Wegen Corona: Handballsaison unter „besonderen Umständen“ steht bevor

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In drei Wochen starten die Handballvereine der Stadt in die Saison 2020/2021. Hinter den Mannschaften liegt ein halbes Jahr ohne Wettbewerb.

Lünen, Brambauer

, 11.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die letzten Punktspiele der vergangenen Handballspielzeit fanden Anfang März statt. Seitdem beeinflusst die Coronapandemie das gesellschaftliche Zusammenleben.

Kontaktbeschränkungen, Hallenschließungen, Saisonabbruch und Training in Kleingruppen statt Saisonschlussspurt, Meisterschaften und Abschlussfahrten. Nach fast genau sieben Monaten beginnt die Handballsaison 20/21 am ersten Oktoberwochenende. Fast genau in drei Wochen.

VfL Brambauer befindet sich im Soll

Für den Landesligisten VfL Brambauer startet die Saison mit einem Auswärtsspiel bei SV Teutonia 1919 Bochum-Riemke 2 (Sa, 03. Oktober, 15:30 Uhr). Bevor es in die letzten Wochen der Vorbereitung zeigt sich VFL-Trainer Björn Grüter im Gespräch zufrieden mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung. „Ein paar Leute plagen sich mit kleineren Verletzungen rum, aber wir sind im Stand“, fasst er zusammen.

Bei den Verletzungen handele es sich jedoch um keine großen Probleme. Viel mehr um „kleine Wehwehchen“, die im Laufe jeder Vorbereitung auftreten und die betroffenen Spieler nur „eine oder zwei Trainingseinheiten“ aussetzten. Nur der Achillessehnenriss von Paul Langmann beeinträchtigt die Spielerauswahl von Grüter aktuell.

Auch mit den Leistungen in den bisherigen Testspielen ist der Trainer des Landesligisten einverstanden. Die letzte Testpartie vor zwei Wochen gegen den TV Werne endete mit einem Unentschieden 23:23.

„Wir haben über 40, 45 Minuten eine gute Leistung gezeigt, haben dann leider in den letzten 15 Minuten, dass was wir uns vorher aufgebaut haben, so ein bisschen kaputt gemacht“, erklärt Grüter und betont: „Aber dafür sind es Vorbereitungsspiele, um dann daran zu arbeiten, dass das in der Saison nicht passiert“.

Drei Wochen bleiben seinem Team und ihm noch bis zum Auftakt in Bochum-Riemke. „Es ist Luft nach oben, aber wir arbeiten dran“, könnte das Motto für diese Wochen lauten. Die nächsten Spiele in der Vorbereitung des VfL sind beim SuS Oberaden (Sa, 12. September, 15 Uhr) und beim VFL Kamen (Do, 17. September, 19.30 Uhr).

Corona beeinflusst den Handball-Alltag

Der Trainings- und Spielbetrieb ist und wird weiter durch Coronamaßnahmen beeinflusst. Den Einfluss auf den sportlichen Teil des Handballs sieht Björn Grüter eher gering. „Also wir können relativ normal trainieren, mit den gewissen Vorsichtsmaßnahmen, Mundschutz tragen beim Reingehen und so was, ein bisschen drauf achten, das nur eine gewisse Anzahl in der Halle ist, aber das schränkt uns jetzt nicht wirklich ein“, gibt er einen Einblick in den Trainingsalltag.

Ähnlich bewertet er die Lage im Meisterschaftsbetrieb: „Es sind besondere Umstände mit weniger Zuschauern und Beschränkungen im Drumherum, ich gehe einfach mal davon aus, auf das Spielgeschehen wird es sich nicht auswirken, wir werden 7 gegen 7 spielen können, ganz normal.“

Auch möglichen Spielausfällen durch Verdachtsfälle, wie es sie beispielsweise im Amateurfußball zum Saisonauftakt gegeben hat, blickt Grüter nüchtern entgegen: „Wir bereiten uns so vor, das es eine ganz normale Saison ist, vielleicht passiert etwas, vielleicht passiert nichts, wir müssen uns so vorbereiten, als ob alles normal läuft, das machen wir und auf die restlichen Sachen, da haben wir keinen Einfluss drauf. Von daher nützt es nichts, das wir da groß irgendwie Gedankenspiele machen.“

Darüber, in welcher Tabellenregion der VFL Brambauer in der kommenden Saison landen will, hat der Trainer bereits genaue Vorstellungen. Durch einige neue Gegner in der Liga und vier Absteiger im kommenden Jahr ist die Zielsetzung für Grüter klar: „Wir wollen erst mal die Punkte sammeln, dass wir unten nichts mitzutun haben, und dann gucken wir mal weiter“.

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