Zum Tod von Uwe Heimsoth: Eine unfüllbare Lücke beim BV Brambauer

Nachruf

Lange Jahre war Uwe Heimsoth die gute Seele des BV Brambauer, ein guter Kumpel für viele Spieler. Seine Späße und flotten Sprüche werden dem Verein fehlen.

Brambauer

, 29.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Zum Tod von Uwe Heimsoth: Eine unfüllbare Lücke beim BV Brambauer

Uwe Heimsoth war am Platz des BV Brambauer stets präsent. © BV Brambauer

Die Sportplätze Lünens haben schon eine Menge Spieler und Trainer kommen und gehen sehen. Jedes Jahr wechseln duzende Protagonisten den Verein. Konstanten gibt es nur wenige. Und doch sind sie es, die einen Verein ausmachen.

Eine dieser Konstanten war Uwe Heimsoth. Seit Jahren war er Betreuer beim BV Brambauer und gemeinsam mit Betreuer-Kollege Willi Schmidt die gute Seele des Vereins.

Nicht nur ein Betreuer, sondern ein Freund

Und nicht nur die gute Seele. Ein Kumpel für die erste und zweite Mannschaft des BVB. Jemand, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte, der herzlicher gar nicht sein konnte. Jemand, bei dem 30 oder 40 Jahre Altersunterschied zu manchen Spieler nie auffiel. Jemand, der auch in die Wochenend-Aktivitäten der BVB-Akteure stets eingeplant wurde.

Im Amateurfußball gibt es kaum Menschen, die überall beliebt sind. Aber jemanden zu treffen, der eine schlechte Meinung über Heimsoth hat, das ist unmöglich. Genauso unmöglich, wie ein Mal seinen richtigen Namen zu hören. Denn Uwe, nannte ihn niemand. „Orte“, das war sein Name, spätestens sobald er den Platz betrat.

Eine der Konstanten beim BV Brambauer

Damit wäre man wieder bei den Konstanten angelangt. Konstant gut auch Ortes Zeitgefühl. Bei Heimspielen des BV Brambauer in der Glückauf-Arena machte er sich stets wenige Minuten vor der Halbzeitpause auf, um sich seinen Kaffee zu holen - und kam nicht selten exakt mit dem Abpfiff an der Tribüne auf der Gegenseite an.

Früher schon war Orte jahrelang beim FC Brambauer aktiv. Nach der Fusion im Jahre 2007 entstand über die Altherren-Abteilung, der er angehörte, immer mehr Kontakt zu den Herren-Mannschaften der Brambaueraner.

Am Freitag ist Uwe Heimsoth verstorben. Zusammengebrochen am Platz des BV Brambauer. Er wurde 60 Jahre alt.

Eine Nachricht, die den Verein fassungslos machte und weiter fassungslos machen wird. Noch am Donnerstag alberte Heimsoth mit der Bezirksliga-Mannschaft bei einer Trainingseinheit im Brambaueraner Freibad herum.

Die Erste des BV Brambauer hat noch nicht mit der gesamten Mannschaft darüber gesprochen, wie sie mit dem Tod ihres Freundes umgeht. Am Dienstag holt das Team das nach, setzt sich vor dem Training zusammen.

Eine unschließbare Lücke

Noch am kommenden Freitag hatte Orte anlässlich seines 60. Geburtstages eigentlich einen ausgeben wollen. Für die Herrenmannschaften war ein Grillen geplant. „Ich kann mir vorstellen, dass wir das trotzdem machen und ein Bierchen trinken, so wie er das auch gemacht hätte“, sagt Brambauers spielender Co-Trainer Dennis Köse.

Uwe Heimsoth hinterlässt eine riesige Lücke beim BV Brambauer. Eine Lücke, die nicht gefüllt werden kann. Das Sprühen des Eissprays auf einen Pferdekuss kann jemand anderes übernehmen. Heimsoths Persönlichkeit nicht.

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