Wethmar hat Probleme: „Jeder hat irgendwo Angst, den nächsten Fehler zu machen“

mlzTuS Westfalia Wethmar

Der TuS Westfalia Wethmar bekam eine deftige Abreibung gegen den VfL Kemminghausen. Wethmar hat viele Probleme, die nun angegangen werden müssen, sagt Keeper Florian Fischer.

Wethmar

, 26.08.2019, 15:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Florian Fischer kann einem im Moment leidtun. Der Keeper kam im Sommer mit Ambitionen vom Westfalenligisten Lüner SV zum Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar. Die ersten drei Spiele sind für den erfahrenen Keeper ernüchternd verlaufen. 0:1. 1:6. 0:4. Drei Niederlagen, zwei davon sehr deutlich. Elf Gegentore für Wethmar und Fischer nach drei Spielen. Schuld sind daran vor allem individuelle Fehler.

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„Es ist natürlich Wahnsinn, dass man solche individuellen Fehler wieder und wieder begeht. Da ist es irgendwo auch schwer zurückzukommen“, sagt Fischer zur aktuellen Situation und führt einzelne Gründe dafür selbst an nach der 0:4-Niederlage gegen den VfL Kemminghausen am Sonntag: „Ja, wir sind eine sehr junge Mannschaft. Jeder hat irgendwo Angst, den nächsten Fehler zu machen. So erkläre ich mir das, dass wir dann auch leider die Fehler machen. Weil wir Angst haben die Fehler zu machen. Und zack, kriegst du wieder einen hinten rein.“

Schon zur Halbzeit mit zwei Toren hinten

So auch am Sonntag gegen Kemminghausen. Zur Halbzeit stand es bereits 0:2. Ein Aufbäumen der Wethmarer schien nicht in Sicht. „Wenn du 1:0, dann 2:0 hinten liegst, im Hinterkopf hast, dass du davor die Woche auch sechs gekriegt hast. Dann ist es halt schwer zurück ins Spiel zu kommen“, sagt Fischer dazu, fordert aber seine Mitspieler auch: „Jeder muss sich da einfach selber ein bisschen hinterfragen. Den Aufwand, den wir da immer betreiben - leider ohne Ertrag jeden Sonntag - da muss sich jeder mal selber fragen, ob er da entsprechend alles gibt.“

Dabei könnte man meinen, der TuS hätte sich gut aufgestellt. Mit Fischer einen erfahrenen Spieler für das Tor verpflichtet, mit Hendrik Schürmann und Choukri El Bahat Bouzekry zwei Spieler, die Landesliga- und Bezirksliga-Erfahrung und Klasse mit nach Wethmar bringen. Doch das scheint momentan nicht zu reichen. „Ich glaube auch, junge Leute denken da auch einfach manchmal zu viel nach“, sucht Fischer nach Erklärungen. „Ich spreche ja auch ganz viel im Spiel, verschiebe die Leute. Selber müssen die auch mal lernen, den Mund aufzumachen und mit den Vorderleuten zu sprechen. Letztlich provozieren die Gegner auch die Fehler und wir machen sie dann auch.“

Nächstes Kaliber kommenden Sonntag

Nächsten Sonntag kommt bereits das nächste Kaliber nach Wethmar: BV Viktoria Kirchderne - in den vergangenen Spielzeiten stets unter den ersten Fünf in der Bezirksliga. Kirchderne verlor selbst die ersten beiden Spiele der Saison, schaffte aber mit einem 3:1-Sieg gegen RW Germania nun den Umschwung am Sonntag. Das fordert Fischer jetzt auch: „Irgendwie müssen wir dann den Bock nächste Woche umstoßen, weil sonst bleiben wir da unten drin, wenn es bis zum Winter keine Punkte gibt.“

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