Sportgericht fühlt sich vom FC Brambauer „veräppelt“ - Verein verhindert Ausschluss erneut

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Dem FC Brambauer drohte nach einer ausgelassenen Spesen-Zahlung an einen Schiedsrichter erneut der Ausschluss vom Spielbetrieb. Bei der Bezahlung kam es zu mehreren Unstimmigkeiten.

von Carl Brose

Brambauer

, 28.08.2019, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Brambauer ist einem drohenden Ausschluss vom Spielbetrieb erneut aus dem Weg gegangen. Nachdem es der Verein verpasst hatte, einem Schiedsrichter die Spesen in Höhe von 36 Euro auszuzahlen, setzte der Kreis Dortmund eine Frist bis zum 24. August, um diese zu begleichen, sonst wären die Seniorenmannschaften des FC Brambauer aus dem Spielbetrieb genommen worden. Nun hat der FCB fristgerecht bezahlt und somit den Ausschluss verhindert.

Im Zuge der Begleichung kam es aber zu einigen Unstimmigkeiten zwischen dem Vorsitzenden Richter Frank-Bernd Meyer und dem Vorsitzenden des FC Brambauer Ahmet Elikalfa. Letztlich wurde der Verein mit einem Ordnungsgeld in Höhe von 200 Euro belegt - wegen Irreführung des Richters. „Ich habe mich veräppelt gefühlt. Es wurden Termine nicht eingehalten. Es wurde gesagt, dass bezahlt wurde, aber es war nichts da. Das Ordnungsgeld war dann die Konsequenz des Ganzen“, sagt Meyer zu den Hintergründen.

Für FCB ein großes Missverständnis

Für Elikalfa ist die Situation ein großes Missverständnis gewesen. Zunächst habe der Verein den Schiedsrichter an dem entsprechenden Spieltag verpasst, um ihm sein Spesen-Geld zu überreichen, dann sei eine Überweisung nicht planmäßig angekommen. „Das ist alles unfassbar unglücklich gelaufen. Die Nerven sind bei uns aktuell ziemlich strapaziert, denn wir arbeiten an allen Baustellen gerade“, so Elikalfa.

Eine E-Mail mit dem Beleg der Zahlung an den Schiedsrichter sei nicht bei Meyer angekommen, so sei es letztlich zum Eindruck der Irreführung gekommen. „Ich kann nachvollziehen, dass er sich veräppelt vorkam. Aber genauso ging es mir wegen der nicht angekommenen Mail“, sagt Elikalfa. Letztlich übergab der Verein dem Schiedsrichter das Geld in bar.

Nächste Frist Ende September

Aktuell steckt der FC Brambauer noch mitten in der Umsetzung der Auflagen, die die Bezirksspruchkammer dem Verein auferlegt hatte. Am 30. September steht die nächste Frist für die Brambaueraner an, da soll dem Kreis die Fortschritte bei der Schaffung von Strukturen vorgestellt werden. „Aktuell ist es ein Vollzeit-Job hier für uns. Wir bauen gerade alle Strukturen auf und kämpfen weiterhin für den Verein. Wir reden hier nicht nur, sondern handeln auch, deswegen werden wir alle Auflagen auch erfüllen“, so Elikalfa.

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