Wilfried Kühlmann - Als Aufsteiger fühlt er sich prächtig

Sportlerporträt

Wilfried Kühlmann ist seit fünf Jahren Trainer der zweiten Volleyball-Frauenmannschaft des Lüner SV. Sein Team machte als Bezirksklassen-Primus den Aufstieg in die Bezirksliga nun perfekt. Ein Porträt.

LÜNEN

von Von Mats Gärtner

, 13.04.2011, 10:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wilfried Kühlmann führte die zweite Frauen-Mannschaft des Lüner SV in die Bezirksliga.

Wilfried Kühlmann führte die zweite Frauen-Mannschaft des Lüner SV in die Bezirksliga.

"Wie ich mich als Aufsteiger fühle? Prächtig", strahlt Kühlmann bereits nach der ersten Frage im Gespräch, um dann nachzulegen: "Das war eine tolle Saison. Ich denke, sie hat uns allen Spaß gemacht. Da wir mit einer für die Bezirksliga recht schwach besetzten Truppe gestartet und daher auch direkt abgestiegen sind, ist es schön, jetzt wieder Bezirksligaluft zu schnuppern." Für Trainer und Mannschaft ein Griff nach den Sternen.

Der 51-Jährige sieht die Gründe für den Erfolg in der sportlichen Entwicklung: "Meine Mädels haben hervorragend an sich gearbeitet. Die Physis stimmte schon immer - aber jetzt haben sie auch ein Gefühl für das Spiel bekommen, können es lesen."Spielerinnen auf dem Gepäckträger

Kühlmann, selber lange Zeit als Volleyballer aktiv, kennt das Lüner Umfeld genau. Angefangen in Wethmar, fristete er danach zwei Jahre bei den Rot-Weißen, um danach wieder zur Westfalia zurückzukehren. "Dort haben wir eine Fachschaft gegründet, sind von der Kreisklasse direkt bis in die Bezirksklasse aufgestiegen", schwelgt er in Erinnerungen. Fast überflüssig, zu erwähnen, dass das sein größter Erfolg war. Danach zog es ihn zum VfB 08 Lünen, wo er in der Bezirksliga mitmischte. "Und dann kamen Kinder und Haus. Ein schöner Grund, um nicht mehr so viel Zeit mit dem Ball zu verbringen", so Kühlmann. Wenn man so auf die Vereinslaufbahn zurückblickt, schleicht sich der Verdacht ein, ihn schon als Lüner Urgestein zu bezeichnen - "Das ist gar nicht verkehrt. Ich fing an, meine Mannschaft aus der Nachbarschaft zusammenzustellen, habe damals meine Spielerinnen auf dem Gepäckträger mit zum Training genommen", lacht der Familienvater.Großer Optimismus

Und die Ziele für die neue Saison? "Klasse halten, keine Frage. Ich habe leider einige personelle Änderungen im Team zu verbuchen, sodass man schon fast von einem Umbruch sprechen könnte." Zwei Akteurinnen machen Abitur, Julia Kopp wird in die erste Mannschaft hochgeschrieben und mehrere Spielerinnen werden aus beruflichen Gründen nicht mehr so viel zum Einsatz kommen. "Was soll's, das haben wir schließlich schon ein Mal geschafft", geht Kühlmann mit großem Optimismus zu Werke.ZUR PERSON Kühlmann wurde am 2. Februar 1960 in Kamen geboren, lebte seitdem allerdings immer in Lünen. Familienstand: Er ist verheiratet mit Bärbel und hat drei Kinder (Hannah, Maren, Jonathan).Hobbys: „Garten, Natur und Umwelt!“, sagt er stolz. „Und hin und wieder helfe ich auch meiner Frau in der Kirche.“

 

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