SuS Oberaden lässt Westerholt zu viel Spielraum

Handball

Mit einem klaren Sieg über Kaiserau haben die VfL-Frauen am Sonntag ihren dritten Tabellenplatz in der Verbandsliga verteidigt. Mit 31:38 mussten sich die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden bereits am Samstagabend dem SV Westerholt geschlagen geben. Lesen Sie hier alle Ergebnisse der Lüner Handballteams.

LÜNEN

, 22.03.2015, 20:36 Uhr / Lesedauer: 4 min
SuS Oberaden lässt Westerholt zu viel Spielraum

Frauen-Verbandsliga 2 TV Germania Kaiserau – VfL Brambauer 24:39 (12:20)

Die Sieben von VfL-Trainer Uli Richter, die mit einer Rumpftruppe antrat verdaute den Ausfall von Viviane Vogel gut. Brambauer fand gegen die offensiv deckende Germania gut ins Spiel und stieß immer wieder in die Lücken der TVG-Abwehr. Schon zur Pause führte Brambauer so verdient mit acht Toren Vorsprung. Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Brambauer fand im Angriff immer wieder die richtigen Mittel und trat nach Belieben. Kaiserau versuchte es nach dem Seitenwechsel noch offensiver, nahm Martha Rykowski und Nina Karau in Manndeckung.

„Das hat uns noch mehr in die Karten gespielt“, so Richter weiter. Mit vier Aktiven vor dem gegnerischen Kreis nahmen die VfL-Frauen Kaiserau jetzt nach Strich und Faden auseinander und revanchierten sich für die 21:24-Niederlage aus dem Hinspiel vor eigenem Publikum. Brambauer stieß immer wieder in die Lücken der Abwehr und führte am Ende sogar mit 15 Toren Vorsprung. Bester Werferin bei Brambauer war Nancy Neumann mit zehn Toren. Sonja Plotek kam auf sieben Treffer, davon zwei Siebenmeter.

Debüt für Lasshoff

„Das war ein verdienter Erfolg und ein guter Aufgalopp für den Pokal-Fight am kommenden Samstag“, blickt Richter schon einmal nach vorn und hofft, dass sein Team für das Spiel gegen den Oberligisten Bergkamen gerüstet ist. „Ich hoffe die Verletzten Spielerinnen sind dann wieder an Bord“, so Richter.

Vogel, die sich im Spiel vor einer Woche den dritten Kreuzbandriss ihrer Karriere zuzog, fehlt. Dafür hofft Richter, dass Sanja Lasshoff nach ihren Kreuzbandriss ihr Debüt gibt und zumindest beim Pokalspiel auf der Bank sitzt. Auch Tatjana Sahage ist nach ihrem Bänderriss im Sprunggelenk wieder im Kader .

TEAM UND TORE VfL: Piepenkötter/Wolf - N. Karau. L. Karau 7, Neumann 10, Leismann 6, Plotek, M. Rykowski 5, Pötter 7/2

Frauen-Landesliga 3 Lüner SV – SV Eintracht Dolberg 26:28 (13:14)

Ein richtig gutes Spiel lieferten die Frauen des LSV gegen den Tabellenzweiten Dolberg ab, scheiterten aber dennoch knapp und sind nun wieder auf einem Abstiegsplatz. Die Gastgeber starteten schlecht in die Partie und lagen zunächst mit 2:5 hinten. Das Team von LSV-Trainer Marcel Mai kämpfte sich aber zurück in die Partie und dreht den Spieß um. Beim 10:9 gingen die Lüner erstmals in Führung, gaben diese aber zur Paus wieder ab. Mit einem Tor Rückstand ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel erwischte wieder Dolberg den besseren Start. Nach dem 13:15 kamen die LSVerinnen aber wieder heran. Über 17:17 lag der LSV beim 26:24 fünf Minuten vor den Ende sogar gegen das Team mit der stärkste Abwehr in Führung. Doch zahlreiche Pfosten und Lattentreffer verhinderten die Sensation. Beim 26:27 haben die Lünerinnen den letzten Angriff, scheitern aber und Dolberg kontert zum Sieg. „Wir haben stark gespielt. Als Michel Schröder in Manndeckung genommen wurde dreht sich das Spiel. Das war der Knackpunkt“, so Mai, der sein Team auf das Endspiel in vier Wochen gegen Riemke vorbereitet.  

TEAM UND TORE LSV: Thoms/Fetting - Hülsewede 6, C. Schmidt 2, Mai 5, Lieneke 4, Schröder 7, J. Krause 1, A. Schmidt, Blümel 1, L. Krause, Püschel, Schneider, Holz

Verbandsliga 2 SuS Oberaden – SV Westerholt 31:38 (15:21)

Mir dieser Niederlage rutschten die "Cobras" in der Tabelle nach unten ab. Zehn Siege, ein Unentschieden und zehn Niederlagen sorgen derzeit für den neunten Platz. Doch der SuS Oberaden ist jenseits von Gut und Böse, kann weder im Auf- noch im Abstiegsrennen mitwirken. Trainer Ralf Weinberger sehnt sich allmählich nach dem Saisonende: „Es wird Zeit, dass wir bald durch sind.“

Die „Cobras“ mussten einige Rückschläge verkraften, spielen wochenlang ohne vier Stammkräfte, laufen ständig in neuen Formationen auf. Auch gegen Westerholt musste Weinberger wieder improvisieren: Die Gäste überraschten Oberaden, indem sie eine 5-plus-1-Deckung, in der Sebastian Pohl in Manndeckung genommen wurde, spielten.

Zu passiv in der Deckung

Der SuS benötigte einige Minuten, um sich zurecht zu finden, drehte die Partie aber vom zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand zur 6:4-Führung. Doch durch technische Fehler und mangelnde Torausbeute zogen die Gäste wieder davon (7:6). Entscheidend war dann die zwölfte Spielminute, als Oberadens Pascal Stennei eine 2-Minuten-Zeitstrafe kassierte. Westerholt setzte sich mit einem 6:0-Lauf auf 13:6 ab und baute seine Führung zur Pause auf 21:15 aus.

Auch im zweiten Durchgang stand der SuS viel zu passiv in der Deckung, ließ Westerholts Rückraumspielern Philipp Jacob, Thomas Kersebaum und Philip Trattner zu viel Spielraum, sodass Oberaden sogar mit 19:27 zurück lag (43.). In den Schlussminuten kämpfte der SuS, gab sich nicht auf und kam wieder heran. Doch der Abstand betrug immer mindestens fünf Tore. Westerholt erzielte mit Schlusspfiff das 38:31 und ging als verdienter Sieger vom Parkett.

TEAM UND TORE SuS: Menge/Caspari – Hajduk 1, Herold 8, Notthof 2, Pohl 6, Fehring 4, Schichler, Schumacher, Neureiter 3/2, Salzmann (n. e.), Köhler 1, P. Stennei 6, Neese  

Bezirksliga 5 Hammer SC – VfL Brambauer 35:30 (16:10)

Für Brambauer lief zunächst alles schief. „Wir fanden keinen Zugriff“, sah VfL-Trainer Ingo Nagel einen statischen Angriff und eine instabile Abwehr. Hamm führt folglich zur Pause mit 16:10. Nach der Pause traf der VfL dreimal in Folge, war aber danach aber wieder hinten dran. Hamm zog auf 28:17 weg. In den Schlussminuten betrieb der VfL noch Ergebniskosmetik, wollte sich nicht abschlachten lassen.

TEAM UND TORE VfL: Welski/Karanski - Ruch 4, Sporbeck 1, L. Langmann 2, Bangemann 1, Wolke 2, Eder 10/2, Varhatov 3, Freitag 3, Pape 3, Neve 1/1, Nowak, Karsi

TV Beckum – Lüner SV 31:31 (15:14)

In der harzfreien Sporthalle erkämpfte sich der Lüner SV einen Punkt. Dabei ging der Start in die Partie nach hinten los. Völlig überraschend lagen die Rot-Weißen schnell 3:14 hinten. Nach einer Auszeit von Trainer Jürgen Weber und einer Umstellung lief es wesentlich besser. Der LSV kämpfte sich wieder heran.

Nach der Pause verlief die Partie sehr ausgeglichen. Kurz vor Spielende lag der LSV 30:28 vorn, verwarf aber zwei dicke Tormöglichkeiten, sodass Beckum ausglich. „Unterm Strich können wir aber aufgrund der ersten viertel Stunde sehr zufrieden sein“, resümierte Weber.  

TEAM UND TORE LSV: Büllhof/Hangebrock – Hadac, Baggemann 9/6, Lammeck 5, Gores, Lühring 2, Gärtner, Schünemann 5, Miehle, Lasdowski 6, K. Maurer 3, Grammon 1

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Lüner Sport-Adventskalender
Ehemaliger Lüner Handballer: Sport macht erst wieder Sinn, wenn alle gesund und sorgenfrei sind