Neben der positiven sportlichen Entwicklung will die SG Gahmen auch in Sachen Infrastruktur nachziehen. Der Verein erklärt, wie der Kunstrasenplatz in Gahmen Realität und finanziert werden soll.

Gahmen

, 22.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sportlich gehört die SG Gahmen spätestens seit Beginn der inzwischen abgebrochenen Saison zu den spannendsten Vereinen Lünens. Der Aufstieg in die Bezirksliga soll so schnell wie möglich her. Doch auch die Infrastruktur an der Kaubrügge soll mitwachsen. Dafür ist der Verein bereit, zu investieren.

Jetzt lesen

Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, dass die SG Gahmen unbedingt einen Kunstrasenplatz möchte. In Lünen spielen alle Vereine auf diesem mittlerweile alternativlosen Belag. Nur beim FC Brambauer, beim TuS Niederaden (hat auch einen Naturrasenplatz) und eben in Gahmen wird noch auf der altehrwürdigen Asche gespielt.

SG Gahmen stellt Antrag bei der Stadt Lünen

Das soll sich nun ändern. Immer öffentlicher wurde in den vergangenen Wochen und Monaten darüber gesprochen, dass die Gahmener Verantwortlichen offenbar in den Planungen konkreter werden. Das bestätigt nun Hüseyin Tekin, Sportlicher Leiter der SGG.

Jetzt lesen

Der Verein habe bei der Stadt Lünen einen Antrag gestellt, um an einen Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen teilnehmen zu können, so Tekin.

Der Ausschuss für Bildung und Sport stimmte dem Antrag einstimmig zu und beauftrage die Verwaltung, „die notwendigen eigentumsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektes zu schaffen“, wie aus der öffentlichen Niederschrift der Ausschusssitzung vom 3. Juni hervorgeht.

Der Ascheplatz in Gahmen soll umgestaltet werden.

Der Ascheplatz in Gahmen soll umgestaltet werden. © Günther Goldstein

Ein paar Hürden muss die SG Gahmen noch überwinden, dann stellt das Land rund 50 Prozent der benötigten finanziellen Mittel zur Verfügung. Die andere Hälfte will die SGG selbst übernehmen.

Laut Tekin habe Gahmen bereits einige Angebote für einen modernen Kunstrasenplatz mit Korkverfüllung eingeholt. Favorisiert sei aktuell eine Ausführung, die laut Tekin zwischen 420.000 und 430.000 Euro kosten soll. Damit würde die SGG die aktuelle Spielfeldgröße beibehalten, so Tekin,

Jetzt lesen

„Wir sind am Anfang, aber guter Dinge“, sagt Tekin. Ein Kunstrasenplatz würde der SG Gahmen wohl noch einmal neue Möglichkeiten verschaffen. Zwar stieg die erste Mannschaft erst 2019 in die Kreisliga A auf und hat sich dort sofort zu einer Spitzenmannschaft entwickelt.

SG Gahmen kassiert Absagen wegen des Ascheplatzes

Doch im Jahr 2020 ist ein Ascheplatz ein großes Laster. Tekin habe auch Gespräche mit potenziellen Neuzugängen geführt, „die nur wegen des Ascheplatzes nicht gekommen sind“.

Doch das Fehlen eines Kunstrasenplatzes - gerade, wenn benachbarte Vereine wie der SV Preußen oder VfB Lünen über einen verfügen - macht sich vor allem in der Jugend bemerkbar.

Jetzt lesen

Die SG Gahmen stellte mit den B-Junioren in der Saison 2019/2020 nur eine einzige Jugendmannschaft. Auf Asche zu spielen, dafür können sich nur wenige Nachwuchsfußballer begeistern.

Lesen Sie jetzt