VfL behält gegen Oberaden die Oberhand

Handball

Einen knappen 30:29-Sieg haben die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer am Samstag im Lokalduell gegen den zuvor neun Spieltage ungeschlagenen SuS Oberaden II eingefahren. Der LSV musste sich beim TV Neheim deutlich mit 26:33 geschlagen geben. In der Verbandsliga patzte der SuS Oberaden gegen seinen Angstgegner.

LÜNEN

, 03.04.2016, 14:15 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der VfL Brambauer (schwarz) setzte sich im Lokalduell gegen den SuS Oberaden II mit 30:29 durch. Damit bleiben die Brambauer Hoffnungen auf den Relegationsplatz bestehen.

Der VfL Brambauer (schwarz) setzte sich im Lokalduell gegen den SuS Oberaden II mit 30:29 durch. Damit bleiben die Brambauer Hoffnungen auf den Relegationsplatz bestehen.

Verbandsliga 2 TuS Hattingen – SuS Oberaden 40:24 (21:14)

Nachdem Handball-Verbandsligist SuS Oberaden mit drei Siegen im Monat März den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte, erwischte es die Cobras in Hattingen gestern Abend wieder einmal so richtig. 40 Gegentreffer kassierte der SuS, verpasste den Sprung auf Platz vier und musste Hattingen vorbeiziehen lassen.

Der Gastgeber kam gut in die Partie. Über 3:0 und 5:2 erspielte sich Hattingen schnell einen komfortablen Vorsprung über zahlreiche Gegenstöße. Beim 4:6 durch Sebastian Pohl schien der SuS langsam in die Partie zu finden, doch eine Zeitstrafe gegen Bastian Stennei brachte Oberaden ins Hintertreffen.

Keine Gegenwehr

Hattingen hatte nun einen Lauf. SuS-Trainer Ralf Weinberger versuchte, beim 4:9 den Rhythmus durch eine Auszeit zu brechen. Doch Hattingen traf weiter und erzielte mit dem Tor zum 11:4 durch Dominic Schimm den fünften Treffer in Folge. Der TuS hielt den Vorsprung und ging mit einem klaren 21:14 in die Kabine.

Nach dem Wechsel war der SuS nicht mehr in der Lage, Hattingen etwas entgegen zu setzen. Beim 27:17 (40.) betrug der Rückstand bereits zehn Tore. In der Schlussphase ergab sich der SuS seinem Schicksal und kassierte zehn Sekunden vor dem Ende den 40. Gegentreffer der Partie. „Uns fehlte nach dem Klassenerhalt die Anspannung, vorne wie hinten. Der TuS hat das Tempo bis zum Schluss hoch gehalten“, so Spieler Mats-Yannick Roth.

TEAM UND TORE SuS: Massat/Klepping - Herrold 2, Wagner, Pohl 7, Roth 2, Mork 4, Köhler, Stennei 6, Schichler, Rossfeldt 3

Bezirksliga 5 VfL Brambauer – Oberaden II 30:29 (16:16)

Das gesamte Spiel verlief ausgeglichen. Anfangs hatte der SuS Oberaden II die besseren Karten, führte ab dem 1:0 permanent. Über 4:2 und 7:4 setzte sich das Team von Trainer Björn Grüter auf 9:6 ab. Dann drehte Brambauer aber auf und schaffte zur Pause den 16:16-Ausgleich.

Der zweite Durchgang war ein Spiegelbild der ersten Halbzeit. Erneut konnte Oberaden II vorlegen. In der 53. Minute war der VfL aber wieder zur Stelle. Bis zum Spielende gestaltete die Mannschaft von Coach Nadim Karsifi das Spiel offen. „Insgesamt war es kein schönes Spiel. Beide Mannschaften waren nicht in Top-Besetzung. Wir sind froh, dass wir dieses Spiel trotzdem für uns entscheiden konnten“, sagte Karsifi.

Trainer Grüter zufrieden

Für ihn und Brambauer war der Sieg mit Blick auf die Tabelle enorm wichtig. Der VfL will seinen zweiten Platz verteidigen, um an einer Relegationsrunde zum Aufstieg in die Landesliga teilnehmen zu können. Der Abstand auf den Tabellendritten Soester TV II bleibt nach diesem Sieg gleich. Er beträgt weiter zwei Punkte. „Gegen Oberaden war es für uns vom Papier her das schwierigste Spiel. Jetzt müssen wir auch in den restlichen Partien nachlegen“, sagte Karsifi.

Für den SuS II hat sich trotz der Niederlage tabellarisch nichts geändert. Das Grüter-Team bleibt weiter Fünfter, hat vier Zähler Vorsprung auf den Sechsten TV Neheim. „Trotz des dünnen Kaders hat die Mannschaft meiner Meinung nach ein geniales Spiel gezeigt. Wir haben uns nicht aufgegeben. Ich bin zufrieden“, sagte Grüter. Sein Team hatte 15 Sekunden vor Schluss noch die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Coach Grüter nahm eine Auszeit und sagte einen Spielzug an, der allerdings nicht mehr zum Tor führte.

TEAM UND TORE VfL: Welski/M. Greinert – Ruch 3, Lüke 5, L. Langmann 2, Varhotov 9, Scheidereit 1, Kurt 3, P. Langmann 1, T. Greinert 5, Lasdowsky, Pape 2SuS: Makus/Schaumann/Vetter – Gonschewski 5/4, Wagner 4, Jaszmann 3, Rodefeld 2, Krock 6, Stratmann 2, Schwinger 4, Schumacher 3 

Bezirksliga 5 TV Neheim – Lüner SV 33:26 (13:12)

Zu Beginn sah es gar nicht nach einer Niederlage aus: Der LSV startete beim Tabellensechsten souverän, hatte das Spiel im Griff und führte schnell 8:4. „Wir haben viel über den Kreis gespielt, haben viel mit Gegenziehen und Rückpässen gearbeitet. Damit kam Neheim gar nicht zurecht“, analysierte Coach Jürgen Weber.

Dann stellte der Gastgeber seine Deckung von einer 5:1-Formation auf eine 4:2-Formation um. „Damit kamen wir auch noch klar. Aber irgendwie fehlte es uns zum Ende der ersten Halbzeit am Torabschluss“, sagte Weber. Seine Mannschaft ließ auf einmal zu viele freie Möglichkeiten aus. Unter anderem wurden auch zwei Siebenmeter verworfen. So kämpfte sich Neheim zurück ins Spiel und drehte das Ergebnis zur Pause.

In der zweiten Hälfte hatte der Tabellenelfte mit dem Ausfall von Spielmacher Dennis Lammeck zu kämpfen. Er bekam einen Schlag gegen den Kehlkopf. Zudem fiel Kreisläufer Mats Gärtner aus, der sich die Hand verdrehte. „Da fehlten mir einfach die Alternativen“, so Weber und weiter: „Neheim war schusssicherer. Das hat den Ausschlag gegeben.“ Trotz der Niederlage bot Marvin Dornseifer auf Rechtsaußen eine starke Partie. „Er hat seine Möglichkeiten gut genutzt“, lobte Weber.

TEAM LSV: Bülhoff/Hangebrock – Dornseifer, Kirchner, Lammeck, Gärtner, Schünemann, Baggemann, Seeger, Hadac

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