VfB Lünen siegt im Derby auf rutschigem Boden gegen SV Preußen

mlzFußball: Kreisliga

Mission gelungen – mit einer couragierten Leistung hat der VfB Lünen das Derby gegen den SV Preußen mit 3:2 gewonnen. Die Platzverhältnisse an der Dammwiese waren allerdings wenig prächtig.

Lünen-Süd

, 01.12.2019, 20:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Temperaturen um den Gefrierpunkt prägten das Kreisliga-A-Derby zwischen dem VfB Lünen und dem SV Preußen am Sonntagnachmittag. Denn der Kunstrasen (mit Sandfüllung) an der Dammwiese machten den Platz in Lünen-Süd in einigen Bereichen extrem glatt und damit nur schwer bespielbar. Mit den rutschigen Verhältnissen kam Gastgeber VfB Lünen deutlich besser zurecht.

Die Schwarz-Weißen erwischten einen bärenstarken Start ins Derby – kein Vergleich zum Hinspiel, als es der Elf von Mark Bördeling an Aggressivität in den Zweikämpfen fehlte. Diesmal waren die Süder von der ersten Minute an voll da, was auch direkt mit Toren belohnt wurde. Bereits nach weniger als vier Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz. Tim Gehrmann setzte sich links im Strafraum durch, legte quer auf Justin Schulze Weiling, der zum 1:0 traf (4.).

Preußen kommt schlecht in die Partei

Vom SV Preußen war in der Anfangsphase der Begegnung kaum etwas zu sehen. Das Spiel machten die Hausherren, die es aber verpassten, frühzeitig die Führung auszubauen. Oliver Maifeld, Schulze Weiling doppelt, Gehrmann mit einem gefährlichen Freistoß und auch Dustin Serges per Schuss aus dem Rückraum vergaben in der Anfangsviertelstunde gute Möglichkeiten. Erst Maifeld erhöhte in der 23. Minute auf 2:0. Maifeld selbst vergab wenig später das 3:0, haute den Ball nach Vorarbeit von Gehrmann selbst unglücklich aus dem Tor. Bei den Preußen lief offensiv, mit Ausnahme zweier Kopfbälle von Maik Frenzel (8.) und Tom Meier (22.) wenig.

Das änderte sich mit dem Seitenwechsel. Die bis dahin dominierenden VfBer – die nun die glatten Bereich das Platzes verteidigen mussten – taten sich merkbar schwerer. Die Gäste aus Preußen wurden offensivstärker, kam vermehrt zu Chancen. Luca Frenzel, der Engagierteste Preuße, holte in der 58. Minute einen Elfmeter heraus – aus VfB-Sicht äußerst unglücklich. Denn Simon Weis rutschte auf glattem Boden aus und traf Frenzel: unbeabsichtigtes Foul, aber berechtigter Strafstoß, den Luca Frenzel selbst zum 1:2-Anschluss versenkte.

Urban-Elf mit dem Anschlusstreffer

Danach kamen die Horstmarer zu Chancen auf den Ausgleich. Erst musste Mathias Kozlik einen Distanzschuss von Nico Kusserow parieren (63.), ehe Meier einen Freistoß von Sebastian Pommerin ans Außennetz köpfte (65.). Nach der fast sicheren Derbypleite war für die Elf von Stefan Urban plötzlich wieder was drin. Doch Tim Gehrmann – frei gespielt durch einen Pass vom starken Leon Broda – traf zum vorentscheidenden 3:1 (70.) für den VfB. Danach vergaben die Gastgeber mehrmals das 4:1. Gehrmann lief zweimal allein aufs Tor und scheiterte.

Auch Maifeld traf nach Diagonalpass von Broda nur das Außennetz. Der 2:3-Anschlusstreffer durch den eingewechselten Yusuf Özdemir (90.+3.) kam schließlich zu spät. VfB-Trainer Bördeling resümiert nach der Partie hochzufrieden: „Für beide Teams war es schwierig auf dem glatten Boden. Aufgrund der Vielzahl der Chancen, ist unser Sieg meines Erachtens aber hoch verdient.“

Kreisliga A2 Dortmund

VfB Lünen – SV Preußen 3:2 (2:0)

VfB Lünen: Kozlik – Seifert, Gehrmann, Scheuren (28. Grass), Weis, Hilkenbach, Maifeld (89. Garcia Rodriguez), Schulze Weiling (75. Eichhorst), Kowalski (90.+1 S. Serges), D. Serges

SV Preußen: Südmeyer – Stauch, Kusserow (75. Vom Hofe), Meier (90.+1. Herrmann), Hans, Adamsky, M. Frenzel, Gomulka (75. Özdemir), Pommerin, Goetz (67. Katlun), L. Frenzel

Tore: 1:0 Schulze Weiling (4.), 2:0 Maifeld (23.), 2:1 L. Frenzel (58./Foulelfmeter), 3:1 Gehrmann (70.), 3:2 Özdemir (90.+3.)

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