Westfalia-Kapitän Quahib El-Gaouzi im Interview: „Habe uns nicht wieder erkannt“

mlzWestfalia Wethmar

Westfalia Wethmar ist mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Wir haben mit Kapitän Quahib El-Gaouzi über die Gründe des schlechten Saisonstarts gesprochen.

von Carl Brose

Wethmar

, 19.08.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der TuS Westfalia Wethmar waren sie nach der 1:6-Klatsche gegen den TuS Eichlinghofen etwas erschrocken. Die deutliche Heimpleite machte, nach der 0:1-Niederlage gegen den BV Brambauer am ersten Spieltag, den Fehlstart in die Bezirksliga-Saison perfekt. Dabei hatten sich Wethmarer das nach einer guten Vorbereitung ganz anders vorgestellt. Jetzt droht womöglich schon die erste Krise in einer noch jungen Spielzeit. Wir haben mit Westfalia-Kapitän Quahib El-Gaouzi über die Gründe für den schwachen Saisonstart, seine Verantwortung als Mannschaftsführer und die Hoffnung auf Besserung gesprochen.

Ihre Mannschaft ist jetzt mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Wie ordnen Sie den Saisonstart ein?
Ich persönlich hatte mir eigentlich viel mehr erwartet, wie aber auch die ganze Mannschaft und auch das Trainerteam. Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und das hat dann so keiner von uns erwartet.

Worin sehen Sie die Gründe für diesen Fehlstart?

Gegen Brambauer wurden wir für unsere Chancenverwertung bestraft. Wir hatten zwei Möglichkeiten, die drin sein müssen. Aber wenn du vorne die Dinger nicht machst, wirst du halt hinten bestraft. Allerdings fehlen uns momentan auch einige Spieler. Es sind einige verletzt oder auch rotgesperrt. Gegen Eichlinghofen mussten wir dann zwei Leute aus der U23 dazu holen. Trotzdem haben wir gegen Brambauer auch viel, viel besser gespielt. Gegen Eichlinghofen habe ich uns dann nicht wieder erkannt.

Haben Sie eine Erklärung dafür, weshalb die Mannschaft gegen Eichlinghofen wie ausgewechselt gewirkt hat?
Wir haben Eichlinghofen im Vorfeld zum Aufstiegsfavoriten ernannt und hatten viel zu viel Respekt vor denen. Dadurch haben wir uns etwas verunsichern lassen und zu leichte Fehler gemacht.

Würden Sie zu dem jetzigen Zeitpunkt schon von einer Krise sprechen?

Nein, das nicht. Ich persönlich bin noch hochmotiviert, dass wir uns in den nächsten Spielen verbessern werden. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir da unten rauskommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das wieder hinkriegen.

Was stimmt Sie so optimistisch, dass es in Zukunft wieder besser laufen wird?

Es werden einige Spieler wieder zurückkommen. Zum dritten Spieltag gegen Kemminghausen haben wir dann voraussichtlich schon mal zwei neue Optionen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es dann besser machen werden. Vor allem in den Bereichen, die uns schon immer ausgezeichnet hat: der Kampf und der Wille. Das war gegen Brambauer auch alles da, nur gegen Eichlinghofen nicht. Dazu erwarte ich, dass wir aus unseren Fehlern lernen und diese in den nächsten Spielen abstellen werden.

Wo sehen Sie dabei Ihre Verantwortung als Kapitän, um der Mannschaft weiterzuhelfen?

Als Kapitän versuche ich jedem einzelnen Mann zu helfen und ihn zu unterstützen. Ich probiere die Jungs zu motivieren, wo es geht. Gegen Eichlinghofen haben wir praktisch vier Eigentore gemacht, also wir haben die wirklich zum Torfestival eingeladen. Da hat man auch gesehen, dass wir noch eine junge Truppe haben. Die muss man nach so einem Spiel auch mal motivieren, anders geht das nicht.

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