Stadt Lünen sperrt alle Fußballplätze

Fußball

Die Stadt Lünen hat am Freitag alle Sportplätze gesperrt. Die Trainer der Vereine ärgern sich über die frühe Entscheidung, zeigen aber auch Verständnis.

Lünen

von Von Patrick Schröer

, 02.02.2018, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laut Stadt sei das Wetter zu schlecht – die Plätze wurden gesperrt.

Laut Stadt sei das Wetter zu schlecht – die Plätze wurden gesperrt.

Freitagmittag. Kurz vor zwölf. David Littmann, Mitarbeiter der Stadt Lünen – unter anderem zuständig für die Sportverwaltung, bereitet eine E-Mail vor. Adressat: die Fußballvereine der Stadt Lünen. Inhalt der Mail: die Sperrung der Fußballplätze für das gesamte Wochenende. Aufgrund der Witterungslage sperre die Stadt Lünen am Samstag, 3. Februar, alle Lüner Rasenplätze und am Sonntag, 4. Februar, die gesamte Sportplatzlandschaft der Lippestadt.

Die Information erreicht diese Redaktion am Freitagnachmittag. Nachfragen bei der Stadt, warum genau die Sperrung bereits am Freitag erfolgt, bleiben so unbeantwortet. Die städtischen Mitarbeiter befinden sich bereits im Feierabend. Der Ärger bei den Amateurklubs, die für den Sonntag viele Testspiele vereinbart haben, ist groß.

„Ich verstehe nicht, warum uns die Stadt nicht so viel Eigenverantwortung zutraut, dass wir nach Möglichkeit selbst die Spiele absagen. Das ist einfach Mist“, beklagt Andreas Hermes, Trainer des Fußball-A-Ligisten BW Alstedde. Sein Team hätte normalerweise den PSV Bork empfangen. Die Vereine haben sich nun darauf geeinigt, das Heimrecht zu tauschen, sodass in Bork gespielt wird. Zwischen beiden Sportplätzen liegen übrigens nur fünf Kilometer.

Leer gehen Bezirksligist BV Brambauer und die Kreisligisten VfB Lünen, SV Preußen Lünen, Westfalia Wethmar U23 und BV Lünen aus. „Ich kenne die Wettervorhersage nicht, aber ich finde es schade, dass wir nicht spielen. Bevor sich jemand verletzt, ist es richtig, dass die Plätze gesperrt werden“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller, der mit seinem Team wohl eine Laufeinheit einlegen wird. „Unnötig“ findet Mark Bördeling, Coach des A-Ligisten VfB Lünen, die Sperren. „Man hätte noch abwarten können“, sagt er. Ob die Platzsperren, es ist mittlerweile die zweite in der Vorbereitung, die Testphase kaputtmachen? „Definitiv“, so Bördeling.

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