Tim Gehrmann: „So wie wir zur Zeit spielen, sind wir kein Aufstiegskandidat“

mlzVfB Lünen

Sieben Mal hatte Trainer Mark Bördeling seine Elf auf eine Alstedder Stärke hingewiesen - und trotzdem kassierte der VfB Lünen genau so das 0:2. Tim Gehrmann dämpft die Erwartungen.

Lünen-Süd

, 07.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Enttäuschung konnte er nicht verbergen, die Derbyniederlage gegen BW Alstedde (1:3) war ihm am Sonntag klar anzumerken. „Mir fehlen etwas die Worte“, sagte Tim Gehrmann, Top-Stürmer des unterlegenen VfB Lünen, nach Schlusspfiff.

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Mit acht Treffern rangiert Gehrmann auf Rang drei der Torjägerliste der Kreisliga A2 Dortmund - wie immer also gehört er zu den Top-Torschützen der Liga. Am Alstedder Heikenberg war Gehrmann allerdings wie die gesamte VfB-Offensive über weite Strecken des Spiels abgemeldet. „Wir haben es nicht geschafft, die Dinger vorne festzumachen“, sagte Gehrmann. Alstedde habe hinten sehr gut gestanden, lobte der Linksfuß.

VfB Lünen verliert Björn Kadlubowski

Lob hatte Gehrmann aber nur für den Gegner übrig. Ziemlich angenervt war er von der Entstehung des 0:2, mit dem Björn Kadlubowski BWA auf die Siegerstraße brachte (45.). „Vor dem Spiel hat uns der Trainer sieben Mal gesagt: Alstedde wird den Ball lang spielen und hinten am zweiten Pfosten wird einer stehen. Wenn man es dann als verteidigende Mannschaft nicht hinkriegt, den Ball irgendwann zu klären - gut, dann kriegt man halt das 2:0 rein“, so Gehrmann.

Genau so fingen die Süder sich das 0:2: Freistoß von Mario Lindner nahe der Grundlinie, am zweiten Pfosten nahm Kadlubowski den Ball volley. „Das zweite Tor hat uns das Genick gebrochen“, ärgerte sich Gehrmann.

Tim Gehrmann: „So wie wir zur Zeit spielen, sind wir kein Aufstiegskandidat“

Zwei Top-Spieler, nur einer konnte sein Potenzial am Sonntag zeigen: Can Cicek (r.) erzielte das 1:0, Tim Gehrmann war oftmals auf sich alleine gestellt. © Timo Janisch

Diesen Rückstand gegen Alstedde aufzuholen, sei schwierig, so der pfeilschnelle Gehrmann. Und doch kamen die Süder dem Ausgleich nahe. Marcel Eichhorst (63.) erzielte den Anschluss, der VfB übernahm die Spielkontrolle und entfachte immer wieder Torgefahr.

Der nächste Treffer fiel allerdings - wie so oft - auf der Gegenseite. „Da hätten wir drei Mal den Ball klären können“, schimpfte Gehrmann. Doch Pierre Katarzynski entschied die Partie (80.). „Dann kriegst du die Dinger halt rein. Somit haben wir verdient verloren“, so Gehrmann.

Tim Gehrmann: „Sind zur Zeit kein Aufstiegskandidat“

Es ist die zweite 1:3-Niederlage in Serie für die Schwarz-Weißen. Da auch die Konkurrenz patzte, verteidigten die Süder zwar Platz zwei und führen das enge Verfolgerfeld hinter Alstedde mit 16 Zählern an. Zu den Nordlünern sind es allerdings schon neun Punkte Rückstand.

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Gehrmann stößt das sauer auf. Der VfB sei nicht in der Form der vergangenen Saison, wo die Süder erst in der Aufstiegsrelegation dramatisch scheiterten. „So wie wir zur Zeit spielen, sind wir kein Aufstiegskandidat. Das kann sich jeder ausrechnen. Wir sind erst wieder ein Aufstiegskandidat, wenn wir zu der Form vom letzten Jahr finden“, sagte Gehrmann.

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