?Wir waren zu blauäugig?

Fußball: Alsteddes Vorsitzender Jürgen Gregor zieht nach Abstiegs-Saison Bilanz

16.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Im Gespräch mit RN-Mitarbeiter Marco Winkler blickt BWA-Vorsitzender Jürgen Gregor (Foto) auf eine enttäuschende Spielzeit zurück. Wie ist Ihre Gefühlslage, drei Tage nach dem Abstieg? Gregor: Wenn ich daran denke, wird mir immer noch schlecht. Wo sehen Sie die Gründe für den Absturz? Gregor: Wir waren vor der Saison zu blauäugig und dachten, wir könnten gute Leute, wie Gübüz Demirhan, Sinan Adakci, Thomas Westrup, Yusuf Asa, Peter Kotschy und Dennis Morschel, leicht ersetzen. Fehlte es dem neuen Team an Klasse? Gregor: Ja. Die neue Mannschaft konnte im Kollektiv nicht die Erwartungen erfüllen. Mit Peter Machura ist bereits der dritte Trainer in dieser Spielzeit im Amt. War der Schatten von Ex-Spielertrainer Andreas Bolst zu lang? Gregor: Ich glaube, wir hatten etwas Pech. Gerd Wettklo mussten wir entlassen, weil wir keinen Fortschritt gesehen haben und Klaus Ruhoff war eine ganz dumme Geschichte. Sehen Sie auch im Nachhinein keine Chance, das ein Gespräch mit Ruhoff, der sich mit Ihnen zerstritten hatte, eine Lösung gebracht hätte? Gregor: Nein, das war ausgeschlossen. Ich kann keinen Coach engagieren, der mich hintergangen hat. Welche Spieler bleiben am Heikenberg? Gregor: Wir haben die Zusagen vom gesamten Kader. Sie wollen die Kastanien selber aus dem Feuer holen. Einzige Ausnahme ist Bastian Achtstetter. Allerdings weiß ich, dass dies alles mit Vorsicht zu genießen ist. Wird es denn Neuzugänge geben? Gregor: Ja, wir sprechen derzeit mit drei Spielern. Trainer Machura hat im Gespräch mit unserer Zeitung angedeutet, er sei nur eine Übergangslösung. Präsentieren sie einen neuen Coach zur neuen Spielzeit? Gregor: Ich weiß nichts von einer Übergangslösung. Ich war mir mit Machura einig, dass er auf jeden Fall weitermacht. Wie erklären Sie sich diese Aussage? Gregor: Das kann höchstens mit seinem Frust nach dem Abstieg etwas zu tun haben.

Lesen Sie jetzt