So lief der Spieltag bei den Lüner Fußballern

Fussball in Lünen

Alstedde kassiert erste Niederlage, Preußen verliert erneut, FC Brambauer geht bei Alstedde II zweistellig unter, Niederaden gewinnt dank starker Offensive, VfB Lünen trifft sechsmal.

Lünen, Brambauer

, 08.03.2020, 22:03 Uhr / Lesedauer: 7 min
Luca Splittgerber (l.) und BW Alstedde verloren das erste Saisonspiel.

Luca Splittgerber (l.) und BW Alstedde verloren das erste Saisonspiel. © Günther Goldstein

Und plötzlich ist der Abstand nach unten einstellig: Nach dem 0:0 beim VfL Kemminghausen II (10.) vergangene Woche, gingen die Blau-Weißen an diesem Sonntag erstmalig in der Saison komplett leer aus. Durch die 0:1-Heimniederlage gegen Eving Selimiye Spor (4.) ist die SG Gahmen nur noch acht Punkte vom Spitzenreiter BW Alstedde entfernt.

„Definitiv verdient, aber nicht, weil der Gegner zu stark war, sondern, weil wir nicht abgerufen haben, was wir in der Vergangenheit in der Hinrunde geleistet haben“, sagte BW Alsteddes Co-Trainer Thomas Westrup nach der Partie. „Viele kleine Fehler im Passspiel, im Positionsspiel - wir konnten unser Spiel einfach nicht durchziehen.“

Harmlos vor dem Tor

In der Konsequenz heißt das: Seit zwei Spielen hat Alstedde keinen Treffer erzielt. „Das ist Fakt“, sagt Westrup. „Dafür haben wir eigentlich zu viel Qualität, um 180 Minuten lang kein Tor zu schießen.“ Woran es liegt, kann der Co selbst nicht sagen. „Wir machen uns da jetzt aber auch nicht verrückt. Dann haben wir halt das allererste Spiel verloren.“

Der Gast aus Eving traf stattdessen. Gökhan Ucar knallte das Spielgerät kurz nach der Halbzeitpause mit dem Vollspann flach unten links in die Ecke (51.). Unhaltbar für BWA-Keeper Thorben Krause, der nur hinterherschauen konnte. Die Chance entstand aus einer eigentlich sicheren Situation heraus. Westrup: „Fehler in der Ballbehandlung, Bums, ein Querpass und der zieht ab.“ Vor allem an Durchschlagskraft habe es den Alsteddern am Ende gemangelt. „Keine Ahnung, warum da der Wurm drin ist“, sagte Thomas Westrup abschließend.

Kreisliga A2 Dortmund

BW Alstedde – Eving Selimiye Spor 0:1 (0:0)

BW Alstedde: Krause - Rumpf, Hülsmann, Cicek, Lindner, Hennes, Nowak (46. Knappmann), Splittgerber (69. Arslan), Herder, Schulz (46. Christiansen), Stojak (51. Rothe)

Tore: 0:1 Ucar (51.)

Die A-Liga-Fußballer von Preußen Lünen kassierten im dritten Spiel nach der Winterpause eine weitere Heimniederlage. Nach dem 1:3 gegen Sharri setzte es auch gegen Ay Yildiz Derner ein knappes 1:2.

Viel konnte und wollte SVP-Coach Stefan Urban nach dem Spiel nicht wirklich sagen. Am Telefon hörte man noch die Enttäuschung in seiner Stimme. „Das war nicht gut. Wir hatten vor allem im ersten Durchgang kein gutes Zweikampfverhalten und keine Laufbereitschaft“, so Urban. Tabellennachbar Ay Yildiz Derne agierte fast ausschließlich mit langen Bällen und setzte die SVP-Abwehr damit unter Druck. Yagmur Uzum und Taner Erel trafen aufseiten der Derner zur 2:0-Pausenführung.

Preußen kommt besser ins Spiel

Nach der Pause besserte sich das Spiel der Horstmarer ein wenig. So kam der SVP zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff zum 2:1-Anschlusstreffer. Nach einer guten Kombination legte Sören Dvorak den Ball quer und Fabian Vom Hofe drückte den Ball über die Linie. „Das war die einzig richtig gute Aktion“, so Urban. In der letzten halben Stunde stellte Urban das System um, agierte jetzt mit drei Stürmern und drei Verteidigern. Aber trotz der offensiven Spielweise schafften es die Horstmarer nicht einen zweiten Treffer nachzulegen.

„In der zweiten Hälfte wurde es ein bisschen besser. Wir haben das Tor halt nicht gemacht. Es kam auch kein richtiger Spielfluss auf. Bei uns ist häufig die Ballannahme zu weit versprungen. Es hat am Ende auch die Zweikampfstärke gefehlt“, sagte Urban nach dem Spiel. Preußen verlor das zweite Spiel in Folge. Ay Yildiz durfte nach zwei Niederlagen in Serie sich endlich wieder über drei Punkte freuen. Preußen belegt durch die Niederlage jetzt den achten Rang in der Tabelle und hat einen Punkt mehr auf dem Konto als die Derner. In der kommenden Woche geht es für die Horstmarer zum Derby zur SG Gahmen.

Kreisliga A2 - Dortmund

SV Preußen Lünen – Ay Yildiz Derne 1:2 (0:2)

SV Preußen: Möller - Stauch, Kusserow (60. Katlun), Herrmann (41. Goetz), F. Hans, Dvorak, Adamsky, Gomulka (M. Frenzel), Pommerin, Vom Hofe, L. Frenzel

Tore: 0:1 Uzum (20.), 0:2 Erel (40.), 1:2 Vom Hofe (55.)

Eine 0:12-Demontage kassierte Fußball-B-Ligist FC Brambauer am Sonntag bei der Reserve von BW Alstedde: FCB-Vereinspräsident Ahmet Elikalfa hatte insgesamt 14 Spieler dabei; drei weitere Kräfte fielen kurzfristig aus. „Diese Woche wurden einige Telefonate geführt“, sagt Elikalfa. „Wir haben jetzt einen Kader von 18 bis 19 Mann und werden die Seniorenmannschaft definitiv nicht zurückziehen.“ Über das 0:12 ist er nicht traurig: „Arslan hat den Unterschied gemacht. Wie der die Bälle angenommen hat - der hatte heute einen absoluten Sahnetag.“

Im Gegensatz zu seiner eigenen Leistung. Im Kasten des FCB stehend, habe Elikalfa „Minimum fünf Tore“ kassiert, die auf seine Fehler zurückzuführen sind. „Ich war heute einfach mit dem Kopf woanders, dafür entschuldige ich mich bei Verein und Mannschaft.“

Kreisliga B3 Dortmund

BW Alstedde II – FC Brambauer 12:0 (4:0)

BW Alstedde II: Munko - Aydin, G. Arslan, Uslubas, Audehm, A. Arslan, Kirchhoff, Okumus, Kuhne, Brand, O. Arslan, Grass (26.), Karaarslan (46.), Nickel (55.)

FC Brambauer: Elikalfa - Yapici (21. Özgür), Kumac, Altun, R. Akpinar, Pirpir, S. Akpinar (29. Kara), Yavuzhan, Urbanzyk, Uzun, Kelez, Yavuzhan (9.)

Tore: 1:0 Arslan (2.), 2:0 Arslan (6.), 3:0 Brand (27.), 4:0 Arslan (29.), 5:0 Brand (47.), 6:0 Uslubas (55.), 7:0 Audehm (58.), 8:0 Aydin (65.), 9:0 Okumus (67.), 10:0 Audehm (80.), 11:0 Brand (82.), 12:0 Aydin (88.)

Ein halbes Dutzend Tore schenkten die A-Liga-Fußballer des VfB Lünen der Alemannia aus Scharnhorst am Sonntag ein. Der Gastgeber legte ordentlich los und spielte wie aus einem Guss. Die Führung durch Marcel Salmen (11.) war der schnelle Lohn. Nach der frühen Führung wollten die Süder schnell nachlegen. Fabian Kowalski (18.) und Abwehrmann Dustin Serges (25.) erzielten die weiteren Treffer für die Gastgeber. „Das waren 30 richtig gute Minuten“, sagte VfB-Trainer Mark Bördeling.

Erst recht, als sich Scharnhorst selbst dezimierte. Nach Foulspielen an Kowalski und Matti Bartsch sah zunächst ein Gästespieler innerhalb von fünf Minuten die Ampelkarte. Nach einem Zweikampf ohne Ball trat ein anderer Scharnhorster gegen Kowalski nach und sah die Rote Karte. „Danach haben wir das Fußballspielen quasi eingestellt“, so Bördeling weiter.

Viele Treffer in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel lange vor sich hin. Der VfB Lünen versuchte, gegen nun sehr tief stehende Gäste weitere Treffer zu erzielen. Erst 20 Minuten vor dem Ende wurden die Bemühungen der Süder, die nun die Zügel wieder etwas anzogen, belohnt.

Der eingewechselte Maik Garcia Rodriguez schraubte das Ergebnis auf 4:0 hoch (77.). Zwei Minuten später machte Salmen mit seinem zweiten Treffer das 5:0 (79.). Den Schlusspunkt setzte acht Minuten vor dem Abpfiff erneut Garcia Rodriguez, der ebenfalls mit seinem zweiten Treffer das halbe Dutzend vollmachte.

Durch den Sieg gegen Scharnhorst und der Niederlage von Sharri Dortmund gegen Gahmen rückte der VfB auf Rang drei vor. Die Plätze eins bis drei der A-Liga Dortmund nehmen somit nun drei Lüner Mannschaften ein.

Kreisliga A2 Dortmund

VfB Lünen – Al. Scharnhorst 6:0 (3:0)

VfB Lünen: Vorwick, Grass (62. Maifeld), L. Broda, Bartsch, S. Serges, Weis, D. Serges, Schulze Weiling (57. Garcia Rodriguez), Salmen, Kowalski, Kleine-Bernink (54. Hilkenbach)

Tore: 1:0 Salmen (11.), 2:0 Kowalski (18.), 3:0 D. Serges (25.), 4:0 Garcia Rodriguez (77.), 5:0 Salmen (79.), 6:0 Garcia Rodriguez (82.)

In der Kreisliga A haben die Fußballer des TuS Westfalia Wethmar mal wieder keine Punkte holen können. Im Abstiegsduell gegen den VfL Kamen II verloren die Wethmarer mit 1:2 und liegen nun zwölf Punkte hinter den Kamenern, die den ersten Nichtabstiegsplatz belegen.

Mit der ersten Hälfte war TuS-Coach Paul Mantei nicht ganz so zufrieden: „Irgendwie fehlten ein paar Prozente. Wir haben bei der Rückwärtsbewegung zu wenig gemacht und haben ein bisschen zu überhastet gespielt.“ So gingen die Kamener nach einem langen Ball und durch einen zu zögerlich rauskommenden Wethmarer Keeper Niklas Dvorak in Führung.

Vermeintliches Abseits lenkte Verteidiger ab

Die Wethmarer Verteidiger protestierten noch während der Ball in der Luft war auf Abseits und kamen deswegen etwas zu spät. Tim Schacknat erlief den Ball, überlupfte Dvorak und traf zum 1:0. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhten die Kamener nach einem Eckball. Unglücksrabe Niklas Pella köpfte den Ball nach einer Ecke ins eigene Tor. „Das waren zwei extrem unnötige Gegentore“, so Mantei.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Grün-Weißen etwas besser in das Spiel. Doch klare Tormöglichkeiten hatten die Wethmarer auch nicht. Einige Standards wurden für die Kamener Verteidigung gefährlich, doch einen Treffer erzielten die Gäste nicht. Bis dann Nico Sonnen sich aus knapp 20 Metern einen Fernschuss nahm und im Gehäuse der Kamener unterbrachte.

In der Schlussphase warfen die Grün-Weißen dann noch einmal alles nach vorne, doch es reichte am Ende nicht für ein Remis. „Die Niederlage tut weh. Es ist ein Rückschlag, aber wir werden uns nicht unterkriegen lassen und bis zum Ende kämpfen. Aus der Halbzeit sind wir ein bisschen besser rausgekommen. Im letzten Drittel fehlte dann das Quäntchen Glück“, analysierte Mantei abschließend.

Wethmars Reserve steht mit erst drei geholten Punkten weiterhin auf dem letzten Tabellenrang und die Aufgaben werden in den kommenden Wochen nicht einfacher.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

VfL Kamen II – Westfalia Wethmar II 2:1 (2:0)

Wethmar: Dvorak – Jaszmann (67. Ciernioch), Langenkämper, Stork, Jansen (78. Pohl), Voß, Pella, Sonnen, Schumann, Cillien, Löhrke

Tore: 1:0 Schacknat (31.), 2:0 Eigentor Pella (37.), 2:1 Sonnen (68.)

Die B-Liga-Fußballer des BV Lünen II haben am Sonntag einen ungefährdeten Heimsieg eingefahren. Mit 3:0 gewannen die Geister gegen die Reserve des SV Brackel, machten sich zu Beginn aber das Leben selbst etwas schwer.

Die Lüner starteten mit einer neuen Offensivreihe. Dazu waren sich nach den schweren Verletzungen von Robin Hagenmeyer und Zoran Mayanovic zuletzt gezwungen. Patrick Fischer (Foto) und Kevin Helmrich rückten nach vorne, machten ihre Sache schlussendlich solide.

„Wir haben das Spiel von A bis Z dominiert. Ich glaube, Brackel hatte gar keine Torchance. Leider Gottes haben wir uns das Leben aber selbst schwer gemacht. Wir hätten früher hoch führen müssen“, sah Gerleve eine schwache Chancenverwertung seiner Truppe.

Sieben Punkte Rückstand auf Relegationsplatz

Die Tore für die Geister erzielten schließlich Chris Studnicka (29.), Tom Mlinski (62.), der später wegen eines wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah und eben Offensivmann Patrick Fischer (70.). Rein tabellarisch ändert sich für die Geister erst einmal nichts. Der Abstand zum zweiten Tabellenplatz – das ist der Relegationsrang – beträgt weiterhin sieben Punkte.

Kreisliga B4 Dortmund

BV Lünen II – SV Brackel II 3:0 (1:0)

BV Lünen II: Gnida – Fluder, Gerleve, Moltrecht, Hoffmann, Helmrich, Studnicka, Mlinski, Goebel, Durmus, Fischer

Tore: 1:0 Studnicka (29.), 2:0 Mlinski (62.), 3:0 Fischer (70.)

Gelb-Rote Karte: Mlinski wegen wiederholten Foulspiels (85.)

TuS Niederaden holt wichtigen Sieg

Der TuS Niederaden hat am Sonntag in der Kreisliga B mit 4:2 gegen den SuS Lünern gewonnen. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen nun also wieder ein wichtiger Dreier im Kampf um den Aufstieg. Dementsprechend glücklich war TuS-Trainer Amel Mesic: „ Wir haben zehn Minuten gebraucht, aber waren dann gut im Spiel. Wir haben phasenweise richtig guten Fußball gezeigt auf dem Ascheplatz und sind verdient 2:0 in Führung gegangen.“

Maurice Althoff traf kurz vor der Pause doppelt. Auch ansonsten war der Sechser Dreh– und Angelpunkt im Spiel der Gastgeber. „Der Magier ist da. Er bringt jeden aus dem Team nochmal 20 Prozent nach vorne“, war Mesic voll des Lobes. Kurz nach der Halbzeit erhöhte Dean Williamson auf 3:0. Bis zur Schlussphase verteidigte der TuS souverän. Den Anschlusstreffer der Gäste (81.) konterten die Blauen durch ein Traumtor von der Strafraumkante vom starken Abisan Jeyaratnam postwendend.

Sonderlob für Jeyaratnam

Der Stürmer bekam von Mesic ein Sonderlob: „Er hat ein super Spiel gemacht, hat klasse für die Mannschaft gearbeitet und war torgefährlich. Mit seiner Art erinnert er mich an Thomas Müller.“ Der zweite Treffer Lünerns kurz vor Schluss war nur noch Ergebniskosmetik. Mit einem Spiel weniger hat der TuS jetzt sechs Punkte Rückstand auf die Spitze.

Niederlage mit kleinem Kader für BV-Damen

Mit gerade einmal zwölf Spielerinnen, darunter zwei angeschlagenen Kickerinnen, ging es für die Bezirksliga-Fußballerinnen des BV Lünen nach Gevelsberg. Der Gastgeber ging schon früh in Führung. In der 13. Minute konnte aber Katrin Seeger mit einem langen Ball aus gut 30 Metern die Torfrau überwinden, die zu weit vor dem Tor stand. „Warum es zur Pause dann aber 3:1 für Silschede stand, ist mir unbegreiflich. Wir hatten ein klares Chancenplus und haben selbst die Hundertprozentigen nicht im Tor unterbringen können“, sagte BV-Coach Wolfgang Rinke.

Nachdem Silschede einen Konter zum 4:1 vollendete, war das Ding durch und der Widerstand gebrochen. „Nach der Pause waren wir nicht in der Lage, das Spiel an uns zu reißen. Weitere gute Möglichkeiten blieben wieder ungenutzt, das ist sehr ärgerlich heute. Als Trainer bin ich nach der Niederlage sehr enttäuscht. Ich werde aber weiter mit meinem Team hart arbeiten“, so Rinke.

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