Westfalia Wethmar nähert sich der Tabellenspitze

Fußball: Bezirksliga

Aus den ersten sieben Spielen der Saison hat Fußball-Bezirksligist Westfalia Wethmar nur acht Punkte gesammelt. Viel zu wenig für eine Mannschaft, die von den gegnerischen Trainern vor der Spielzeit als Titelkandidat gehandelt worden war. Ihre wahre Qualität hat die Westfalia in den letzten Wochen aber auf den Platz gebracht. Wethmar nähert sich der Spitze.

WETHMAR

, 26.10.2016, 11:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alexander Lüggert verlässt Westfalia Wethmar schon zum 1. Januar.

Alexander Lüggert verlässt Westfalia Wethmar schon zum 1. Januar.

Zehn Punkte aus den vergangenen vier Begegnungen beförderten die Grün-Weißen auf Rang vier. Der Rückstand auf Spitzenreiter Brambauer beträgt seit Sonntag nur noch sechs Zähler. „So langsam sind wir in der Saison angekommen. So darf es weitergehen“, sagt Wethmars Trainer Alexander Lüggert.

Am Sonntag nahm Wethmar den TuS Ascheberg mit 7:0 auseinander. „Ein tolles Ergebnis, keine Frage“, sagt Lüggert. Bereits nach 17 Minuten lag sein Team 5:0 in Führung. „In den ersten 20 Minuten war endlich einmal zu sehen, wie viel Potenzial in diesem Kader steckt. Jetzt gilt es alles dafür zu tun, dass unser Lauf noch möglichst lange anhält“, sagt Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling. „Rufen wir diese Leistung weiter konstant ab, kann es noch interessant für uns werden an der Spitze“, sagt Lüggert, warnt aber zugleich: „Wir können auch jederzeit wieder ein Spiel verlieren.“

Denn das Programm hat es in sich für die Wethmarer. Kommenden Sonntag geht es zum VfL Kamen, der aktuell ähnlich im Aufwind ist wie die Westfalia und aus den letzten fünf Spielen 13 Punkte gesammelt hat. Anschließend gastiert Tabellenführer Brambauer zum Derby am Cappenberger See.

„In diesen Spielen liegt für uns allerdings auch eine große Möglichkeit. Gewinnen wir in Kamen und anschließend auch gegen den BVB, haben wir plötzlich vielleicht sogar wieder etwas Kontakt nach ganz oben. Das muss unser Ziel sein“, so Nehling.

Lüggert weiß aber um die Schwankungen seines Teams. „Die hatten wir nicht umsonst zu Beginn der Saison“, sagt er. „Da haben wir die Chancen nicht immer so konsequent ausgespielt wie gegen Ascheberg. Ich hätte Sonntag auch gerne nur 1:0 gewonnen, hätten wir uns dafür vorher weniger Punktverluste erlaubt.“

So denkt Wethmars Trainer vor allem an die 1:2-Niederlage in Nordkirchen und das 1:1 in Husen-Kurl. „Unfassbare Chancen hatten wir da“, sagt Lüggert. „Wir haben schon viel liegen gelassen.“ Das sei aber nicht ganz unerwartet gewesen. „Wir haben sechs Jungs dabei, die ihr erstes Seniorenjahr spielen“, so der Coach.

Till Kowalski und Robin Jaszmann sind bereits Stammspieler, Paul Giesebrecht, Yevhiniy Kuruts und Dennis Löhrke zumindest wichtige Alternativen. Einzig Thomas Glombitza fehlt aktuell noch verletzt. „Zudem haben wir Nico Stork und Kai Schinck aus dem A-Liga-Kader der U23 dazugenommen“, betont Lüggert.

„Da steht momentan eine Wethmarer Produktion auf dem Platz.“ Dieser Produktion traut Lüggert zu, vorne mitmischen zu können. „Werne war schon stark. Brambauer habe ich noch nicht gesehen. Aber so richtig konstant ist aktuell ja kein Team.“ Das könnte die Wethmarer Chance sein.

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