Spielabbruch in Lünen-Süd sorgt für Diskussionen

Fußball: Bezirksliga

Ein eisglatter Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz an der Dammwiese machte das Fußballspielen am Sonntag, 4. Dezember, gefährlich. Das Bezirksliga-Spiel zwischen dem VfB 08 und Kirchderne wurde abgebrochen. Allerdings erst nach 22 Minuten, als beim Stand von 1:0 für den Gastgeber schon zwei Akteure verletzt waren.

LÜNEN-SÜD

, 04.12.2016, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Steven Koch (r.) war ob des späten Abbruchs der Partie des VfB gegen Kirchderne verärgert.

Steven Koch (r.) war ob des späten Abbruchs der Partie des VfB gegen Kirchderne verärgert.

Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten für Glätte auf dem Süder Kunstrasen. Besonders in der hinteren Spielhälfte, zu dem die Sonnenstrahlen durch die Bäume nicht durchdringen konnten, war das Geläuf äußerst rutschig. Immer wieder und von Beginn an fielen Spieler hin.

Trauriger Höhepunkt war die 12. Spielminute: Im Kampf um den Ball stießen ein VfBer und zwei Kirchderner zusammen. Nils Behrends und David Losch verletzten sich. „David hat sich schwer am Knie verletzt, musste ins Krankenhaus. Nils hat sich die Nase gebrochen. Die ist krumm und schief“, sagte Viktoria-Trainer Volker Bolte. „Ob sie jetzt nicht mehr abstoppen konnten wegen des Platzes, kann ich nicht beurteilen.“ Die Situation ereignete sich auf der besser bespielbaren Seite des Feldes.

Nachgeholt wird die Partie laut Staffelleiter Lothar König am Sonntag, 18. Dezember.

Kurz nach dieser Szene ging Lünen-Süd mit 1:0 in Führung. Rashid Shuaib hatte Christoph Krziwanek bedient, der aus abseitsverdächtiger Position versenkte. Die 22. Minute brachte dann das Fass zum überlaufen. Bolte: „In der letzten Situation rutscht Soufyan Mohsen dem Lüner Spieler von hinten in die Beine. Der bricht ihm ja fast alle Knochen. Darauf konnte man nicht spielen. Der Spielabbruch musste sein. Der Schiri hätte normalerweise nicht anpfeifen dürfen.“

Der Meinung waren auch Verantwortliche des VfB. Schon zuvor hätten die Lüner den Unparteiischen darauf aufmerksam gemacht. Das Vorspiel – das B-Liga-Derby zwischen dem VfB II und BV Lünen (1:0) – stand wohl auch kurz vor dem Spielabbruch. „Für mich ist das ein absoluter Witz. Wir haben es dem Schiri vor dem Spiel schon gesagt. Die zweite Mannschaft wollte auch schon abbrechen“, erklärte VfB-Trainer Steven Koch. „Es legen sich Leute reihenweise auf die Schnauze beim 0:0. Er pfeift es nicht ab. Und erst nach dem 1:0 bricht er ab. Dazu fällt mir nichts ein.“

Schiedsrichter Pawel Bartoszek begründete seine Entscheidung folgendermaßen: „Ich habe das Spiel abgebrochen, weil der Platz vereist war. Es war nicht vermeidbar, dass sich Leute schwer verletzten. Zuerst habe ich die Situation anders beurteilt, aber im Laufe des Spiels hat es sich so ergeben.“

 

 

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