Tim Gehrmann ebnet den Weg zum Derbysieg

Fußball-Derby

Der VfB Lünen hat sich an der Tabellenspitze der Kreisliga A behauptet. Das Derby gegen BW Alstedde lieferte vier Schlüsselmomente.

Alstedde

, 17.02.2019, 20:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tim Gehrmann ebnet den Weg zum Derbysieg

Tim Gehrmann traf sehenswert zum 2:0 per direkt verwandeltem Freistoß. © Patrick Schröer

Die Winterpause hat lange genug gedauert, die Vorfreude auf das Spiel hatte entsprechend ausreichend Zeit, um anzuwachsen. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. In einem intensiven und weitestgehend hochklassigen A-Liga-Derby fielen schöne Tore. Letztlich besiegte der VfB Lünen am Sonntag BW Alstedde mit 4:2. Und eine Vorentscheidung in Sachen Aufstieg gab es auch.

Kreisliga A2 Dortmund

BW Alstedde – VfB Lünen

2:4 (0:1)


Der Schock:
Gut 20 Minuten waren gespielt – Alstedde hätte nach klaren Chancen von Pierre Katarzynski und Jannik Audehm führen müssen – da kam erstmals Derbystimmung auf am Heikenberg. „Wir haben am Anfang Glück gehabt, waren gar nicht richtig drin“, sagte VfB-Trainer Mark Bördeling. Sein Offensivspieler Tim Gehrmann schlug einen langen Ball aus dem eigenen Drittel – und danach selbst auf dem Boden auf. Alsteddes Audehm war deutlich zu spät gekommen, erwischte Gehrmann böse am Unterschenkel. Beide Mannschaften waren im Glück. Audehm hätte statt der Gelben Karte, die er bekam, auch vom Platz fliegen können. Und Gehrmann konnte trotz längerer Behandlung weiterspielen – sehr zum Vorteil des VfB, wie sich noch zeigen sollte.

Der Geniestreich: Gehrmann war es nämlich, der den VfB auf die Siegerstraße brachte. Mit einer schönen Volleyabnahme hatte Fabian Kowalski den VfB vor der Pause in Führung gebracht. Kurz nach Wiederbeginn nach Freistoß aus halbrechter Position, rund 20 Meter vom BWA-Tor entfernt – die ideale Position für Linksfuß Gehrmann. Mannschaftskollege Rene Harder wollte den Ball eigentlich hinter die Mauer gelupft bekommen. Doch im Gespräch mit Gehrmann lehnte dieser ab. „So einen Scheiß mache ich nicht, den knall ich in die lange Ecke. Zum Glück ging es gut“, sagte Gehrmann nach der Partie. Der Ball flog an allen Blau-Weißen vorbei unhaltbar in die Torwartecke.

Der Anschluss: Die Süder legten durch Dennis Wagner sogar das 3:0 nach, hatten Chancen auf weitere Treffer. Doch plötzlich gelang Alsteddes Steven Koczy das 1:3. Die Blau-Weißen waren nun am Drücker. Neuzugang Philipp Markwald tauchte über die rechte Angriffsseite auf und erzielte den 2:3-Anschlusstreffer.

Die Entscheidung: Letztlich blieb es aber beim Auswärtssieg der Süder. BWA musste offen machen, der VfB bestrafte das mit Kontern. Gehrmann hatte schon zweimal die Entscheidung auf dem Fuß, letztlich markierte Justin Schulze Weiling in der Nachspielzeit das 4:2. „Die brauchen nicht viele Chancen. Eiskalt machen die die Buden. So hat die effektivere Mannschaft gewonnen“, sagte Thomas Westrup. Er vertrat an der Seitenlinie Alsteddes den verhinderten Cheftrainer Tim Hermes. Entscheidend dürfte der Ausgang der Partie auch in Sachen Aufstieg gewesen sein. Der VfB und der Lüner SV II haben nun elf Punkte Vorsprung auf die engsten Verfolger – zu denen gehört als Dritter nach wie vor BW Alstedde.

BW Alstedde: Krause – Kaldubowski, Kirchhoff (76. Kayabasi), Ekici, Stojak, Katarzynski, Nowak, Markwald, Splittberger, Audehm (67. Aslan)

VfB Lünen: Vorwick – Harder, Scheuren, Weis, Garcia Rodriguez – Kowalski, Bartsch, Salmen (81. Hans) – Gehrmann, Küchler (59. Schulze Weiling), Wagner (90. Linz)

Tore: 0:1 Kowalski (36.), 0:2 Gehrmann (50.), 0:3 Wagner (65.), 1:3 Koczy (74.), 2:3 Markwald (80.), 2:4 Schulze Weiling (90.+1)

Rote Karte: Gegen Weis wegen wegen groben Foulspiels (90.+4)

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