Wie Arndt Hanisch sein Hobby zum Beruf gemacht hat

LÜNEN Der ehemalige Weltklasse-Kanute Arndt Hanisch (39) vom KSC Lünen hat etwas geschafft, das nur wenigen Menschen gelingt: Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Ein Porträt.

von Von Wolfgang Tautz

, 31.03.2009, 16:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit 2001 ist Hanisch Landes- und Bundesstützpunkttrainer in Duisburg/Essen und ab 2009 Bundesstützpunkt-Leiter in allen olympischen Kurzstreckenklassen mit Landestrainer-Funktion. Zuständig ist er primär für die Junioren-Nationalmannschaft.

Der Diplom-Sportwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Sportmedizin kam über die Stützpunkte Potsdam und Berlin 1998 als Stützpunkttrainer Westfalen-Nord nach Emsdetten. 2001 wechselte er zum Landeskanuverband NRW in Verbindung mit dem Deutschen Kanuverband nach Duisburg/Essen.

Talentschmiede Hanisch bringt Olympiamedaillen-Gewinner hervor

Durch die Talentschmiede Hanisch gingen die Olympiamedaillen-Gewinner Lutz Altepott und Tim Wieskötter, die Weltmeisterin Nadine Opken-Rhein, Europameister 2004 Matthias Mork aus Lünen sowie Welt- und Europameister Jonas Ems aus Hamm. Insgesamt 34 Talente brachte Hanisch bisher in die deutsche Nationalmannschaft.

Seine sportliche Karriere begann Hanisch mit neun Jahren beim Kanu- und Skiclub Lünen. Unter der langjährigen Obhut von Trainer Reiner Herzig feierte er viele Erfolge: Er wurde mehrfacher Westdeutscher Meister in allen Klassen, Dritter über 10 000 Meter bei der Deutschen Meisterschaft 1988, dreimaliger Deutscher Meister im Marathon-Rennen (42 km) und mehrmaliger Sieger bei den deutschen Hochschulmeisterschaften.Letztes Rennen als Aktiver 1997 bei der EM in Italien

Der Sprung in die deutsche Junioren-Nationalmannschaft gelang Hanisch schon 1986, die erste Marathon-WM bestritt er 1988 als Senior in Nottingham. Auf Platz acht liegend schied er jedoch mit einem Bootsschaden aus - eine Reparatur war in diesem Rennen unmöglich.1989 belegte er beim Marathon-Weltcup in Porto (Portugal) den siebten Platz unter stärkster Konkurrenz. Die WM 1996 in Vaxholm/Schweden beendete er mit Rang zehn. Sein letztes Rennen bestritt Lünens Vorzeige-Kanute 1997 bei der Europameisterschaft in Pavia (Mailand) auf Platz acht.

Jüngst kehrte Hanisch mit NRW-Talenten vom dreiwöchigen Trainingslager in Florida (USA) zurück. Er bereitet seine Schützlinge gerade auf die ersten nationalen Sichtungen für den Sprung in die Nationalmannschaft vor.

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