VfB-Torwart Sebastian Vorwick wird gegen Gahmen eingewechselt und hält einen Elfmeter

mlzVfB Lünen

Sebastian Vorwick wurde gegen die SG Gahmen zum entscheidenden Mann für den VfB Lünen. Dabei saß der Torwart zu Beginn der Partie noch auf der Ersatzbank.

von Carl Brose

Lünen

, 19.08.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem Sebastian Vorwick erst bei der Reserve des VfB Lünen über die kompletten 90 Minute zwischen den Pfosten stand, nahm er auch noch im folgenden Spiel auf der Bank der ersten Mannschaft Platz. Dabei ahnte der Torwart noch nicht, dass er zu einem der Matchwinner der Lüner avancieren sollte. In der 42. Minute kam Vorwick dann aber wider erwartend doch zu seinem Einsatz. VfB-Keeper Lucas Koch foulte den Gahmener Stürmer Furkan Kiymaz im Strafraum - die Folge: Gelb-Rot für Koch und Elfmeter für Gahmen.

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Als neuer Torwart betrat nun Vorwick das Spielfeld und hatte gleich mal einen Elfmeter zu halten. „Als Torwart hast du dabei natürlich Nichts zu verlieren. Ich konnte praktisch nur als Sieger aus der Situation hervorgehen. Dazu hatte ich noch ein gutes Gefühl“, sagte der Towart über seinen kurzfristigen Einsatz. Das Gefühl sollte ihn nicht täuschen, denn Vorwick hielt den halbhoch geschossenen Strafstoß und damit das zwischenzeitliche 1:1-Unentschieden fest. Für ihn und seine Mannschaft eine spielentscheidende Szene am vergangenen Sonntag: „Es ging darum, dass wir gut in die Halbzeit kommen, ohne einen Rückstand. Das ist uns so gelungen. Es war dieser berühmte psychologisch wichtige Zeitpunkt.“

Spielpraxis bei zweiter Mannschaft geholt

Das gute Gefühl holte sich Vorwick aus dem Spiel zuvor mit der zweiten Mannschaft des VfB: „Es war wichtig für mich, dort etwas Spielpraxis zu sammeln, da ich jetzt länger nicht dabei war.“ Urlaubsbedingt verpasste der Schlussmann einen Großteil der Vorbereitung beim VfB, daher hatte auch Lucas Koch an den ersten Spieltagen die Nase vorne im Kampf um die Nummer eins. „Ich kann mich da ehrlich gesagt nicht beschweren. Wenn ich so lange raus bin, muss ich mich erstmal hinten anstellen“, so Vorwick über seine aktuelle Lage.

Die 90 Minuten aus dem Spiel zuvor machten sich bei ihm dabei nur teilweise bemerkbar: „Ich musste in beiden Spielen viele lange Bälle spielen, das merkt man schon in den Beinen. Dazu ist es schwer, so lange die Konzentration hoch zu halten.“ Denn Gahmen spielte in der zweiten Halbzeit zwar viel um den Lüner Strafraum, war dabei aber nur selten wirklich gefährlich.

In Zukunft peilt Vorwick aber an, auch bei der ersten Mannschaft wieder regelmäßig im Tor zu stehen: „Ich bin da noch relativ entspannt, schließlich habe ich es ja auch selbst in der Hand, ob ich spiele oder nicht. Mit einer guten Leistung im Training kann ich mich beweisen. Am Ende entscheidet sowieso der Trainer wer spielt, aber auf Dauer wäre ich schon unzufrieden, nicht zu spielen.“

Bördeling freut sich für seinen Schlussmann

VfB-Trainer Mark Bördeling ist sehr davon angetan, wie Vorwick mit seiner aktuellen Rolle als zweiter Torwart umgeht: „Ich freue mich unheimlich für ihn. In den ersten zwei Spielen haben wir uns für Lucas Koch als Nummer eins entschieden. Sebo hat das super professionell aufgenommen. Er hat das akzeptiert und gibt im Training Gas und dann wird das auch belohnt.“

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