So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

Fußball: Kreisliga

Der Lüner SV II siegt gegen den Hörder SC ohne Probleme. In den Derbys sind der BV Lünen und der TuS Niederaden siegreich. Alle Fußball-Kreisliga-Spielberichte gibt es hier.

24.02.2019, 21:07 Uhr / Lesedauer: 6 min
Lünens Murat Büyükdere erzielte gegen Hörde einen Doppelpack.

Lünens Murat Büyükdere erzielte gegen Hörde einen Doppelpack. © Günther Goldstein

Das war keine große Herausforderung für den Fußball-A-Ligisten Lüner SV II: Die Mannschaft von Trainer Kadir Kaya hat am Sonntag im Heimspiel gegen den Hörder SC einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gefeiert – drei weitere Zähler auf dem Weg zum Aufstieg.

Kreisliga A2 Dortmund

Lüner SV II – Hörder SC

3:0 (2:0)

„Der Gegner hat sich nur hinten reingestellt. Wir waren immer komplett bei denen in der Hälfte, von Hörde kam kaum Gegenwehr“, sagte LSV-Trainer Kadir Kaya nach dem Spiel.

Die Lüner brauchten ein wenig, um sich auf die Defensive der Hörder einzustellen. Erst spät im ersten Durchgang fielen die Tore. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff traf Lünens Top-Torjäger Murat Büyükdere zur LSV-Führung. Kurios: Quasi mit dem Halbzeitpfiff erhöhte jener Büyükdere sogar noch auf 2:0. „Das waren zwei schöne Tore“, befand Kaya nach dem Spiel.

Auch nach Wiederanpfiff blieb der LSV tonangebend. Gerade einmal eine Minute war verstrichen, als Furkan Kiymaz bereits das Tor zum 3:0-Endstand besorgte. Mit der deutlichen Führung im Rücken schaltete der LSV II nun ein paar Gänge zurück. „Da waren wir uns wohl zu sicher. Die letzte Konzentration hat danach gefehlt. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden“, so Kaya abschließend, der mit dem LSV weiterhin auf Rang zwei steht.

Lüner SV II: Acar – Gülec, R. Kiymaz, Özkan, Karaduman, F. Kiymaz, Akgül, Büyükdere (80. Koschnik), Koc (72. Gülec), Cirak, Uzun (80. Mayanovic)

Tore: 1:0 Büyükdere (44.), 2:0 Büyükdere (45.), 3:0 F. Kiymaz (46.)


Revanche geglückt: Der BV Lünen hat sich die Punkte aus der 1:2-Derbyniederlage beim FC Brambauer am Sonntag zurückgeholt. Die Blau-Weißen gewannen ihr Heimspiel deutlich mit 4:0. Zwei Schützen trafen jeweils doppelt.

Kreisliga B3 Dortmund

BV Lünen – FC Brambauer

4:0 (1:0)

Per Strafstoß brachte Fabian Nitsch die Gastgeber in Führung gegen einen personell geschwächten FC Brambauer, den der Brambauer Trainer Serhat Kaplan bis dahin recht gut im Spiel sah. 05-Trainer Dennis Gerleve sah dagegen ein „recht einseitiges“ Spiel: „Wir haben es verpasst, den Sack früh zu zu machen.“ Gerleve ärgerte sich über das Verhalten der Brambaueraner Akteure: „Sie wollten nichts anderes, als das Spiel zu zerstören. Das ist bitter.“

Kaplan: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns selbst geschwächt“, sagt FCB-Trainer Serhat Kaplan und meint damit unter anderem die Gelb-Rote Karte gegen Aykut Bayrak wegen Schubsens (53.) – Unterzahl FCB.

Spätestens mit dem 2:0 durch Pascal Broda kurz darauf war die Partie gelaufen (59.). Sowohl Nitsch (82.) als auch Broda (88.) schraubten das Ergebnis in der Schlussphase noch auf 4:0 hoch.

BV Lünen: Lange – Kampmann (68. Gebauer), Gerleve (46. Broda), Hoffmann, K. Helmrich, Ost, Studnicka, Nitsch, Mlinski, Umlandt, Demir (52. S. Helmrich)

FC Brambauer: Elikalfa – Gavazi (60. Tabakoglu), Vuran (29. Yesilöz), Kaplan (79. Alicier), Aksoy, Öztürk, Özcelik, Bayrak, Özyavuz, Sert, Elikalfa

Tore: 1:0 Nitsch (20., Foulelfmeter), 2:0 Broda (59.), 3:0 Nitsch (82.), 4:0 Broda (88.)


Der TuS Niederaden hat das Lüner Derby am Sonntag gegen die Reserve des TuS Westfalia Wethmar überraschend mit 3:1 für sich entschieden.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

Niederaden – Wethmar U23 3:1 (1:0)

„Wir leben noch!“ – dieser Satz von Niederadens Trainer Amel Mesic stand sinnbildlich für den Erfolg gegen die Zweitvertretung der Westfalia. Niederaden wirkte von Anfang an hellwach und Tim Wiggers traf bereits nach sieben Minuten nach einem langen Ball von Robin Gastmeister zum 1:0. Die Mesic-Elf kontrollierte fortan das Geschehen und Wiggers (14.) und Dean Williamson (38.) verpassten es, die Führung auszubauen.

Die personell geschwächten Wethmarer, für die ab nun wohl öfter auch die Coerdt-Brüder Robin und Kevin spielen werden, hatten mit dem Niederadener Rasenplatz größere Probleme. Der TWW wurde höchstens über die linke Seite gefährlich. Das sah auch Mesic so: „Wir haben fast nichts zugelassen und hätten schon zur Pause höher führen müssen.“

Nach Elfmetertreffer zieht sich Niederaden zurück

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte zog Wiggers mit Wucht in den Strafraum und konnte nur noch per Foul gestoppt werden – Elfmeter. Wethmars Keeper Tim Koprek ahnte zwar die Ecke, war gegen Daniel Maronas stark geschossenen Strafstoß aber machtlos (52.). Im weiteren Spielverlauf zogen sich die Hausherren nun zurück und überließen den Gästen den Ball, die sich aber auch bis in die Schlussphase keine richtige Torchance erarbeiteten. Als der eingewechselte Thomas Hermann auch noch zum 3:0 traf (86.), war die Messe gelesen. Kevin Coerdts artistischer Treffer mit dem Rücken zum Tor zum 3:1 war da nur noch Ergebniskosmetik (89.).

Moritz Albrecht, der den verhinderten Benjamin Fasse als Spielertrainer vertrat, sah ebenfalls einen verdienten Niederadener Sieg: „Niederaden hat einfach mehr investiert und war galliger. Auch der schlechte Rasenplatz war für uns eher ein Nachteil.“ Auch haderte er mit dem gebeutelten Kader und wollte das spielfreie nächste Wochenende zum „Wunden lecken“ nutzen.

TuS Niederaden: Gillner – Williamson (83. Hermann), Hilgert, Gastmeister, Müller, Kese, Arman, Marona, Orfanidis, Wiggers (75. Franke), Schulze Beckinghausen (90. Adam)

TuS Westfalia Wethmar U23: Koprek – Rath, Albrecht, Rogge, Schinck, K.Coerdt, R.Coerdt, Orlowski, Dobler, Pohl, Puziak (65. Möller)

Tore: 1:0 Wiggers (7.), 2:0 Marona (52./Foulelfmeter), 3:0 Hermann (86.), 3:1 K.Coerdt (89.)


Es sind solche Spiele, die dem Tabellenführer der Dortmunder Kreisliga B vor Augen halten, dass der Gewinn der Meisterschaft noch nicht in trockenen Tüchern ist. Mit viel Mühe holte die SG Gahmen am Sonntag einen 3:2-Erfolg beim Kellerkind TuS-Eving-Lindenhorst.

Kreisliga B3 Dortmund

Eving-Lindenhorst – Gahmen

2:3 (1:2)

„Das war ein Arbeitssieg, den wir uns erkämpfen mussten“, sagte Trainer Semistan Tikici, der genau weiß: „Die gegnerischen Mannschaften sind zwar fußballerisch nicht so stark, aber die können ackern und treten. Wir werden zehn Endspiele vor uns haben.“ Per Doppelpack hatte Muhamed Mulalic die Gahmener in Führung gebracht (2./20.). Doch Eving blieb vor allem durch Konter gefährlich, verkürzte auf 1:2 und glich in der 65. Minute sogar aus. „Die hatten ein, zwei gute Leute, die beim Konterspiel gefährlich waren“, so Tikici. Auf der Gegenseite nutzten die Blau-Gelben ihre Chancen nicht. „Es hätte 7:2 ausgehen können“, so Tikici. Es war schließlich Aykut Isik, der den 3:2-Siegtreffer markierte (72.). In der Schlussphase gab es noch zwei Platzverweise gegen den TuS Eving wegen wiederholten Foulspielen.

SG Gahmen: Y. Cakir – Tikici, Sener, V. Vardi, Ergün, Isik, Dedeagili, Vurucu, Elitok, Mulalic, Rrustolli – Bolat, Adali

Tore: 0:1 Mulalic (2.), 0:2 Mulalic (20.), 1:2 (25.), 2:2 (65.), 2:3 Isik (72.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Eving (87.), Gegen Eving (90.+2.)

Kategorie Arbeitssieg? „Kategorie Katastrophe“, fand VfB-Trainer Mark Bördeling deutliche Worte. Der A-Liga-Spitzenreiter VfB Lünen bekleckerte sich am Sonntagnachmittag beim 5:3-Heimsieg gegen den Tabellenletzten VfL Kemminghausen II nicht mit Ruhm.

Kreisliga A2 Dortmund

VfB Lünen – Kemmingh. II

5:3 (2:2)

Dabei sah es noch in den ersten Minuten nach einer deutlichen Angelegenheit aus für die Süder. Schon nach sechs Minuten köpfte Tim Gehrmann die Lünen-Süder nach einer Hereingabe von rechts in Führung. Nachdem die Bördeling-Elf das zweite Tor verpasste, kamen die Gäste aus der Dortmunder Märchensiedlung vermehrt zu Gelegenheiten, auch weil der VfB nicht konsequent verteidigte. Fabian Kowalski rettete nach einem Kemminghauser Kopfball in Folge einer Ecke auf der Linie (16.). Ausgerechnet in dieser starken VfL-Phase erhöhte auf der Gegenseite Gehrmann per Strafstoß auf 2:0. Doch das Tabellenschlusslicht gab sich nicht auf, während der Spitzenreiter jegliche Einstellung vermissen ließ.

Binnen sieben Minuten glichen die Dortmunder aus (24./32.). „Von der ersten Sekunde an fehlte uns die Einstellung zum Spiel. Das war ganz schlecht und darüber müssen wir sprechen“, ärgerte sich Bördeling. „Kemminghausen hat dagegen gehalten, dem ein oder anderen auch mal wehgetan. Dann tut man sich schwer.“

Immerhin sicherten sich die Süder noch die drei Punkte. Tim Gehrmann (53.), Philipp Scheuren (68.) und Justin Schulze Weiling (80.) schraubten das Ergebnis auf 5:2 hoch. Selbst danach gab sich Kemminghausen nicht auf, verkürzte noch auf 3:5. Bördeling: „Mit der Einstellung kommen wir in den letzten Spielen nicht mehr weit.“

VfB Lünen: Vorwick – Gehrmann, Bartsch, Scheuren, Hilkenbach, Hans, Garcia Rodriguez, Kowalski, Wagner (71. Linz), Kuch (53. Schulze Weiling), Grass (70. Grass)

Tore: 1:0 Gehrmann (6.), 2:0 Gehrmann (19., Foulelfmeter), 2:1 (24.), 2:2 (32.), 3:2 Gehrmann (53.), 4:2 Scheuren (68.), 5:2 Schulze Weiling (80.), 5:3 (84.)


Drei Punkte in der Nachspielzeit hat sich am Sonntag Fußball-A-Ligist SV Preußen gesichert. Bis zur 89. Minute hatten die Horstmarer im Heimspiel gegen SF Brackel zurückgelegen.

Kreisliga A2 Dortmund

SV Preußen – SF Brackel

3:2 (1:1)

In der ersten Hälfte agierte Preußen mit vielen langen Bällen. „Das war dumm gegen hochgewachsene Brackeler“, sagte Trainer Steven Koch. Dennoch besorgte Dustin Serges per Kopfball nach Ecke das 1:0 (23.). Kurz vor der Pause glich Brackel aus, denn Keeper Marcel Möller verpasste es, aus dem Tor zu kommen, als der Ball durch den Fünfmeterraum flog.

Nach dem 1:2-Rückstand (52.) – die Preußen attackierten einen Brackeler an der Strafraumecke nicht – belebte Dennis Siegerink für Lukas Kleine-Bernink das Horstmarer Mittelfeld. Koch stellte auf ein 3-4-3-System um – mit spätem Erfolg. Einen Pass in die Tiefe verwertete Patrick Neumann erst zum 2:2-Ausgleich (89.), nur um kurz später selbst Vorbereiter zu sein für den ebenfalls eingewechselten Maik Frenzel (90.+2.). Der SVP festigt so Platz fünf.

SV Preußen: Möller – Beck, Schulz, Fluder, Kleine-Bernink (52. Siegerink), Mark, Hagenmeyer (84. Goetz), Adamsky (67. Frenzel), Neumann, D. Serges, Hans

Tore: 1:0 D. Serges (23.), 1:1 (43.), 1:2 (52.), 2:2 Neumann (89.), 3:2 Frenzel (90.+2.)

Die A-Liga Fußballer des BW Alstedde haben am Sonntag einen wichtigen Auswärtssieg bei NK Zagreb gelandet. Nico Christiansen wurde zum Matchwinner.

Kreisliga A2 Dortmund

NK Zagreb – BW Alstedde

2:3 (0:1)

Alsteddes Trainer Tim Hermes sah nicht das beste Spiel seiner Mannschaft, besonders das Passspiel und das Zweikampfverhalten schmeckten ihm gar nicht. Dennoch führte Alstedde nach einer schönen Kombination und dem Treffer von Philipp Markwald mit 1:0 (13.). So ging es auch in die Pause, Torwart Thorben Krause verhinderte mit seinem gehaltenen Elfmeter die größte Dortmunder Ausgleichschance kurz vor der Pause.

In Hälfte zwei erhöhte der erst eine Minute zuvor eingewechselte Nico Christiansen auf 2:0 (63.). Nach einem Doppelschlag Zagrebs, laut Hermes „vermeidbare Gegentore“, sorgte erneut Christiansen für den 3:2-Siegtreffer. In der Schlussphase sah ein Dortmunder in einem insgesamt hitzig geführten Spiel noch die Rote Karte nach einer Tätlichkeit.

BW Alstedde: Krause- Kirchhoff, Ekici (62. Christiansen), Kadlubowski, Juric, Katarzynski, Nowak, Markwald, Splittgerber, Koczy, Audehm

Tore: 0:1 Markwald (13.), 0:2 Christiansen (63.), 1:2 (66.), 2:2 (68.), 2:3 Christiansen(78.)

Rote Karte: gegen NK Zagreb wegen einer Tätlichkeit (81.)

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