VfL Brambauer gelingt Befreiuungsschlag - Die Handballspiele vom Wochenende im Überblick

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Durchweg positiv verlief das Handball-Wochenende aus Sicht der heimischen Lüner Handballklubs. Eine Mannschaft feierte gar ihren erst Saisonsieg nach langer Durststrecke.

Lünen, Brambauer

, 17.11.2019, 14:08 Uhr / Lesedauer: 3 min

Da ist er endlich - der langersehnte erste Saisonsieg. Im sechsten Anlauf glückte den Handball-Verbandsliga-Damen des VfL Brambauer der erste zweifache Punkteerfolg der Saison. Im Heimspiel gegen den TuS Bommern bejubelte die Mannschaft von VfL-Trainer Andre Schwedler einen 25:20-Erfolg.

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„Endlich haben wir die ersten beiden Punkte im Sack“, sagte Andre Schwedler am Samstagabend und klang so, als wären ihm am Samstagabend mehrere Zentner von seinen Schultern gefallen. Schwedler selbst sagte nach dem Schlusspfiff auch, dass er beiden Teams angemerkt habe, „dass sie gerade in der Anfangsphase große Rucksäcke zu tragen hatten“. Der TuS Bommern rangiert nämlich mit bislang zwei Siegen aus sieben Spielen ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte.

Den Zuschauern wurde daher zunächst auch kein spielerischer Leckerbissen in der Halle an der Diesterwegstraße geboten. „Kampf, Einsatz und Leidenschaft waren aber da“, so Schwedler. Die Führungen im ersten Durchgang wechselten hin und her, keine Mannschaft schaffte es in der ersten Halbzeit, sich entscheidend abzusetzen. So gingen die Brambaueraner auch noch mit einer knappen 11:10-Führung in den zweiten Durchgang.

Da legten die VfL-Damen dann aber noch einmal eine Schüppe drauf und schafften es nach rund 41 Minuten beim 20:15 erstmalig ihren Vorsprung auf fünf Tore aufzubauen. „Das war dann der Erfolgsgarant, weil wir von Anfang an fantastisch gearbeitet haben“, so Schwedler, der auch Karen Jaschewski im Tor lobte, die „bombig gehalten hat“.

Hinten holte sich der VfL demnach mehr und mehr die Sicherheit und vorne spielten die Brambaueranerin den Stiefel geduldig herunter, sodass am Ende ein 25:20-Erfolg zu Buche stand. Dank des Erfolgs springen die Brambaueranerinnen nun auf den zehnten Tabellenplatz.

Verbandsliga 2

VfL Brambauer - TuS Bommern 25:20 (11:10)

VfL Brambauer: Jaschewski, Sindermann - Fleckstein (1), Ceylan (2), Holz (2), Kost (4), Trippe (2), Leismann (1), Bauer (5), Lasshof (4), Bloeß (3), Pötter (1)

„Es war sehr, sehr nervenaufreibend“, pustet es aus einem noch hörbar mitgenommenem Marcel Mai heraus. Der Trainer des Lüner SV hat mit seiner Verbandsliga-Sieben gegen Westfalia Kinderhaus den nächsten Sieg eingefahren. Durch das knappe 20:19 grüßt der LSV weiterhin von der Tabellenspitze.

Dabei gestaltete sich die Ausgangslage vor Spielbeginn gar nicht so positiv. Mit Jasmin Klostermeier fiel die letzte etatmäßige Torfrau aus, Romina Preuß war verhindert. So musste kurzfristig Maike Krause, die eigentlich noch als Jungjahrgang in der A-Jugend spielt - zwischen die Pfosten. „Sie hat das echt herausragend gemacht“, lobte Mai Krause. Durch den Ausfall von Hannah Püschel und Carla Verhasselt gingen Mai auch auf den Außenpositionen die Optionen aus.

Vor allem Krause war es zu verdanken, dass der LSV mit einer Führung in die Halbzeitpause ging. Kinderhaus deckte in einer 3-2-1-Formation. „Darauf haben wir ein bisschen spekuliert und uns in der Woche damit auseinandergesetzt.“ Doch im Spiel läuft es dann doch wie so oft etwas anders, Lünen tat sich schwer. Doch dank der Deckung und Torfrau Krause behielten die Lünerinnen die Kontrolle.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit verteidigte Kinderhaus defensiver. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zwei Minuten vor Schluss nahmen die Gäste beim Stand von 19:19 die Auszeit. Doch der Führungstreffer gelang Kinderhaus nicht, stattdessen eroberte der LSV den Ball - und ging seinerseits durch Anna Lieneke in Führung. Auch der nächste Gäste-Angriff endete mit einem Ballverlust - die Entscheidung. „Wir mussten extrem hart um diese Punkte kämpfen“, sagt Mai.

Verbandsliga 2

Lüner SV - SC Westfalia Kinderhaus 20:19 (11:10)

Lüner SV: Klostermeier - T. Schmidt (2), Lohölter (2), J. Krause (1), Rempe (3), Hins (2), Geisler (1), Schröder (1), Lieneke (4), Koeppen, M. Krause, A. Schmidt (2), Dressler (2)

Was für ein Kampf! Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer haben am Samstag einen ganz wichtigen Sieg eingefahren. Mit 21:19 behielten sie beim TuS Westfalia Hombruch II die Oberhand. Neben der kämpferischen Leistung spielte ein Spieler dabei entscheidend auf.

Torwart Manuel Welski hielt vor allem in der ersten Halbzeit bärenstark. Die Dortmunder schafften es beinahe überhaupt nicht, Welski und die ebenso starke VfL-Deckung davor zu überwinden. Bis zur 20. Minute zeigt die Anzeigetafel in der Halle Renninghausen magere zwei Tore für die Hausherren an. „Das Erfolgsrezept war eine bärenstarke Abwehrleistung 19 Gegentore sprechen für sich“, sagte Trainer Björn Grüter.

Eine gute Defensive zu stellen, war für die Brambaueraner beinahe unabdingbar. Mit nur neun Spielern - darunter Keeper Welski, Abwehrspezialist Mats Gärtner und Niklas Scheidereit aus der zweiten Mannschaft - reiste der personell gebeutelte VfL nach Hombruch. Alternativen für den Angriff hatte Grüter also nicht. Doch mit dem absoluten Siegeswillen und Wirkungstreffern in den richtigen Momenten gab Brambauer seinen anfangs erspielten knappen Vorsprung nie aus der Hand. Ole Wißemanns Treffer zum Endstand 30 Sekunden vor Schluss brachte die Entscheidung.

„Der Erfolg geht absolut in Ordnung“, so Grüter. Seine Sieben hat nun wieder ein ausgeglichenes Punktekonto und hat sich ins gesicherte Mittelfeld der Landesliga geschoben.

Landesliga 3

TuS Westfalia Hombruch II - VfL Brambauer 19:21 (8:9)

VfL Brambauer: Welski - Richter (5), Ziepel, L. Langmann (1), Eder (3/1), Wißemann (3), Gärtner, Scheidereit (2), Sporbeck (7)

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