VfB Lünen unter den Favoriten: Kann Leon Broda die Geschichte seines Vaters wiederholen?

mlzLüner Hallenstadtmeisterschaften

Wenige Tage bis zur Hallenstadtmeisterschaft in Lünen: Beim VfB Lünen könnte der 19-jährige Leon Broda in die Fußstapfen seines Vaters treten. Dieser schoss den VfB vor 29 Jahren zum Titel.

Lünen

, 16.12.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der VfB Lünen gehörte in den vergangenen Jahren stets zum engeren Favoritenkreis, wenn es um die Lüner Hallenstadtmeisterschaft ging. Auch gute Platzierungen gab es für die Schwarz-Weißen aus dem Lüner Süden immer. Doch für die Stadtkrone hat es schon länger nicht gereicht. In diesem Jahr allerdings sollte man ein Auge auf einen jungen VfBer werfen: Leon Broda. Denn in ihm fließt Blut, das schon früher für VfB-Stadtmeistertitel sorgte.

Carsten Broda schoss den VfB Lünen zum Hallentitel im Jahr 1990

Wir schreiben das Jahr 1990, als Brodas Vater Carsten den VfB zur Stadtmeisterkrone schoss. Vor mehr als 1000 Zuschauern trug Carsten Broda mit seinen Toren bereits in der Vorrunde maßgeblich dazu bei, dass die Lünen-Süder ins Finale einzogen. Im Endspiel schließlich ging es gegen den Lüner SV. Eine Minute vor der Schlusssirene erzielte der damals 21-Jährige das entscheidende 3:2.

29 Jahre später nun - genau genommen am kommenden Freitag und Samstag - tritt Carsten Brodas Sohn erstmals auf das Hallenparkett bei der Lüner Hallenstadtmeisterschaft, wieder für den VfB. Ist das nun also ein Zeichen, dass das Jahr des VfB Lünen gekommen ist? Kann Broda es seinem Vater gleichtun? „Natürlich wollen wir auch Stadtmeister werden“, sagt Broda - mit 19 Jahren knapp zwei Jahre jünger als sein Vater beim Titelgewinn 1990. „In der Halle kann jeder jeden schlagen.“

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Für viele Tore ist Leon Broda in seinem ersten Seniorenjahr noch nicht bekannt. Ein Saisontor hat er seit dem Sommer erzielt. Doch das ist auch gar nicht seine Aufgabe in der VfB-Elf, in der er sich nach seinem Wechsel aus der A-Junioren des VfB Waltrop gut eingefügt hat. Der 19-Jährige hat sich zu einer wichtigen Stütze der Mannschaft von Mark Bördeling entwickelt, besticht auch durch seinen Kampfgeist, mit dem er andere im Team mitziehen und auch verbal wachrütteln kann. Für Broda eine Selbstverständlichkeit: „Jeder in der Mannschaft hat das Recht seine Meinung zu sagen. Ich glaube, das ist auch richtig und wichtig.“

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Trotz Platz drei und der Derbyniederlage gegen Gahmen im letzten Spiel des Jahres ist Broda optimistisch mit Blick auf die Rückrunde: „Nach dem Derby waren wir sehr enttäuscht, aber wir werden im neuen Jahr wieder zurückkommen. Davon bin ich überzeugt.“ Broda selbst musste in Gahmen verletzt ausgewechselt werden: „Ich bin leider im Spiel umgeknickt und habe Schmerzen im Sprunggelenk gemerkt, welches dann auch sofort angeschwollen ist“, so Broda, der aber Entwarnung gibt. „Alles halb so wild. Ich kann in der Halle spielen und habe auch schon wieder mit den Jungs in der Halle trainiert.“

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Und auf diese Titelkämpfe freut sich Broda besonders: Viele Zweikämpfe, viele Tore, einfach cool. Es ist Tradition und eines der Highlights im Jahr.“ Seine Mannschaft sieht er jedenfalls gut aufgestellt. Nicht nur haben die Schwarz-Weißen viele gute Hallenkicker, so Broda. Auch hätten die Schwarz-Weißen mehrmals in der Halle trainiert. Ist der VfB also reif für den Titel?

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In der Frage bleibt Broda dann doch zurückhaltend: „Wir wollen auf jeden Fall weiterkommen. Ich glaube, der LSV ist Favorit. Gahmen wird auch eine sehr gute Hallenmannschaft haben.“ Am meisten freue er sich auf die Duelle mit Alstedde und Gahmen in der Vorrunde: „Da haben wir nämlich was gut zu machen.“ Beide Derbys hatte der VfB zuletzt verloren.

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