Wethmar beim Werner SC im Spitzenspiel – Die Vorschau

Fußball: Bezirksliga

Der tabellendritte Westfalia Wethmar gastiert am Sonntag beim Ligaprimus Werner SC. Es ist eine Partie, die sich wie ein Spitzenspiel anfühlt. Zwar liegen zwischen beiden Mannschaften nach 16 Spieltagen bereits 13 Punkte. Doch erwarten dürfen die Zuschauer einiges. Derweil spielt der BVB gegen Kamen, der VfB reist zum SuS Kaiserau.

LÜNEN

, 09.12.2016, 14:28 Uhr / Lesedauer: 3 min
Im Hinspiel konnte sich Westfalia Wethmar gegen den Werner SC durchsetzen, wie hier Robin Jaszmann (M.) gegen Marvin Stöver (l.) und Dennis Klossek.

Im Hinspiel konnte sich Westfalia Wethmar gegen den Werner SC durchsetzen, wie hier Robin Jaszmann (M.) gegen Marvin Stöver (l.) und Dennis Klossek.

Fußball, Bezirksliga 8 SuS Kaiserau - VfB Lünen Sonntag, 14.30 Uhr, Jahnstraße 1, Kamen

Der Elfte Kaiserau könnte mit einem Sieg an den Lünen-Südern vorbeiziehen. Dann wird es ganz eng im Tabellenkeller. „So langsam sind wir in der Realität angekommen. Es ist vorbei mit Friede, Freude, Eierkuchen und damit, dass wir oben mitspielen“, sagt VfB-Trainer Steven Koch. Das spüre man auch im Training. Der ein oder andere Spieler werde auch mal lauter, wenn andere nicht mitziehen. „Das finde ich gut“, so Koch. Dennoch sei die zurückliegende Woche eine „zum abgewöhnen“ gewesen. Koch: „Am Dienstag war der Platz gesperrt. Am Freitag fehlten einige Spieler wegen beruflicher Weihnachtsfeiern. Es wird wirklich Zeit, dass die Winterpause kommt.“

Am Sonntag kehrt Jörg Lemke zurück ins VfB-Tor – eine wichtige Verstärkung. Andre Richter ist angeschlagen. Oliver Szewczyk und Oliver Hilkenbach müssen arbeiten. Schlechter sieht es beim SuS aus. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch“, erklärt Kaiseraus Coach Thomas Schulz, dass ihm vier bis fünf Spieler fehlen. Dennoch sei sein Team in guter Stimmung und hoch motiviert. Nach zuletzt zwei Siegen gehen die Kamener mit breiter Brust ins Spiel. Im Hinspiel hatte der VfB einen 0:2-Pausenrückstand noch aufgeholt. Koch: „Kaiserau ist spielstark, hat den Ball damals gut laufen lassen. Damit kamen wir nicht zurecht. Da wir das nun wissen, hoffe ich, dass es besser laufen wird.“ 

Werner SC - Westfalia Wethmar Sonntag, 14.30 Uhr, Kardinal-von-Galen-Straße, Werne

Zum einen treffen die beiden treffsichersten Teams der Liga aufeinander: Wethmar liegt mit 44 Toren sogar knapp vor den 42 WSC-Toren. Außerdem sind sowohl Wethmar als auch Werne schon lange ungeschlagen. Zum anderen lieferten sich der TWW und der WSC in den vergangenen Jahren stets packende Duelle, oft mit dem besseren Ende für die Westfalia. Das Hinspiel im August gewannen die Wethmarer zu Hause mit 3:2. „Da haben wir mit ähnlichem Glück gewonnen wie Nordkirchen gegen uns“, erklärt TuS-Trainer Alexander Lüggert. „Dennoch wissen wir, dass Wethmar immer schon gut ausgesehen hat gegen den WSC.“ 

So oder so: Lüggert redet mit Respekt über den morgigen Gegner. „Werne ist die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben. Der WSC ist individuell gut aufgestellt. In den letzten Jahren hat sich Werne immer im Gleichschritt mit uns entwickelt. Jetzt hat das Team den finalen Schritt vollzogen“, sagt Lüggert. „Wir haben aber keinen Schiss und wollen uns vernünftig verkaufen.“ Auch WSC-Trainer Kurtulus Ötztürk erwartet ein enges Duell: „Es gibt nichts Schöneres, als zum Jahresabschluss so ein Spiel zu haben. Gegen Wethmar sind immer Emotionen drin. Da treffen zwei Teams aufeinander, die spielen wollen und können. Immer intensiv, aber immer fair.“

Beim Abschlusstraining war es für Lüggert, der zum Sommer von Simon Erling beerbt wird, wichtig, „Spannung“ ins Team zu kriegen. Lüggert: „Wir haben auch nochmal mit den Jungs wegen des Trainerwechsels gesprochen. Wir wollen klar machen, dass wir die Saison damit nicht abschreiben.“ Ötztürk kann diese Entscheidung nicht verstehen: „Dass Alex geht, steht anscheinend schon länger fest, aber warum sie das fünf Tage vor der Winterpause öffentlich machen, ist für uns als Außenstehende schon überraschend.“

Bis auf Joo Seung Oh kann Lüggert auf einen vollen Kader zurückgreifen. Beim WSC sind Samuel Gurcke, Chris Thannheiser, Youssef Saado und Julian Rohlmann wieder fit. Dennis Seifert hat Leistenprobleme, wird am Donnerstag operiert und steigt zur Rückrunde wieder ein. 

BV Brambauer - VfL Kamen Sonntag, 14.30 Uhr, Am Freibad, Lünen

„Kamen hat sich gut gefangen. Der VfL ist eine Topmannschaft“, findet BVB-Trainer Thorsten Nitsche lobende Worte für den Kontrahenten. Am 2. Spieltag im August hatten die Brambauer einen späten 2:1-Auswärtssieg beim VfL eingefahren. Bis zur 80. Minute lagen die Schwarz-Weiß-Roten da hinten, ehe die Wende kam. Es folgte die starke Serie von fünf Brambauer Siegen in Serie, die den BVB zwischenzeitlich an die Ligaspitze befördert hatte.

Nun sind die Kamener herangerückt an Brambauer, das weiter sehr gut da steht mit Platz zwei. „Wir wollen natürlich versuchen zu gewinnen, um Kamen auf Distanz zu halten“, sagt Nitsche. Doch er weiß auch um die Stärken des VfL, der sieben Punkte aus den letzten drei Partien holte. „Vorne hat Kamen schnelle Leute um Bastian Sudhaus. Mario Lindner ist technisch versiert und hat einen guten Abschluss. Auch das Mittelfeld steht kompakt“, erinnert sich der Brambauer Coach an das Hinspiel. „Zwar gab es im ersten Spiel Lücken in der Kamener Abwehr.

Doch diese scheinen sie geschlossen zu haben. Der VfL ist in allen Teilen gut besetzt. Ich denke, dass die Tagesform das Spiel entscheiden wird.“ Die Brambauer Form war zum Ende der Hinrunde nicht ideal. Immerhin beendete der BVB zuletzt die Folge von drei sieglosen Partien, gewann 1:0 auf Asche beim TuS Ascheberg.

Defensivmann Dennis Sturmat ist am Sonntag beruflich verhindert, kann höchstens kurzfristig dazustoßen. Marcel Bieber kehrt nach seiner Gelbsperre zurück ins Team. Weiter gesperrt sind Rajko Milinkovic und Osman Kumac. Letzterer sah beim 1:3 gegen TSC Eintracht vor zwei Wochen zwar nur die Ampelkarte. Doch er ließ sich danach zu einer Äußerung gegenüber dem Schiedsrichter hinreißen. Er muss bis zum 26. Dezember pausieren. 

LIVETICKER
Die Partien der Lüner Teams gibt es am Sonntag ab 14.30 Uhr bei uns im Liveticker.

 

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