Verband trifft Entscheidung im Sinne der Vereine

Auflösung des Fußballkreises

Grundsatzentscheidung nein, Lösung für die Vereine ja. Die Ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) hat am Samstag den Weg für den geplanten getrennten Kreiswechsel des FC Nordkirchen und Union Lüdinghausen frei gemacht. Beide Vereine atmeten auf.

KREISGEBIET

21.12.2014, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rainer Heimann, Vorsitzender des FC Nordkirchen, nannte die Entscheidung der Ständigen Konferenz eine "gute Nachricht".

Rainer Heimann, Vorsitzender des FC Nordkirchen, nannte die Entscheidung der Ständigen Konferenz eine "gute Nachricht".

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Ähnlich sieht es Robert Heitmann. Der Vorsitzende des Kreises Lüdinghausen war am Samstag bei der Sitzung der Ständigen Konferenz vor Ort. „Ich finde die Lösung im Sinne der Vereine so in Ordnung. Das war ja auch vom Kreis immer unser Bestreben, dass jeder Verein in den Kreis wechseln kann, in den er möchte.“ Heitmann berichtete zudem, dass gar nicht groß über den zugehörigen Tagesordnungspunkt diskutiert worden sei. In Arbeitsgruppen vor der Sitzung der Ständigen Konferenz sei bereits klar geworden, dass die meisten Kreisvorsitzenden sich gegen eine Satzungsänderung aussprechen würden. „Trotzdem wollte man den Weg für Nordkirchen und Lüdinghausen frei machen“, sagt Heitmann.

Die Ständige Konferenz gab daher die Empfehlung an das Präsidium des FLVW, eine Einzelfallentscheidung zu treffen. „Bei der nächsten Sitzung des Präsidiums am 9. Januar wird das dann besprochen“, so Heitmann. Der Kreisvorsitzende geht davon aus, dass das Präsidium dem Wunsch der Vereine entspricht. „So war jedenfalls die Tendenz am Samstag.“ Die aufnehmenden Kreise, also Coesfeld und Münster, hätten bereits ihre Zustimmung zu den gewünschten Wechseln gegeben. Ebenfalls erfreut über den Beschluss der Ständigen Konferenz ist man bei Union Lüdinghausen. „Das ist natürlich in unserem Sinne“, sagt Fußball-Abteilungsleiterin Gudrun Krey. Ob es jedoch wirklich zu dem geplanten getrennten Wechsel der Leichtathleten und Fußballer aus Lüdinghausen kommt, scheint offen. „Es gibt bei der Jugendabteilung eventuell die Tendenz, doch nach Coesfeld zu wechseln“, sagt Gudrun Krey. Dies habe sie jedenfalls in den vergangenen Tagen aus der Abteilung heraus gehört. Heute in einer Vorstandssitzung wolle man das weitere Vorgehen besprechen. „Sportlich sehe ich uns jedenfalls besser in Münster aufgehoben“, so Krey.

Während der offizielle Beschluss über den getrennten Kreiswechsel noch aussteht, ist seit Samstag klar, dass der Kreis Lüdinghausen im Sommer 2016 aufgelöst wird. Diesen Beschluss fasste die Ständige Konferenz einstimmig. Die Entscheidung, die sich seit dem Staffeltag des Kreises Lüdinghausen im Sommer abgezeichnet hatte, fiel Robert Heitmann jedoch nicht leicht. „Ich hänge doch auch an unserem Kreis. Wir können aber auf Dauer keinen Spielbetrieb mehr aufrechterhalten. Wir wollten nicht mehr nur reagieren, deshalb haben wir uns zu diesem Beschluss durchgerungen.“ FLVW-Präsident Hermann Korfmacher betonte am Samstag, dass er die Vereine verstehen könne, die die Kreisauflösung kritisch sehen würden. „Aber mit dem Weggang von gleich zwei großen Vereinen haben alle Gedankenspiele und Überlegungen nicht gegriffen, um einen Spielbetrieb auf Dauer zu garantieren.“ Und so ist es nun amtlich, dass die Ständige Konferenz am 4. Juni 2016 den Kreis Lüdinghausen auflösen wird. Die ehemaligen Vereine spielen dann schon eine Saison in ihren neuen Kreisen.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt