VfL-Frauen spielen remis / SuS verliert in Westerholt

Handball

Für die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer hat es am Samstag im Heimspiel gegen Siegen das vierte Unentschieden der Saison gegeben. Nach kämpferisch guter Leistung glich der Tabellenfünfte in letzter Sekunde aus. Die Handballer des SuS Oberaden mussten hingegen eine Auswärtsniederlage beim SV Westerholt hinnehmen.

LÜNEN

, 31.01.2016, 17:24 Uhr / Lesedauer: 4 min
Angelina Pötter kämpfte sich mit den VfL-Frauen am Samstag zum Unentschieden gegen Siegen.

Angelina Pötter kämpfte sich mit den VfL-Frauen am Samstag zum Unentschieden gegen Siegen.

Frauen-Verbandsliga 2 VfL Brambauer – RSVE Siegen Handball 26:26 (14:14) 

Brambauer war gewarnt, weil die Siegenerinnen als Tabellenneunter in der Vorwoche die Ahlener SG haushoch geschlagen hatten. Doch der VfL zeigte sich davon unbeeindruckt und war von Beginn an im Spiel. Die Sieben von Trainer Uli Richter führte direkt und war fast über die gesamte erste Hälfte knapp vorn. Der Gast gab sich jedoch nie auf und blieb stets auf den Fersen, sodass das 14:14-Halbzeitergebnis in Ordnung ging.

Schwierigkeiten bereitete jedoch die Gegenspielerin Victoria Scheben. „Sie war die stärkste Frau auf der Gegenseite“, so Richter. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch vom Siebenmeterpunkt war sie eiskalt. Richter: „Da hatte unsere Torfrau keine Chance.“ Scheben wurde später in Manndeckung genommen. So erging es auf Brambauer Seite auch Martha Rykowski.

Mit Tempo nach vorne

Zu Beginn der zweiten Hälfte schlich sich beim VfL der bekannte Schlendrian ein. „Wir standen nicht sicher in der Deckung“, erklärt Richter. Zwischenzeitlich lag das Team aus der Diesterweghalle mit drei Treffern hinten. Richter: „Dann erwachte aber unser Kampfgeist.“

In der letzten Minute gelang den VfL-Frauen der Ausgleich zum 25:25, ehe man 20 Sekunden vor dem Ende erneut in Rückstand geriet. Brambauer spielte mit Tempo nach vorne. Schließlich wurde Sanja Lasshoff gefoult und es sollte noch einmal einen Siebenmeter geben. Spielführerin Nina Karau trat zur letzten Aktion der Partie an den Siebenmeterpunkt, behielt die Nerven und bescherte ihrem Team einen verdienten Heimpunkt.

TEAM UND TORE VfL: Wulf/Piepenkötter - Karau 6/6, Rykowski 7, Seidel, Sahage 1, Karschewski, Pötter, Rohr, Leismann 4, Lasshoff 6/4, Umbescheidt 2

Verbandsliga 2 SV Westerholt – SuS Oberaden 23:21 (13:9)

Der Hertener Gastgeber überraschte die SuS-Cobras zu Beginn des Spiels und erzielte zügig Tore durch schnelle Gegenstöße. Nach acht Minuten lagen die Grün-Weißen deutlich mit fünf Treffern hinten bei nur einem eigenen Tor. Denn das große Manko der Oberadener war einmal mehr die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive.

„Chancen hatten wir genug“, sagt SuS-Spieler Mats-Yannick Roth. „Doch unsere Torquote war unterirdisch. Das zieht sich ja schon durch die ganze Saison bei uns.“ Immerhin wurde zu Mitte der ersten Halbzeit die Abwehr der Sieben von Trainer Ralf Weinberger stabiler. „Da sind wir besser in Spiel gekommen, haben gut gestanden, aber weiter versäumt, vorne unsere Tore zu machen“, so Roth. So lag man zur Pause mit vier Toren in Rückstand.

In der zweiten Hälfte hatte die Mannschaft aus der Römerberghalle gleich mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich, den sie aber verpasste. „Westerholt war da um einiges abgezockter“, erklärt Roth. Der Tabellensiebte, bestückt mit vielen erfahrenen Akteure, nutzte vor allem zwischen der 50. und 55. Minute viele Torchancen. Für den SuS, jetzt Tabellenelfter, geht es in der nächsten Woche im Derby gegen Bergkamen weiter.

TEAM UND TORE SuS: Massat/Klepping - Köhler 3, Fehring 3/3, Pohl 3, Roth 2, Mork 4, Stennei 5, Schichler 1, Rossfeldt

Frauen-Landesliga 3 Westfalia Kamen – Lüner SV 28:23 (14:10)

Der Start in die Partie lief gut für den LSV. Vor allem Celina-Marie Schmidt überzeugte mit drei Treffern. Daraufhin fiel das Spiel der Gäste jedoch immer mehr in sich zusammen. Zudem musste der LSV kurz vor der Pause auf gleich drei Spielerinnen wegen Zeitstrafen verzichten.

In der Folge gelang es Kamen, den Vorsprung von 12:10 auf 15:10 auszubauen. Der Rückstand ließ die Motivation der Lünerinnen in den Keller sinken. Besonders in Bezug auf Kampfgeist und Einsatz vermisste Coach Marcel Mai einiges. In Minute 40 kam das Team dann allerdings noch auf 16:18 heran. Allerdings baute Kamen, im Zuge einer Zeitstrafe für den LSV, die Führung wieder auf vier Tore aus. D

ie Chance, diesen Rückstand erneut auf zwei Tore zu verkürzen, bot sich in der 52. Minute. Doch nachdem Lünen einen Siebenmeter vergeben hatte, zog Kamen auf 27:20 davon. „Wir haben ein grottenschlechtes Spiel gezeigt und verdient verloren. Für mich lag der Knackpunkt aber kurz vor der Halbzeit, als wir drei Zeitstrafen kassiert haben“, so Mai. Mit der Niederlage rutscht der LSV auf Rang zehn ab. 

TEAM UND TORE LSV: Klostermeier, Fetting - Schwinger 4, Schroeder 1, Lieneke 1, Bluemel, Hülsewede 10/7, Köppen, Püschel 1, Lohoelter, C. Schmidt 3, Krause 3, A. Schmidt.

Bezirksliga SG Massen – VfL Brambauer 29:26 (11:12)

Spitzenreiter Altenbögge hatte am Vormittag in Brechten verloren, doch der VfL Brambauer verpasste es am Sonntagabend, in Massen die Tabellenführung der Handball-Bezirksliga zu übernehmen.

„Wir haben eine große Chancen liegen lassen“, sagte VfL-Trainer Nadim Karsifi. Die Niederlage beim Tabellenneunten lässt er aber nicht auf sich beruhen. „Was die Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit mit uns gemacht haben, war nicht in Ordnung. Das war gefährlich für die Gesundheit meiner Spieler“, so Karsifi. Er legte nach Spielschluss Einspruch ein.

„Ein Schiedsrichterbeobachter hat unsere Meinung bestätigt“, sagte der VfL-Coach. Große Hoffnungen auf ein Wiederholungsspiel hat Karsifi aber nicht: „Es wäre aber ein richtiges Zeichen, wenn wir mit dem Einspruch Erfolg hätten.“ Karsifi gab allerdings auch zu, dass sein Team „ein schlechtes Spiel“ gezeigt habe. „Wir waren noch nicht reif genug für diese Prüfung“, befand Karsifi. 

TEAM UND TORE VfL: Welski, M. Greinert - Benden 4, Sporbeck 5, Lüke 1, L. Langmann, Varhotow 1, Eder 7, Kurt, P. Langmann 1, T. Greinert 2, Lasdowski, Pape 4  

Lüner SV – SuS Oberaden II 25:35 (14:19)

Erst schauten sie im Jugendraum des Lüner SV gemeinsam den EM-Triumph der deutschen Handballer, dann trafen sie in der Rundsporthalle aufeinander. Das Bezirksliga-Derby zwischen dem LSV und der SuS-Reserve ging am Sonntagabend deutlich an die Oberadener.Das Team von Björn Grüter hat damit als Tabellensechster weiter ein positives Punktekonto. Die Lüner hingegen müssen als Zehnter immer noch nach unten schauen.

Dabei war die Mannschaft von Jürgen Weber ordentlich ins Spiel gestartet, hielt bis zum 7:8 gut mit. „Dann stand die Abwehr nicht mehr“, so Weber. Oberaden ging 15:10 in Führung und hielt diesen Vorsprung fortan ohne größere Schwierigkeiten. „Am Ende haben wir aufgemacht. Dann ist Oberaden richtig weggezogen“, sagte Weber. „Uns hat wieder das spielerische Element gefehlt. Und Konstanz fehlt ja schon die ganze Saison.“

Deutlich zufriedener wirkte SuS-Coach Grüter. Dabei hatte sein Team erst Probleme, nach dem EM-Finale ins Spiel zu finden. Dann konnte sich Grüter auf seinen überragenden Halblinken Hendrik Schuchtmann (elf Tore) verlassen: „Er konnte werfen, wie er wollte.“

TEAM UND TORE LSV: Bülhoff, Hangebrock - Hadac, Baggemann 3, Dornseifer 1, Lammeck 5, Lühring 4, Bekel, Schünemann 1, Grammon 2, Miehle 1, Kirchner 8/3, Maurer SuS: Marcus, Schaumann - Gonschewski 1, Wagner 4/1, Rodefeldt 5, Tietz 10/5, Neureiter 1, Schuchtmann 11, Grosser, Stratmann 2, Schumacher 1

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