freistoß von Leon Broda (38.). Kurz darauf glich Tim Gehrmann per Strafstoß aus (41.) nach Foul an Dennis Wagner.

Zweite Hälfte beginnt katastrophal

Diesen Hoffnungsschimmer auf einen Punktgewinn machten sich die Lünen-Süder mit einem desolaten Wiederbeginn in der zweiten Hälfte selbst zunichte. Eving nutzte die VfB-Schwäche konsequent aus. Per Doppelschlag (52./55.) sorgten die Gäste direkt für die Vorentscheidung. „Wir waren ja das ganze Spiel völlig von der Rolle. Diese zehn Minuten nach der Halbzeitpause, das war einfach nur das i-Tüpfelchen auf unsere gesamte Leistung“, resümierte Bördeling.

VfB Lünen: Vorwick – Broda, Gehrmann, Grass (20. Serges), Hilkenbach (70. Eichhorst), Hans (60. Schulze Twenhöven), Garcia Rodriguez, Salmen, Kowalski (46. Eisenbach), Wagner, Seifert

Tore: 0:1 Mert (18.), 1:1 Gehrmann (41./Foulelfmeter), 1:2 Yildiz (52.), 1:3 Mert (55.)

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