VfL verliert deutlich /

Handball: Ergebnisse

Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer mussten sich am Samstag dem direkten Tabellennachbarn aus Halden-Herbeck deutlich geschlagen geben. Am Sonntag sind auch die Frauen des Lüner SV in die Rückrunde gestartet.

Lünen/Brambauer/Oberaden

, 21.01.2018, 21:35 Uhr / Lesedauer: 5 min
VfL verliert deutlich /

Kein Durchkommen: Lisa Karau und ihre VfL-Damen mussten sich Halden-Herbeck geschlagen geben. © Goldstein

Frauen-Handball, Verbandsliga
VfL Brambauer – Halden-Herbeck 27:36 (14:18)

Nach der Niederlage rutschen die VfL-Damen in der Tabelle ab, stehen aktuell auf dem neunten Platz. Die Enttäuschung über die Niederlage war auch Trainer Andre Schwedler anzumerken. „Wir haben vor allem in den letzten Minuten die Köpfe hängen lassen“, sagte er.

Seine Mannschaft trat personell arg gebeutelt an, musste auf einige Leistungsträgerinnen verzichten. Dafür erhielten die VfL-Frauen aber Verstärkung aus der eigenen Zweiten und auch Nina Karau, lange Zeit Spielführerin und Kopf des VfL Brambauer, war wieder mit an Bord. „Ich möchte diese Niederlage nicht schön reden, nur weil wir viele Ausfälle hatten. Fakt ist, dass wir phasenweise wieder zu schwach gedeckt haben“, so Schwedler.

Seine Mannschaft habe oft nur gegenspielerbezogen gedeckt und nicht als Verbund. „Das, was uns eigentlich ausmacht, haben wir nicht zeigen können“, so Schwedler. Dabei liefen die ersten 25 Minuten noch gut. Brambauer war immer dran, die Partie völlig ausgeglichen. In den letzten Minuten vor Pausenpfiff erlaubte Brambauer sich dann aber den ein oder anderen technischen Fehler im Angriff, geriet so in Rückstand. Auch nach der Pause kam das Team nicht mehr als auf drei Tore heran.

„Unterm Strich eine verdiente Niederlage“, resümierte Schwedler. Dennoch will der Coach dieses Spiel schnell abhaken: „Der Fokus liegt jetzt auf Coesfeld“, sagte er. Trotz der Niederlage machte Verena Leismann ein starkes Spiel. Sie trieb ihre Mannschaft auf Linksaußen immer wieder an.

Team und Tore
VfL:
Wulf/Sindermann – Mai, L. Karau (3), Holz (1), Ravelonjaka (9/2), Plotek 2, Rohr, Duve, Leismann (7), Bittscheidt, Bauer (1/1), Lasshof (4/3), N. Karau

Männer, Verbandsliga 1
Emsdetten II – SuS Oberaden 23:18 (13:8)

Von der ersten Minute an tat sich Oberaden im Angriff schwer. Nach zwölf Minuten hatten die Cobras gerade einmal zwei Treffer auf der Habenseite. Grund dafür waren vor allem die mangelhafte Chancenverwertung und leichte Fehler im Spielaufbau. „Wir haben viele Fehlpässe in der ersten und zweiten Welle gespielt. Das ist sehr ärgerlich“, sagte Rechtsaußen Mats-Yannick Roth. Zudem vergaben die Gäste noch fünf Siebenmeter. „Da kommt dann eines zum anderen“, so Roth.

Bitter für den SuS: In der Abwehr zeigte er eine gute Leistung, zudem hielt Keeper Marvin Makus 60 Minuten lang stark. Doch wegen des schwachen Angriffes lag Oberaden jederzeit im Hintertreffen. Emsdetten führte zeitweise deutlich, wie beim 18:10 (42.). Gegen Ende kamen die Cobras nochmal ran, näher als auf zwei Tore aber nicht mehr. „Wir haben uns für unsere gute Abwehrarbeit nicht belohnt“, sagte Trainer Alex Katsigiannis.

SuS: Wenzel/Makus (1) - Hajduk (3), Noe, Fehring (3), Lauber (3), Katsigiannis (2), P. Stennei (3), Roth (1), Herold (2/2), B. Stennei, Holtmann, Rossfeldt

Wegen des Sturmtiefs Friederike wurde die Römerberghalle in Oberaden bis mindestens Montag gesperrt. Die Handballteams des SuS Oberaden können dort wohl ab Dienstag wieder wie gewohnt trainieren.

Frauen, Landesliga 3
Lüner SV – Eintr. Dolberg 31:26 (16:14)

Der Lüner SV startete zunächst gut, ging mit 3:1 in Führung. Anschließend wurde die Partie zerfahrener, der Tabellenvorletzte aus Dolberg glich aus. Auf beiden Seiten schlichen sich einige Unsicherheiten und technische Fehler ein. Weil der LSV zudem zu passiv in der Deckung agierte, eroberten die Gäste die Führung. Lünen haderte in dieser Phase mit dem Schiedsrichter und verlor den Fokus. Der Drei-Tore-Rückstand beim 11:14 weckte die Sieben von Marcel Mai allerdings auf. Bis zur Pause legte der LSV einen 5:0-Lauf aufs Parkett.

In Durchgang zwei hatte der Tabellenzweite das Spiel schließlich unter Kontrolle. Konsequent wurden immer wieder Siebenmeter herausgeholt und größtenteils auch genutzt. Da man aber mit den weiteren Chancen nicht ganz so konsequent umging und in der Deckung mit Dolbergs Kreisläuferin Probleme hatte, setzte man sich noch nicht entscheidend ab. Erst beim 24:20 (48.) durch Hannah Rempe bog Lünen endgültig auf die Siegerstraße ein.

„Wenn du gewinnst, bist du immer zufrieden. Vorne hätten wir unsere Chancen aber besser nutzen können“, sagte Lünens Trainer Marcel Mai.

Team und Tore
LSV:
Preuss – Rohwedel - Schroeder (2/2), Lieneke (3), Blümel 2, Hülswede (6/6), Köppen (1/1), Püschel (1), C. Schmidt (2), Krause, A. Schmidt (1), Rempe (4), Dressler (2), Geisler (7).

Männer, Landesliga 3
Hamm-Westfalen III – VfL Brambauer 17:24 (8:10)

Das Team von Trainer Nadim Karsifi reiste nur mit zehn Mann an. „Neun Leute haben gefehlt. Von den zehn Spielern hatte ich drei Kreisläufer, einen Torhüter, zwei Rückraum- und vier Außenspieler dabei. Dass wir gewonnen haben, ist umso höher anzurechnen“, sagte Karsifi.

Sein Team setzte die Vorgaben um, machte in der Deckung ein starkes Spiel. Ebenfalls als stark erwies sich Keeper Manuel Welski, der viele Paraden zeigte. In der ersten Halbzeit schenkten beide Mannschaften sich nichts. Es war eine reine Abwehrschlacht. Nach 16 Minuten stand es erst 3:3. Dann setzte Brambauer sich ab, doch Hamm blieb dran. Zur Pause aber gelang dem VfL ein kleiner Vorsprung von zwei Treffern (10:8).

Nach der Pause war die entscheidende Phase in der 41. Minute, als der VfL einen 4:0-Lauf hinlegte, hellwach in der Deckung war und vorne die Chancen gut nutzte. „Das haben wir stark gemacht. Wir haben verdient gewonnen. Vor dem Spiel hätte niemand damit gerechnet. Ich habe den Jungs gesagt, dass es ein verrücktes Spiel wird, wir aber ohne Druck darein gehen“, so Karsifi.

Team und Tore
VfL:
Welski – Richter (3), Lüke (7), L. Langmann (3), Kurt, Eder (4/1), Gärtner, P. Langmann (1), Pape (5), Maurer (1)

Bezirksliga Hellweg
Lüner SV – Eintracht Dolberg 25:34 (14:16)

„Wir haben lange Zeit das Spiel offen gestaltet“, sagte Lünens Co-Trainer Falk Wildemann nach dem Spiel gegen den Spitzenreiter. Bis zur 20. Minute ging Lünen immer wieder in Führung. Falk Seeger schied schon früh mit einer Platzwunde am Kopf aus, er musste ins Krankenhaus. Seine Mannschaft kämpfte aber weiter.

Bis zur 45. Minute war die Partie ausgeglichen. Dann sah aber Robin Stroscher nach dreifacher Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte. „Dann fehlten uns einfach die Alternativen“, so Wildemann. Trotz der Niederlage, die am Ende doch zu hoch ausfiel, machte Philipp Hadac mit neun Treffern ein starkes Spiel. Einen guten Einstand feierte auch Till Wildemann, der nach langer Verletzungspause mit vier Treffern erfolgreich war. „Wir sind mit dem Spiel zufrieden und fühlen uns für das anstehende Derby gerüstet“, so Wildemann.

Team und Tore
LSV:
Bülhoff/Hangebrock – Hadac (9/2), Dornseifer, Mai (5), Schink, Rehagel, Seeger (1), Stroscher (2/1), Wildemann (4), Miehle (3)

SGH Unna-Massen – SuS Oberaden 25:23 (11:11)

Die Handball-Bezirksliga-Reserve des SuS Oberaden hat sich am Samstag mit 25:23 bei SGH Unna-Massen durchgesetzt. Zur Halbzeit stand es 11:11. „Wir haben eine gute Abwehr gestellt, haben Massen so vor Probleme gestellt. Dadurch sind wir ins Tempospiel gekommen“, so Trainer Björn Grüter. Dennoch zeigte sein Team in der zweiten Welle zu viele einfache Fehler, die der Gastgeber ausnutzte. In der 40. Minute agierte Massen in doppelter Unterzahl, wodurch der SuS sich am Ende absetzte.

Team und Tore
SuS:
Knop/Vetter – Stratmann (3), P. Schuchtmann (2), Rodefeld (3), Matthies, Wegelin (1), Mork, de West (3/1), H. Schuchtmann (6), Gerwien, Wagner (7/2), Braach, Merten

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