VfL verliert den Faden / "Cobras" zeigen Moral

Handball

Die Verbandsliga-Damen des VfL Brambauer haben zum Jahresauftakt eine Niederlage einstecken müssen. Am Sonntag unterlag der VfL beim ASV Hamm-Westfalen 29:32 (18:18). Die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden sind zurück in der Erfolgsspur.

Brambauer/Oberaden/Lünen

, 14.01.2018, 21:31 Uhr / Lesedauer: 5 min
VfL verliert den Faden / "Cobras" zeigen Moral

Nombana Ravelonjaka erzielte für den VfL Brambauer acht Tore. © Goldstein (Archiv)

Frauen-Handball, Verbandsliga
ASV Hamm-Westfalen – VfL Brambauer 29:32 (18:18)

Der VfL überraschte dabei seinen Trainer Andre Schwedler. Eigentlich ist auf die Brambauer Deckung stets Verlass, dafür hapert es im Angriff hin und wieder. „Heute war es komplett umgekehrt“, so Schwedler.

Der Tabellensiebte war nicht aufmerksam genug, ermöglichte Hamm so immer wieder einfache Tore. ,,Wir waren immer ein, zwei Schritte zu spät“, sagte Schwedler. Die Offensive der VfL-Damen funktionierte dagegen in der ersten Halbzeit gut. So kam eine torreiche Begegnung mit einem Pausenstand von 18:18 zustande.

Schwedler sah sich in der Halbzeit gezwungen, zu reagieren. Er stellte auf eine 6:0-Deckung um. „Die Veränderungen haben Wirkung gezeigt. Wir waren präsenter.“

Im Angriff agierte man weiterhin konsequent, konnte so in Führung gehen (20:22). Bis zum 21:24 (40.) sah es gut aus für den VfL, der nach einer Auszeit des Tabellendritten allerdings zusammenbrach. Ohne Not wurde die Mannschaft hektisch, leistete sich teure technische Fehler. Hamm nahm dies dankend an und setzte sich mit einem 7:0-Lauf auf 28:24 ab. „Da war die Messe schon fast gelesen“, so Schwedler.

Brambauer verkürzte den Rückstand zwar umgehend wieder auf zwei Treffer, ging den letzten Schritt zum Ausgleich aber nicht. Sonja Ploteks Treffer zum 29:31 war der letzte für den VfL. Für Schwedler sei der Einbruch „unerklärlich“. „Eine völlig blöde Niederlage“, sagte er zum misslungenen Auftakt in das Jahr 2018.

Team und Tore
VfL
: Sindermann - Karau (4), Holz, Ravelonjaka (8/1), Sahage (2), Plotek (2), Pötter (4/1), Leismann (2), Bauer (2/2), Lasshof (1), Umbescheidt (4).

Verbandsliga 1
TV Verl – SuS Oberaden 24:26 (13:9)

Der SuS Oberaden startete schwach ins Spiel. „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, standen zu passiv in der Deckung und haben einfach keine Bindung zum Spiel und zueinander gefunden. Vorne waren wir auch viel zu langsam. Da war keine Passgeschwindigkeit. Also all das, was uns zuletzt ausgezeichnet hat, haben wir nicht auf die Kette gekriegt“, sagte SuS-Spielertrainer Alex Katsigiannis und ärgerte sich. Über 4:1 setzte sich der Gastgeber auf 6:2 ab. Dann kam Oberaden durch eine Umstellung auf eine 5-1-Abwehr mit Lauris Hajduk vorne wieder heran und glich aus. Verl schaltete dann aber einen Gang höher und setzte sich wieder auf 11:6 und 13:9 ab. „Das hat Verl auch echt gut gemacht“, lobte Katsigiannis.

Nach der Pause nahm Oberaden sich noch einmal vor, den Spieß umzudrehen. Der Schuss ging zunächst aber nach hinten los. Verl schraubte das Ergebnis auf 18:11 in die Höhe. Dann nahm Katsigiannis die nächste Auszeit und stellte um, probierte einige Taktiken aus. Dreimal spielte der SuS seine Überzahl stark aus, kam so wieder heran. „Wir haben es geschafft, Verl dann vor Schwierigkeiten zu stellen“, sagte Katsigiannis, der Pascal und Bastian Stennei sowie Mats-Yannick Roth und Bastian Herold ein Sonderlob aussprach. „Generell möchte ich die Mannschaft loben, die es geschafft hat, dieses Spiel noch zu drehen. Das zeigt Charakter. Ich bin stolz, dass wir das so hinbekommen“, so Katsigiannis.

Team und Tore
SuS: Macus/Wenzel – Lauber (3), Hajduk, Noe (1), Herold (1), Fehring (5), Katsigiannis (6), P. Stennei (5), Roth, Brach, B. Stennei (2), Holtmann (1), Rossfeldt

Landesliga 3
VfL Brambauer – Dorstfeld 31:34 (10:17)

Die Chancen standen von Anfang an schlecht für den VfL. Mit Kim Freitag, Leo Langmann, Lothar Baggemann und Kai Maurer fielen gleich mehrere Stützen im Rückraum aus. Zunächst hielt der Gastgeber aber gut mit, ließ Dorstfeld in den ersten zehn Minuten nicht davonziehen. Dann erspielte sich der Tabellenachte den ersten Vorsprung (5:8), der die Basis für den späteren Erfolg bilden sollte. Immer wieder waren die Gäste mit einfachen Würfen aus dem Rückraum erfolgreich und dominierten so die Partie.

Der VfL machte Dorstfeld ab Mitte der zweiten Hälfte mit einer offensiveren Deckungsvariante das Leben schwer und konnte so verkürzen. Beim 29:31 (57.) schien es, als gäben die Dortmunder die Partie noch aus der Hand. Doch Brambauer unterliefen nicht nur in dieser Phase technische Fehler, Dorstfeld konterte mit abgezockten Einzelaktionen und entschied so die Partie. „Wir sind schlecht gestartet und haben verdient verloren“, sagte VfL-Trainer Nadim Karsifi. Ihm hätten die Alternativen im Rückraum gefehlt. „Nichtsdestotrotz haben die Jungs eine gute zweite Halbzeit gespielt.

Team und Tore
VfL: Welski, Greinert - Richter (3), Lüke (3), Varhotov (1), Wißemann, Eder (2/1), Kurt (6/3), Gärtner, P. Langmann (1), Forsmann (5), Pape (2), Maurer (3/1). Pohl (5)

Bezirksliga Hellweg
SuS Oberaden II - TV Beckum 37:26 (17:12)

Die Handballer des SuS Oberaden II haben ihren achten Saisonsieg eingefahren. Gegen den TV Beckum gab es einen 37:26-Erfolg. Dabei erwischte Oberaden II einen guten Start. Immer wieder kam der SuS II über die zweite Welle zum Torerfolg.

Über das Positionsspiel hat das Team von Trainer Björn Grüter oft im richtigen Moment den freien Mitspieler gesehen. Ab der 15. Spielminute hatte Oberaden II aber einen kleinen Durchhänger. In der Abwehr stimmten die Absprachen nicht immer. Nach der Pause lief es allerdings bedeutend besser.

Vor allem hat sich Lukas Wegelin im Rückraum hervorgetan, der mit sieben Treffern für die Oberadener voranging. In der Schlussphase spielte auch Niko Mork stark. „Der Sieg geht für uns am Ende in Ordnung. Jetzt geht es aber nächste Woche in Massen weiter“, sagt Grüter und wagt einen Blick in die Zukunft.

Team und Tore
SuS: Knop - Stratmann (3), P. Schuchtmann (3), Rodefeld (6), Matthies (1), Wegelin (7), Mork (6), de West (4/4), H. Schuchtmann (5), Gerwien (1), Wagner (1), Merten

HC Heeren-Werve – Lüner SV 27:27 (11:10)

„Am Ende ist es ein glücklicher Punkt“, sagte LSV-Trainer Christian Neve. Seine Mannschaft verschlief die Anfangsminuten und geriet schnell in Rückstand.

Bis zur Pause war der LSV wieder auf einen Treffer herangerückt, sah sich anschließend aber wieder mit einem Rückstand konfrontiert. Fast den gesamten zweiten Durchgang lag Lünen mit zwei Treffern zurück. Durch eine mangelhafte Chancenverwertung und schlechtes Rückzugsverhalten machte der LSV sich das Leben selbst schwer. 45 Sekunden vor dem Ende gelang durch Robin Schink doch noch der Ausgleich. Per Freiwurf vergab der LSV sogar noch die Chance auf den Sieg. „Wir können mit dem Punkt gut leben“, so Neve in Anbetracht des langen Rückstandes.

Team und Tore
LSV: Hangebrock, Bülhoff – Stroscher, Schink, Neve, Hadac, Gärtner, Mai, Dornseifer, Olschewski, Miehle, GoresSpielbericht in Kürze.

Der SuS Oberaden hat mit vier Spielern die Verträge verlängert: Bastian Herold, Torben Rossfeldt und die beiden Torhüter Börge Klepping und Marvin Macus werden auch künftig das Trikot der „Cobras“ tragen. Die Verantwortlichen sind noch in weiteren Gesprächen und werden in den nächsten Tagen weitere Ergebnisse mitteilen.
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Spielleitung von Decker-Törö

Kreis-Jugend-Chef: „Ein Schiedsrichter soll das Spiel leiten und nicht entscheiden“