Tritt der Lüner SV bald in Dortmund an?

Nach Vorfällen bei Stadtmeisterschaft

Schmähgesänge unter der Gürtellinie, ein Becherwurf gegen Stürmer Rasit Tekin und laut eigener Aussage rassistische Beleidigungen: Der Lüner SV denkt nach den Vorfällen bei den vergangenen Stadtmeisterschaften in der Halle darüber nach, künftig nicht mehr bei den Titelkämpfen anzutreten. Stattdessen steht ein Auftritt in Dortmund im Raum.

LÜNEN

, 11.01.2016, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tritt der Lüner SV bald in Dortmund an?

Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund, bestätigte den Eingang einer Mail von Thorsten Hagedorn, 2. Geschäftsführer des LSV. In dieser Mail habe sich Hagedorn erkundigt, ob der klassenhöchste Lüner Klub künftig bei den Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften antreten könne. "Im März werden wir darüber reden", sagt Grondziewski.

Die Bezirksligisten VfL Schwerte, VfB Westhofen und ETuS/DJK Schwerte dienen hier dem LSV als Vorbild. Das Trio trat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal bei den Dortmunder Titelkämpfen an. Ob das auch künftig der Fall sein wird, solle ebenfalls im März entschieden werden. "Ja, wir haben eine Anfrage gestellt", sagte gestern LSV-Sportdirektor Hasan Kayabasi. "Wir möchten in einem Gespräch mit dem Kreisvorstand aber zunächst einmal klären, ob die Möglichkeit besteht. Wir denken über diesen Schritt nach."

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Nach der Lüner Stadtmeisterschaft am 2. Januar hatte Kayabasi gesagt, man werde Vorfälle wie im Halbfinale gegen den VfB Lünen "nicht mehr dulden". Ursprünglich hatte der LSV geplant, bei einer Klausurtagung am kommenden Samstag über die künftige Teilnahme zu entscheiden. Jetzt werde der Klub aber das Gespräch mit Grondziewski abwarten. "Wir sind nicht abgeneigt", sagt Kayabasi. "Dortmund hätte mit uns auch einen attraktiven Gegner."

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