VfL Brambauer macht großen Schritt in Richtung Klassenerhalt

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Der VfL Brambauer wird wohl auch 2019/2020 in der Landesliga spielen.Für die anderen Teams aus Lünen, Brambauer und Oberaden lief es am Wochenende nicht immer optimal.

Brambauer

, 31.03.2019, 22:36 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL Brambauer macht großen Schritt in Richtung Klassenerhalt

Leo Langmann und der VfL erkämpften sich trotz einer schwachen Leistung in der ersten Halbzeit den wichtigen Heimsieg gegen die ETG Recklinghausen. © Weitzel

Der 26:24-Sieg gegen die ETG Recklinghausen war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Handball-Landesligist VfL Brambauer tat sich am Samstagabend gegen den Tabellenvorletzten allerdings schwer.

Landesliga 3

VfL Brambauer - ETG Recklinghausen 26:24 (8:13)

Vom Klassenerhalt wollte Brambauers Trainer Nadim Karsifi allerdings noch nichts wissen. „Das würde ich noch nicht sagen. Aber wir haben einen sehr, sehr großen Schritt gemacht“, sagte der Trainer des VfL.

Die Brambaueraner haben zwar 20 Punkte auf dem Konto, aber nur vier Punkte Vorsprung auf den Drittletzten TV Brechten. Brechtens zwölfter Platz bedeutet in einer Liga, in der sich die Hälfte aller Teams im Abstiegskampf befindet, am Ende der Saison wahrscheinlich das Nachsitzen in einer Abstiegsrelegation.

Zwei Zähler für den Klassenerhalt

Zwei Punkte, brauche der VfL deshalb noch, um gerettet zu sein, glaubt Karsifi: „Dann sollte es sicher sein.“ Unglücklich für die Brambaueraner: Beinahe alle Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt haben ihre Spiele ebenfalls gewonnen.

Überhaupt nicht sicher war allerdings der doppelte Punktgewinn am Samstagabend. Der VfL holte in der zweiten Halbzeit einen Fünf-Tore-Rückstand auf. Nach einem sorglosen Ballverlust musste Brambauer sogar trotz eines Zwei-Tore-Vorsprungs 15 Sekunden vor Schluss nochmal zittern. Doch Tobias Eder machte mit dem Treffer zum Endstand den Sack zu.

Potenzial für Halbzeitführung war eigentlich da

Apropos Sack zu machen. Das hätte der VfL schon in der ersten Halbzeit machen können, so Karsifi. Die ETG, für die es nach der Niederlage als Vorletzter schwierig wird, die Klasse zu halten, präsentierte sich als klar unterdurchschnittliche Landesliga-Mannschaft. Doch der VfL zeigte an beiden Enden des Parketts eine schwache Leistung, agierte in der Deckung und im Torabschluss überhaupt nicht konsequent. „Die Taktik ist überhaupt nicht aufgegangen“, sagte Karsifi. Statt mit einer beruhigenden Führung ging es mit 8:13 in die Kabinen. In Durchgang zwei gelang dann eine klare Leistungssteigerung. „Alle haben einen Riesenkampf bewiesen. Man hat gesehen, was man erreichen kann, wenn der Kampf da ist“, so Karsifi,.

Die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV hatten sich vorgenommen, das Aufstiegsrennen noch mal spannend zu machen. Sie wollten Spitzenreiter SG TuRa Halden-Herbeck so lange wie möglich ärgern. Der Plan ging beim 26:32 am Sonntag allerdings nicht ganz auf.

Das war die zehnte Niederlage in Serie: Die Oberliga-Handballer des SuS Oberaden haben auch ihr vorletztes Heimspiel der Saison gegen den Soester TV am Samstag-Abend mit 29:27 verloren.

Oberliga

SuS Oberaden – Soester TV 29:37 (15:17)

Für die Cobras ging es um nichts mehr. Sie standen bereits in der Vorwoche nach der Niederlage beim TuS Möllbergen frühzeitig als Absteiger in die Verbandsliga fest. Dennoch hat sich der SuS als Aufgabe fest vorgenommen, sich in den letzten Spielen noch einmal gut zu präsentieren, um sich würdig aus der Oberliga zu verabschieden. Dies gelang dem Team auch in bestimmten Phasen des Spiels.

„Wir haben etwas gebraucht, um stimmungsmäßig ins Spiel zu finden. Dann haben wir das meiner Meinung nach aber gut gelöst“, resümierte Kapitän Mats-Yannick Roth.

Angeschlagene Cobras bis zur Halbzeit noch dran

Bedingt durch einige angeschlagene Spieler liefen die Cobras nicht mit ihrer eingespielten Mannschaft auf. Doch Oberaden gab nicht auf, kämpfte sich nach Rückstand zur Pause heran. Dem Team gelang eine Aufholjagd.

Im zweiten Spielabschnitt fing sich Soest aber wieder, hatte viele Lösungen parat und setzte sich Stück für Stück ab. „Auf 60 Minuten gesehen waren wir die schwächere Mannschaft, die verdient verloren hat, auch wenn die Tordifferenz zu hoch ausfiel“, sagte Roth.

Trotz der Niederlage ragte ein SuS-Akteur besonders heraus: Rückraumspieler Pascal Stennei machte sein bestes Saisonspiel und war mit zwölf Toren bester Schütze. Auf die Cobras warten jetzt noch zwei letzte Saisonspiele.

SuS Oberaden: Klepping/Makus – Lauber (4), Brenne, Noe (1), Herold (4/1), Katsigiannis, P. Stennei (12), Braach (2), B. Stennei (3), Holtmann, Wagner (2)

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – Halden-Herbeck

26:32 (11:18)

Aufsteiger Lünen war dem Top-Team aus Hagen deutlich unterlegen. Dabei startete Lünen gut ins Spiel, gestaltete die ersten Minuten völlig ausgeglichen und führte sogar 4:3. Nach gut sieben Minuten drehte die SG TuRa Halden-Herbeck aber das Spiel, setzte sich innerhalb von drei Minuten auf vier Tore ab (8:4).

Dann legten die Gäste richtig los, schraubten das Ergebnis zur Pause auf 18:11. Allen voran die ehemalige Nationalspielerin und Linkshänderin Sabrina Richter, die mit ihren zwölf Toren wieder einmal nicht zu stoppen war. In dieser Phase machten die LSV-Frauen zu viele einfache Fehler, die die Gäste immer wieder mit einem Gegenstoß ausnutzten.

Lünen kommt nur auf fünf Tore heran

In der zweiten Halbzeit gestaltete Lünen das Spiel etwas ausgeglichener, kam zwischenzeitlich sogar auf fünf Tore heran. Halden-Herbeck spielte den Stiefel herunter, ließ die Partie zu keinem Zeitpunkt mehr anbrennen. „TuRa Halden-Herbeck hat eine wirklich tolle Truppe, die das Rennen um den Aufstieg auch machen wird.

Man hat auch diesmal gemerkt, dass Erfahrung viel ausmacht. Das geht so alles völlig in Ordnung“, sagte Lünens Trainer Marcel Mai. Erfreulich war, dass die vielen Jugendspielerinnen wieder viele Einsatzminuten erhielten. So spielte unter anderem Torfrau Maike Krause erstmals eine gesamte Halbzeit.

Lüner SV: Krause/Klostermeier – Schröder (3/1), Lieneke (2), Hülsewede (1), Koeppen (1), T.-C. Schmidt (7/2), Püschel (2), Lohölter (1), C. Schmidt, Krause (1), Marre (5/4), A. Schmidt (3), Rempe

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV sind gegen den TV Beckum, der tabellarisch in Reichweite war, sang- und klanglos untergegangen und stehen zugleich unmittelbar vor dem Abstieg.

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – TV Beckum

23:43 (10:20)

Bei noch vier ausstehenden Partien – in denen rein rechnerisch acht Zähler möglich wären – liegt der LSV sechs Punkte hinter dem Vorletzten Ahlen III. Falls Lünen am nächsten Spieltag beim Soester TV II verlieren sollte, wäre es definitiv abgestiegen.

„Wir hatten uns gegen die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga durchaus Chancen ausgerechnet. Aufgrund unserer mangelnden Personallage waren wir von Beginn an schon chancenlos“, sagte Lünens Co-Trainer Falk Wildemann.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Hadac (6/2), Gores (3), Dornseifer, Mai (2), Schlösser, Leder (2), Stroscher (5), Neve (5), Miehle (2)

Andre Schwedler, Coach der Handballerinnen des VfL Brambauer, sah fast ein ähnliches Spiel wie schon zuvor am Donnerstagabend im Nachholspiel gegen den SV Teutonia Riemke. Sein Team zeigte eine ähnliche Leistung, trennte sich diesmal aber 25:25 von der HSG Schwerte-Westhofen.

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer –

HSG Schwerte-Westhofen

25:25 (8:14)

Gegen Kellerkind Schwerte-Westhofen war nicht mehr drin. Wie schon am Donnerstagabend zeigte der VfL zu Beginn keine gute Leistung, steigerte sich erst nach der Pause. „Da gab es tatsächlich Parallelen zum letzten Spiel“, gab Schwedler zu. Im Angriff verwarf seine Mannschaft viele freie Bälle. So musste Brambauer zusehen, wie sich Schwerte-Westhofen, das noch um den Klassenerhalt bangt, immer mehr absetze.

Starke zweite Hälfte sichert einen Punkt

Nach dem Seitenwechsel zeigten die VfL-Frauen ein ganz anderes Gesicht. „Die Abwehr stand wesentlich besser und auch vorne haben wir endlich getroffen. Wir waren einfach konzentrierter“, sagte Schwedler. So kämpfte sich sein Team Stück für Stück heran, glich beim 23:23 aus. Kurz vor Schluss führte der VfL sogar 25:24, kassierte aber durch einen Siebenmeter den Ausgleich. Der letzte Wurf mit Schlusssirene wurde dann von der gegnerischen Torfrau pariert. „Das wäre auch viel zu glücklich gewesen. Das Remis geht in Ordnung“, so Schwedler.

VfL Brambauer: Sindermann/Jaschewski – Ceylan (1), Holz (2), Holste (1), Sahage (2), Rohr, Köse, Leismann (3), Kindmann, Neumann (5), Bauer (4/2), Lasshof (6/6), Umbescheidt (1)

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