VfL Brambauer steht vor Spiel eins an der Tabellenspitze

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Ziemlich rund läuft es für die beiden Lüner Vereine in der Frauen-Verbandsliga. Anders sieht es bei den Herren-Mannschaften der Region aus, die alle noch Punkte gegen den Abstieg benötigen.

Lünen, Brambauer

, 07.02.2019, 15:08 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL Brambauer steht vor Spiel eins an der Tabellenspitze

Verena Leismann (M.) und der VfL Brambauer eroberten in einem spannenden Spitzenspiel gegen Wettringen die Tabellenführung. Diese zu verteidigen, wird nun schwieriger als gedacht. © Günther Goldstein

Frauen-Verbandsliga 2
PSV Recklinghausen II – VfL Brambauer

Plötzlich sind die Frauen des VfL Brambauer Tabellenführer in der Handball-Verbandsliga. Nun steht mit dem PSV Recklinghausen am Sonntag (13.45 Uhr, Haltener Straße 125, Recklinghausen) die erste Aufgabe zur Verteidigung des ersten Platzes an.

Der VfL hat nach dem 21:19-Sieg im Spitzenspiel gegen den FC Vorwärts Wettringen die Tabellenführung übernommen. Die Brambaueranerinnen sind derzeit punktgleich mit dem Zweiten SG TuRa Halden-Herbeck. „Natürlich ist das eine schöne Momentaufnahme“, sagt Trainer Andre Schwedler.

Doch er kann die Situation auch mit Blick auf das nächste Spiel am Sonntag beim Drittletzten PSV Recklinghausen II realistisch einschätzen: „Wir haben einen dünnen Kader, werden am Sonntag auch nicht komplett auflaufen können. Das wird für uns sehr schwierig.“ Die ohnehin schon kleine Truppe wird derzeit weiterhin dezimiert.

Amelie Neumann fehlt die nächsten Wochen, zog sich zuletzt gegen Wettringen einen Kapselriss mit Knochenabsplitterung im Finger zu. Zudem muss Torfrau Karen Jaschewski, die die letzten Wochen überragende Leistungen zeigte, wegen ihres Urlaubes passen. Auch Torfrau Swantje Wulff kann nicht spielen, da sie parallel pfeifen muss. Unter der Woche laborierten zudem einige Spielerinnen an einer Erkältung. „Wenn es gut läuft, haben wir am Sonntag zehn Spielerinnen“, so Schwedler.

Seine Mannschaft muss in Recklinghausen ihr Augenmerk auf die beiden Spielmacherinnen Kathrin Hellwig und Stefanie Willebrandt legen. „Die beiden sind die spielentscheidenden Figuren“, so Schwedler. Das Saisonziel, 20 Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, hat der VfL Brambauer erreicht. Auch wenn er derzeit Spitzenreiter ist, weiß er, dass es sehr schwierig wird, diese Position zu verteidigen.

FC Vorwärts Wettringen – Lüner SV

Nach dem deutlichen Sieg bei der HSG Hohenlimburg haben die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV wieder Selbstvertrauen nach der bitteren und ärgerlichen Derbyniederlage gegen den VfL Brambauer getankt.

„Auch wenn nicht alles zuletzt gut war, haben wir aber über weite Phasen gezeigt, dass wir das Spiel im Griff hatten“, so Trainer Marcel Mai. Der LSV-Coach wünscht sich, dass seine Mannschaft am Sonntag, 10. Februar, um 17 Uhr beim Top-Team FC Vorwärts Wettringen (Friedhofstraße 20, Wettringen) an die guten Phasen anknüpfen kann. Im Hinspiel gelang dem LSV noch ein Sieg.

„Damals hat uns Wettringen aber auch unterschätzt“, sagt Mai. Damit rechnet der LSV-Coach jetzt nicht mehr: „Das wird Wettringen nicht mehr passieren. Wir stellen uns auf einen starken Gegner ein.“

Die Stärken des Gastgebers liegen eindeutig in der Defensive. Mit gerade einmal 278 kassierten Gegentreffern stellt Vorwärts Wettringen die beste Defensive der gesamten Liga. Zuletzt verlor Wettringen knapp mit 19:21 beim VfL Brambauer im Spitzenspiel, rutschte dadurch auf Platz vier ab. Aber auch in diesem Spiel zeigte es seine Defensivstärke.

„Natürlich wissen wir, dass es für uns nicht einfach wird. Aber wir gehen dieses Spiel entspannt an und machen uns keinen Druck“, so Mai. Der Abstand der beiden Mannschaften beträgt fünf Punkte. Der LSV hat sich im Mittelfeld etabliert, benötigt aber noch weitere Punkte für den Klassenerhalt.

Am Sonntag kann Mai auf fast alle Spielerinnen zurückgreifen. Torfrau Romina Preuss fehlt aber beruflich. Dafür rückt die B-Jugendliche Maike Krause in den Verbandsliga-Kader. Michelle Schröder muss gesundheitlich passen (Grippe).


Oberliga
ASV Hamm-Westfalen II – SuS Oberaden

Auf Handball-Oberligist SuS Oberaden wartet der nächste starke Gegner. Am Samstag, 9. Februar, gastieren die Cobras um 19.30 Uhr (Werner-Figgen-Weg, Hamm) beim Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen II.

Auch wenn die Mannschaft von Spielertrainer Alexandros Katsigiannis zuletzt deutliche Niederlagen einfuhr, will er sich nicht direkt seinem Schicksal ergeben. „Wir wissen, dass es dort schwierig wird. Aber dass wir gegen solche Teams mithalten können, haben wir schon öfter bewiesen“, so Katsigiannis.

Im Hinspiel beispielsweise lieferte der SuS seine beste Saisonleistung gegen den ASV Hamm-Westfalen II ab, verlor nur knapp. „Um dort eine Chance zu haben, müssen wir an unser Limit gehen und es muss an dem Tag alles passen. Wir werden dafür alles tun“, so Katsigiannis.

Besonders in Acht sollten die Grün-Weißen sich vor Julian Krieg im rechten Rückraum nehmen. Der Linkshänder, der bereits in der Bundesliga auflief und auch in der ersten Liga in der Schweiz aktiv war, ist Dreh- und Angelpunkt des ASV II. Er ist stets torgefährlich und immer für sieben, acht Treffer gut, wirft auch die Siebenmeter und übernimmt viel Verantwortung.

Generell ist die Zweitliga-Reserve stark besetzt. Für den SuS Oberaden gilt es in Zukunft aber auch wieder einen Überraschungssieg zu landen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Die Cobras benötigen dringend Punkte für den Ligaverbleib. Derzeit sind sie Drittletzter mit 8:24-Zählern und somit punktgleich mit dem Vorletzten TuS Möllbergen. Schlusslicht TSG Harsewinkel liegt zwei Punkte dahinter.

Neuzugang aus Dortmund

Mit Blick aufs Personal sieht es bestens aus, Katsigiannis hat alle Mann an Bord. Ab der kommenden Saison kann der Spielertrainer auch Patrick Müller zu seinen Schützlingen zählen. Der 21 Jahre alte Rückraumspieler wechselt im Sommer vom Verbandsligist OSC Dortmund an den Oberadener Römerberg.


Landesliga 3
Brambauer – ASC Dortmund

In der Landesliga 3 bleibt es weiter spannend. Der VfL Brambauer steht im Mittelfeld auf Platz acht und ist somit punktgleich mit dem Sechsten RSV Altenbögge. Doch auf den Vorletzten ASV Hamm-Westfalen III sind es nur vier Punkte Vorsprung.

Am Sonntag, 10. Februar, will der VfL Brambauer um 18 Uhr (Diesterwegstraße 7a, Lünen) die nächsten Punkte einfahren. Gegner ist der ASC 09 Dortmund, der auf Platz vier steht und drei Zähler mehr aufweist.

Der VfL stellt sich auf ein schwieriges Spiel ein. Denn der ASC hat mit Blick auf die Hinspiel-Niederlage gegen den VfL einiges wieder gut zu machen. „Wir werden am Sonntag sicher nicht so einen deutlichen Sieg wie noch im Hinspiel einfahren“, ist sich VfL-Coach Nadim Karsifi sicher. Die Gäste werden sich wesentlich stärker präsentieren.

Der mit Abstand wichtigste Akteur im ASC-Spiel ist sicherlich Marc-Andre Bradtke, der stets torgefährlich ist und die Spielübersicht hat. Ihn gilt es, in den Griff zu bekommen. Ansonsten muss Brambauer sich auf seine eigenen Stärken besinnen, muss wieder eine starke Deckung stellen, wie zuletzt in Hamm.

Karsifi fordert aber auch zugleich eine Steigerung im Angriffsspiel: „Da müssen wir spielerisch wieder mehr überzeugen.“ Rafael Pape wird gegen den ASC weiter fehlen (Bänderriss). Ansonsten dürften alle VfL-Spieler einsatzbereit sein.


Bezirksliga Hellweg
Lüner SV - TuS Jahn Dellwig

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV haben nach dem 29:29-Remis beim TuS Jahn Dellwig die Rote Laterne wieder an die Ahlener SG III abgegeben. Das Team von Spielertrainer Christian Neve hat jetzt einen Punkt Vorsprung auf Ahlen.

Am Samstag, 9. Februar, empfängt der LSV um 19 Uhr den Hammer SC (Kurt-Schumacher-Straße 41-49, Lünen). Ein Team, das lange zu den Spitzenmannschaften der Liga zählte, sich vor der Saison personell aber stark gewandelt hat und derzeit Tabellensiebter ist.

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