Verband lockert Haftmittelverbot - Harz offiziell erlaubt

Handball

Im Westdeutschen Handballverband (WHV) waren bisher Haftmittel wie zum Beispiel Harz offiziell verboten. Dieses Verbot wurde nun vom Verband in den Durchführungsbestimmung für die nächste Spielzeit 2011/2012 zwar nicht ganz aufgehoben, aber immerhin sehr gelockert.

LÜNEN

von Von Mats Gärtner

, 22.08.2011, 13:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verband lockert Haftmittelverbot - Harz offiziell erlaubt

Offiziell sind Haftmittel nun erlaubt, gesetzt den Fall, die Halleneigner lassen dies zu. Ergo: Ist die Heimmannschaft beziehungsweise der Hallenverantwortliche mit der Nutzung der Klebe für die Finger einverstanden, steht dem Gebrauch offiziell nichts mehr im Wege.

Michael Thieme, Vorsitzender des Lüner SV, steht der neuen Ordnung aufgrund einer Absprache mit der Stadt noch skeptisch gegenüber: "Die Hallenordnung verbietet weiterhin den Gebrauch von Harz. Ich weiß zwar, dass da viel Gesprächsbedarf mit Trainern und Spielern ist, aber solang es der Stadt missfällt, werden wir auch weiterhin eine harzfreie Halle bleiben."

VfL Brambauer verärgert über die Entscheidung

Michael Huld, seines Zeichens Vorsitzender des VfL Brambauer, verärgert die Entscheidung sogar. "Das gibt doch wieder ein Hickhack sondergleichen. Die Kommunen untersagen das Haftmittelverbot, so langsam haben sich alle drauf eingestellt und jetzt kommt wieder etwas Neues", legt er entzürnt dar. Bei der Nutzung der "Patte" in der eigenen Halle an der Diesterwegstraße lässt Huld nicht mit sich diskutieren: "Uns stört das aber nicht. Ab dem 1. September herrscht an der Halle an der Diesterwegstraße Haftmittelverbot!"

Auch wenn das aufgehobene Verbot von Spielern und Trainern zwar mit Wohlwollen aufgenommen wird, stößt es bei den Hallenverantwortlichen ganz offensichtlich noch auf Misstrauen. Nach Herzenslust darf also immer noch nicht geharzt werden - noch nicht?

 

 

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