VfL Brambauer lenkt Freiwurf ins eigene Tor zum bitteren Unentschieden - Die Ergebnisse

Handball

Der VfL Brambauer vergibt gegen Westerholt den Sieg auf bittere Art und Weise. Bei den Frauen des Lüner SV ist die Freude groß: Sie haben in der Verbandsliga vorzeitig die Klasse gesichert.

Lünen, Brambauer, Oberaden

, 17.03.2019, 21:14 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL Brambauer lenkt Freiwurf ins eigene Tor zum bitteren Unentschieden - Die Ergebnisse

Linkshänder Jonas Lüke (M.) war in den letzten Minuten mit zwei wichtigen Treffern zur Stelle. Das gilt auch für Westerholt Nikolaev Kolev (r.), der den Ausgleich besorgte. © Günther Goldstein

Landesliga 3
VfL Brambauer – Westerholt 24:24 (13:10)

Ein ganz bitterer Samstagabend für Handball-Landesligist VfL Brambauer: Mit Schlusspfiff kassierte der VfL gegen den SV Westerholt durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Westerholts Nikolaev Kolev – der VfL-Block fälschte unglücklich ab – das 24:24-Remis und verpasste es so, den achten Saisonsieg einzufahren. Damit hat sich der VfL Brambauer für den harten Kampf und seine starke Leistung im Spiel nicht richtig belohnt.

„Natürlich tut das weh und ist total ärgerlich. Aber man muss an der Stelle auch erwähnen, dass wir ein verdammt starkes Spiel in der Abwehr gezeigt haben. Westerholt hat uns einiges abverlangt“, resümierte VfL-Coach Nadim Karsifi.

Die Gäste, die aus der Verbandsliga abstiegen, kämpfen ebenfalls noch um den Klassenerhalt. Von Beginn an trat Westerholt mit breiter Brust auf, bot dem VfL Brambauer Paroli. „Das war wirklich ein gutes Spiel von beiden Mannschaften, eine reine Abwehrschlacht. Es war ein sehr intensives Spiel, in dem meine gesamte Mannschaft überzeugt hat“, so Karsifi.

Brambauer legte immer vor, Westerholt ließ sich nicht abschütteln. Dennoch gelang dem VfL zur Pause eine 13:10-Führung, die Tobias Eder per Siebenmeter-Wurf nach Wiederanpfiff auf 14:10 ausbaute. Dann kam aber Westerholt besser in Fahrt, ließ den VfL nie mehr weiter als auf zwei Tore davonziehen. Beim 19:19 glich das Team durch Kolev aus und drehte das Ergebnis.

Die letzten Minuten verliefen spannend. Die Führung wechselte ständig, sodass beide Teams mit einem Punktgewinn zufrieden sein können. „Wir hatten eine gute Einstellung. Wenn wir da weiter machen, dann sieht es auch im Kampf um den Klassenerhalt gut aus“, so Karsifi. Durch den Sieg der ETG Recklinghausen gegen Borussia Höchsten schrumpfte der Brambaueraner Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf zwei Zähler.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter, Lüke (4), L. Langmann (1), Baggemann (3), Eder (3/3), Gärtner, P. Langmann (3), Pape (3), Wißemann, Maurer (1/1), Pohl (6), Wolke

Frauen-Verbandsliga 2
Teutonia Riemke – Lüner SV 25:27 (11:14)

Große Freude bei den Handballerinnen des Lüner SV: Dank des 27:25-Sieges am Samstag auswärts bei Kellerkind Teutonia Riemke und der gleichzeitigen Niederlage von Aufsteiger PSV Recklinghausen II in Kinderhaus haben die Rot-Weißen den Klassenerhalt frühzeitig gesichert.

„Jetzt können wir die restlichen Spiele ganz entspannt angehen“, sagte Trainer Marcel Mai. Derzeit ist sein Team Tabellensechster, hat sich fest vorgenommen, diesen Platz auch am Ende der Saison einzunehmen. Auch wenn Lünen die nächsten Spiele entspannter angehen kann, will der LSV nicht nachlassen und weiter alles geben.

Gegen den SV Teutonia Riemke hatte Mai schon vor Anpfiff einige personelle Probleme. Demnach ist der LSV auch nur mit einem dezimierten Kader angetreten. Zu Beginn des Spiels ist zudem noch Thia-Carolin Schmidt umgeknickt, sodass eine weitere Rückraumalternative ausfiel. Demnach mussten Michelle Schröder und Sarah Dressler im Rückraum durchspielen und boten beide eine starke Leistung.

„Das haben die beiden wirklich super gemacht. Sie haben immer wieder Lösungen gefunden und waren sehr variabel“, lobte auch Mai. Auch wenn man am Ende merkte, dass dem LSV Alternativen fehlten – die Kräfte ließen nach – blieb der Lüner SV ruhig und spielte das Ergebnis clever herunter.

„Wir haben aus der Situation das Beste gemacht, haben nicht wilde Sau gespielt, haben zur richtigen Zeit das Tempo rausgenommen“, lobte Mai. Sein Team wurde nun mit dem Klassenerhalt belohnt.

Lüner SV: M. Krause/Klostermeier – Schröder (10/5), Lieneke (1), Köppen, T.-C.

Schmidt, Püschel (4), Lohölter (2), J. Krause (2), Rempe (1), Dressler (6), Geisler (1)

SG TuRa Halden-Herbeck – VfL Brambauer 33:25 (15:12)

Der Negativlauf bleibt weiter bestehen. Beim Top-Team SG TuRa Halden-Herbeck musste sich der Handball-Verbandsligist VfL Brambauer am Samstagabend verdientermaßen mit 25:33 geschlagen geben.

Das erkannte auch Trainer Andre Schwedler: „Man muss einfach sagen, dass es auch in der Höhe verdient war. Es hätte aber durchaus mehr herumkommen können. Da hätte aber mehr zusammenpassen müssen.“ Seine VfL-Frauen machten unterm Strich zu viele technische Fehler, die der Tabellenführer gnadenlos bestrafte. Allen voran die ehemalige Nationalspielerin Sabrina Richter, die auf der rechten Angriffsseite mit ihren 15 erzielten Treffern (sechs davon vom Siebenmeter-Punkt) wieder einmal torgefährlichste Spielerin war. Bereits im Hinspiel netzte Richter 17 Mal ein.

Die VfL-Frauen verschliefen wieder sowohl zum Spielbeginn als auch nach der Pause die ersten Minuten, gerieten so ins Hintertreffen. Dennoch kämpfte Brambauer sich immer heran. Am Ende scheiterte sie aber an den erwähnten technischen Fehlern. „Es hat nicht sollen sein. Wir haken das Spiel ab und schauen auf das nächste. Da zählen nur die beiden Punkte, um unseren Negativlauf zu beenden“, so Schwedler. Die nächste Partie steht gegen das Kellerkind Teutonia Riemke am Samstag, 28. März, um 19.30 Uhr bevor.

VfL Brambauer: Wulf/Jaschewski – Holz, Ceylan (2), Umbescheidt (2), Holste (1), Sahage, Bauer (8), Neumann Leismann, Trippe (5), Lasshof (7/4)

Oberliga
SuS Oberaden – Loxten 29:30 (15:13)

Die Enttäuschung nach Abpfiff war riesengroß. Auch wenn Handball-Oberligist SuS Oberaden am Samstag gegen Loxten mit einem ziemlich ersatzgeschwächten Aufgebot antrat – es fehlten Spielertrainer Alexandros Katsigiannis, Nico Wagner, Lauris Hajduk und Tim Holtmann sowie Kapitän Mats-Yannick Roth - präsentierte er sich sehr stark. Dennoch verloren die Cobras.

Aus der Reserve halfen Lukas Wegelin, Paul Schuchtmann und Till Stock aus, es spielte auch Co-Trainer Stephan Schichler. „Was die Jungs in Sachen Leidenschaft, Einstellung und Kampfgeist gemacht haben, war hervorragend“, sagte Roth.

Auch wenn die Cobras rein rechnerisch noch nicht abgestiegen sind, sind sie realistisch genug, um die brenzliche Situation einzuschätzen: „Mit so einer Bilanz steigen wir leider ab und das ist umso bitterer. Es fehlt der allerletzte Punch und das fehlt uns zu einer Oberliga-Truppe anscheinend“, so Roth.

Die Konkurrenz TSG Harsewinkel und TuS Möllbergen punkteten beide, sodass der SuS nun drei beziehungsweise fünf Zähler zurückliegt. Vier Spiele sind noch auszutragen. Rein rechnerisch wären acht Punkte zu holen.

Die Cobras müssen in den kommenden Spielen auf Patzer der Konkurrenz hoffen und gleichzeitig die letzten Partien für sich entscheiden, wenn sie die Klasse noch sichern wollen.

SuS Oberaden: Klepping/Makus - Lauber (3), Brenne, Noe (2), Herold (9/4), Schuchtmann (2), P. Stennei (3), Maschewski, Braach (2), B. Stennei (7), Schichler, Wegelin, Stock

Bezirksliga Hellweg
Lüner SV – Ahlener SG III 21:23 (13:12)

Einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt musste Handball-Bezirksligist Lüner SV einstecken. Im Kellerduell gegen den Tabellennachbarn Ahlener SG III gab es am Samstag eine 21:23-Niederlage.

Damit dürften die LSV-Herren wohl nur noch wenig Hoffnung auf den Ligaverbleib haben. Denn der LSV liegt jetzt bereits sechs Punkte hinter Ahlen und hat den direkten Vergleich gegen das Team auch verloren. Bei noch sechs ausstehenden Partien sind zwölf Punkte noch zu vergeben. Aus eigener Hand kann Lünen den Klassenerhalt nicht mehr schaffen, muss auf Patzer der Ahlener SG III hoffen und gleichzeitig Überraschungssiege landen.

Ärgerlich war die Niederlage vor allem, weil der LSV vier Minuten vor Spielende die Partie noch beim 20:20 durch Philipp Hadac offen gestaltete. In den letzten Minuten zog Ahlen aber davon. Der letzte Treffer von Tim Schlösser war Ergebniskosmetik. „Fast 15 Minuten in der zweiten Halbzeit ohne Torerfolg waren der Knackpunkt der Partie“, berichtete Co-Trainer Falk Wildemann.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Hadac (4), Gores (1), Schlösser (4), Schink, Rolle (2), Donat, Leder (3), Stroscher (3), J. Schlösser, Neve (4), Pein

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