VfL will nicht zittern / "Cobras" suchen nach Form

Handball

Seit zwei Spielen sind die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden jetzt ohne Sieg. So richtig angekommen sind die „Cobras“ in der Saison also noch nicht. Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer wollen es diesmal beim TuS Drolshagen nicht so spannend machen wie zuletzt beim 22:21-Sieg gegen Hörde.

LÜNEN

, 29.09.2017, 14:37 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL will nicht zittern / "Cobras" suchen nach Form

Fehlt auch gegen den TuS Drolshagen: Verena Leimsann (u.) laboriert weiter an einem Bänderriss.

Verbandsliga 1 SuS Oberaden – Steinhagen Samstag (30. September), 19.45 Uhr, Legionärstr., Bergkamen

Das ist auch Spielertrainer Alex Katsigiannis aufgefallen: „Wir haben noch nicht das abgerufen, was wir eigentlich können. Wir sind noch gar nicht in die Saison reingekommen.“ Er hofft, dass sich das schnellstmöglich ändert. Die Aufgabe zu Hause am Römerberg gegen die SpVg Steinhagen wird aber alles andere als einfach.

Denn die Gäste erwischten im Gegensatz zum SuS Oberaden einen perfekten Saisonstart, erzielten drei Siege aus drei Begegnungen. „Natürlich muss man da aber auch schauen, gegen welche Teams die Siege eingefahren wurden. Das waren sicher keine Top-Mannschaften. Aber diese Spiele muss man auch erst einmal gewinnen. Wir wissen, dass die Aufgabe gegen Steinhagen für uns sehr schwierig wird. Dennoch werden wir alles geben, um erfolgreich zu sein“, so Katsigiannis.

Dabei wünscht er sich, dass seine Spieler endlich ihre Form abrufen können. Steinhagen agiert mit einer 5-1-Deckungsformation, auf die sich die „Cobras“ gut eingestellt haben. In Jan Philipp Lindemann und Simon Schulz hat Steinhagen aktuell seinen besten Werfer (beide 19 Tore). Diese gilt es unter Kontrolle zu bringen. Ansonsten hofft der SuS, endlich wieder zu seinem gewohnten Spiel zu finden.

Mit Blick auf die personelle Situation sind zwar die beiden Innenblockspieler Mats-Yannick Roth und Lukas Noe wieder an Bord. Doch Coach Katsigiannis fehlt jetzt Linkshänder Lauris Hajduk (Weisheitszähne). Angeschlagen geht nach wie vor Bastian Herold (Schulter) ins Spiel. Herold wartet noch auf einen OP-Termin.

Frauen-Verbandsliga TuS Drolshagen - VfL Brambauer Samstag, 19.30 Uhr, In der Wünne, Drolshagen

Der knappe 22:21-Erfolg über Aufsteiger DJK Westfalia Hörde blieb auch Trainer Andre Schwedler noch lange im Kopf: „Gut, dass wir das gewonnen haben. Da war der Kampfgeist da. Damit haben wir letztendlich dann überzeugt und die Punkte eingefahren.“ Spielerisch sind die VfL-Frauen noch nicht auf dem Stand, den sich Schwedler vorstellt: „Da müssen wir weiter dran arbeiten. Ich wünsche mir, dass wir auch spielerisch überzeugen und nicht immer nur über Kampf und Willen die Spiele entscheiden.“

Seine Mannschaft tritt jetzt beim TuS Drolshagen an, der mit drei Niederlagen einen klassischen Fehlstart erwischte. Drolshagen verlor seine Spiele alle aber äußerst knapp. „Deshalb lassen wir uns von den Niederlagen auch nicht blenden. Wir sind auf jeden Fall gewarnt“, sagt Schwedler. Drolshagen verfügt über einen wurfgewaltigen Rückraum.

Allen voran ist Sarah Klonek aktuell die zweitbeste Torschützin der gesamten Liga. Sie brachte es bereits auf 23 Treffer. Auch Anika Ickler ist nicht außer Acht zu lassen. „Wir haben uns abwehrtechnisch darauf eingestellt und wissen, was auf uns zukommt. Wir wollen zeigen, dass wir Handball spielen können und vor allem unser Spiel durchziehen“, fordert Schwedler.

Personell bleibt die Situation unverändert. Anna Juchems und Verena Leismann sind langzeitverletzt. Angelina Pötter muss ihre Rot-Sperre noch eine Partie absitzen, darf erst in der nächsten Woche wieder auflaufen. „Ich wünsche mir, dass wir die nötige Konzentration im Abschluss finden und einfach Spaß an der Sache haben. Dann sind wir erfolgreich“, so Schwedler.

Landesliga 3 ETG Recklinghausen – VfL Brambauer Sonntag (1. Oktober), 17 Uhr, Blitzkuhlenstr. 81b, Recklinghausen

„Wir nehmen das Positive, das wir zuletzt gezeigt haben, mit ins nächste Spiel. Wir wissen, dass die letzte Partie schon gut war, wir wissen aber auch, dass wir uns noch mehr steigern müssen“, sagt Karsifi. Sein Team habe sich noch nicht an die Liga angepasst. „Wir sind noch dabei, uns zurechtzufinden. Wir schauen erst einmal von Spiel zu Spiel. Es ist nichts passiert. Wir sind noch im Soll“, so Karsifi.

Jetzt trifft der VfL Brambauer auf Verbandsliga-Absteiger ETG Recklinghausen. Die ETG hat in Stefan Lüning einen erfahrenen Handballer als Spielertrainer gewinnen können. Er sorgte früher beim SV Teutonia Riemke im Rückraum für Furore. Aufpassen muss Brambauer zudem auf Linksaußen. „Ich möchte, dass wir nicht nur immer auf den Gegner schauen. Der Gegner muss sich auch mal unserem Spiel anpassen. Wir haben uns weiterentwickelt und wollen jetzt auch das Erlernte abrufen“, fordert Karsifi.

Personell sieht es gut aus. Tobias Eder (Fuß) und Kim Freitag (Bänderriss) werden aber nicht auflaufen können. Ansonsten hat Karsifi alle Mann zur Verfügung.

Frauen-Landesliga 3 TuS Westf. Kamen – Lüner SV Samstag, 18.30 Uhr, Weddinghofer Str., Kamen

Überragend in allen drei Spielen war dabei die Defensivleistung. Die Lünerinnen kassierten in allen Partien jeweils nur 21 Gegentore. „Das ist schon echt gut gewesen. Da hoffe ich, dass das so bleibt“, sagt Mai. „Wir wollen natürlich nachlegen und wollen so lange wie möglich ungeschlagen bleiben.“ Dafür müsste auch jetzt ein Sieg beim TuS Westfalia Kamen her.

Der Gastgeber verlor vor der Saison drei wichtige Spielerinnen, erzielte in zwei Begegnungen bisher nur einen Punkt. „In Kamen haben wir in der Vergangenheit oft nicht gut ausgesehen. Wir haben uns dort immer sehr schwergetan“, kann sich Mai noch gut erinnern. Aufpassen muss der LSV auf Katja Rauschenberg, die sehr viele Tore wirft.

Julia Krause und Anna Schmidt (beide beim Oktoberfest in München) fallen aus aus. Dafür stoßen aber die A-Jugendlichen hinzu, sodass Mai einen vollen Kader aufweisen kann.

Bezirksliga Hellweg SuS Oberaden II – HC Heeren-Werve Samstag, 17.45 Uhr, Legionärstr., Bergkamen

„Gegen Kamen zuletzt sah das schon gut aus. Aber gegen Heeren wird das nicht reichen. Da müssen wir noch mehr Gas geben“, sagt Trainer Björn Grüter und nimmt sein Team in die Pflicht. Die Gäste haben in Dominik Höft einen überragenden Spieler in ihren Reihen, auf den es aufzupassen gilt. „Er allein wird das Spiel aber nicht gewinnen. Deshalb schauen wir auch auf die anderen“, sagt Grüter, der auf Mario Schäfer (verletzt) verzichten muss. Calvin Knop hilft aus.

Lüner SV – Hammer SC Samstag, 19 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen

Trotz der verbesserten personellen Situation der Lüner hängen die Trauben gegen den Hammer SC sehr hoch. „Wir spielen gegen den stärksten Angriff und gegen die beste Abwehr der Liga. Unser Anspruch ist es, die Sache besser zu gestalten als Hamms Gegner zuvor“, sagt Trainer Christian Neve. Dabei hat sich der LSV fest vorgenommen so lange wie möglich die Partie offen zu gestalten.

„Auch wenn wir eine Phase haben, die nicht so gut läuft, gilt es die Nerven zu bewahren und sich wieder heranzukämpfen. Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und dem Gegner es so lange wie möglich schwer machen“, fordert Neve. Wichtig seien für ihn vor allem die kommenden Begegnungen gegen die Ahlener SG III und Westfalia Kamen.

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