Zwei unterschiedliche Derbys - die Spiele im Blick

Fußball-Kreisligen A

Ausgerechnet im Derby gegen Westfalia Wethmar ist dem TuS Niederaden der erste Saisonsieg gelungen - neun Tore zeugen zudem von einer unterhaltsamen Partie. Torarm hingegen ging es im Derby zwischen dem BV Brambauer und den Preußen zu - mit dem besseren Ende für die Preußen. Alle Ergebnisse: hier in der Übersicht.

LÜNEN

, 07.09.2014, 21:03 Uhr / Lesedauer: 4 min

Sykora - Gonschorek (55. Helmers), Rekowski, Grziwa, Küffhausen, Schützner (75. Marra), Ahland, Höfig, Fischer, Wisse, Frenzel

1:0 (10.), 1:1 Fischer (20.), 2:1 (25.), 2:2 Rekowski (56.), 3:2 (57.), 4:2 (60.), 4:3 Wisse (85.), 5:3 (90.)

BVB-Trainer Thorsten Nitsche sah sein Team ebenbürtig: „In der ersten Halbzeit nutzte der SV Preußen eine gute Chance zur Führung.“ In der 25. Minute traf nämlich einmal mehr Marco Kruse für die Horstmarer, der sich mehr und mehr zu einem unverzichtbaren Goalgetter für den SVP entwickelt. „Kurz darauf können wir den zweiten Treffer nachlegen“, erinnert sich SVP-Trainer Klaus Ruhoff. Für den Gast war Brambauer nämlich der erwartet schwere Gegner, verlangte der Ruhoff-Elf viel ab. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ruppiger geführt. Gute Chancen gab es auf beiden Seiten. Nitsche: „Wir hatten die klareren Möglichkeiten in der zweiten Hälfte. Insgesamt haben wir allerdings acht hundertprozentige Möglichkeiten liegen lassen. Das ist der Vorwurf, den ich dem Team machen kann.“ Auch die Preußen ließen einige Chancen liegen. Letztlich reichte es für die Gäste aber zum zweiten Saisonsieg. Ruhoffs Fazit: „Alles in allem sind die drei Punkte verdient.“

Ceran - Sturmat, Hahne, Türpe, Klemt, Nitsche, Lehmann, Razanica, Scheuren, Stolzenhoff, Plewnia

Glaap - Schulz, Schinck, Kruse, Hiltawski, Kleine-Bernink, Lieder, Garcia Rodriguez, D. Serges, S. Serges, Siegerink

0:1 Kruse (25.)

Vor allem in der ersten Hälfte zeigten beide Teams ein kämpferisches und zerfahrenes Spiel. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, oft musste die Partie unterbrochen werden. „Viele Zweikämpfe waren hart an der Grenze“, so VfB-Coach Michael Schlein. In der 12. Minute vergab Marius Mantei die beste VfB-Chance, der Wickede-Keeper konnte zur Ecke klären. Auch nach Standardsituationen waren die Lünen-Süder das ein oder andere Mal gefährlich. Auf der andere Seite parierte 08-Torwart Jörg Lemke zweimal gut. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der eingewechselte Pascal Broda sah die Rote Karte (69.) wegen groben Foulspiels. „Das war unberechtigt. Man kann auch Gelb geben“, so Schlein. In Unterzahl verlagerte sich der VfB aufs Konterspiel, kam durch Mantei und Christal zu Chancen. Schlein: „Ein Elfmeter wurde uns verwehrt, aber wegen der Unterzahl sind wir zufrieden mit dem Punkt.“

Lemke - C. Weis (68. Broda), S. Weis, Klink, Krziwanek, Drews, Sohlich (65. Skubich), Kwiatkowski, Mantei, Riepert, Bronheim (56. Christal)

Fehlanzeige

Rot gegen Broda (VfB) wegen groben Foulspiels (69.)

Niederaden gelang ein Blitzstart. Sofort die ersten beiden Konter saßen. Kowalski in Minute zwei und Funke in Minute sieben schlugen zu. „Wir waren aggressiv und sehr laufstark“, sah TuS-Trainer Christian Rixe sein Team die Vorgaben gut umsetzen. Niederaden setzte kurz vor der Pause noch einen drauf. Kowalski schloss einen Konter zum 3:0 erfolgreich ab. „Wethmar musste danach auf machen“, sah Rixe die Gäste kommen. Ein Strafstoß führte zum 1:3 durch Eser. Als Althoff, der Eser den Ball wegspitzeln wollte, ins eigene Tor traf, sah Rixe die Felle schwimmen. Doch Hans und wieder Kowalski stellten den alten Abstand wieder her. Eine Minute vor Schluss traf Hans sogar zum 6:2, ehe Anderson in der Nachspielzeit noch das 3:6 gelang.

Möller - Neus, Williamson, Thomalla, Brammann, Funke, Hilkenbach (88. Ajob), Hans, Peternell (31. Slotta), Kowalski

Heinrich - Rath, Strecker, Langenkämper (46. Anderson), Hane, Eser, Zimmermann, Evermann, Selbstaedt, A. Lohölter (7. Cillien), N. Lohölter (69. Podzuck)

1:0 Kowalski (2.), 2:0 Funke (7.), 3:0 Kowalski (40.), 3:1 Eser (65.), 3:2 Eigentor Althoff (67.), 4:2 D. Hans, 5:2 Kowalski, 6:2 D. Hans (89.), 6:3 Anderson (90.+2)

In der ersten Halbzeit sah man von beiden Teams ein starkes Fußballspiel, auf beiden Seiten gab es viele Schüsse, doch keiner führte zu einem Tor. „Wir haben im ersten Durchgang gegen einen starken Gegner gut mitgehalten und teilweise auch das Spiel bestimmt“, so Spielertrainer Kadir Kaya. Im zweiten Spielabschnitt waren die Blau-Weißen überlegen und gingen durch Reiko Milinkovic mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später rutscht Büyükdere nur knapp am Ball vorbei, dieses Tor hätte den Sack zu gemacht. Kurz vor dem Ende ließ sich Alstedde hinten rein drücken und kassierte durch zwei Fehler im Aufbauspiel die Tore, die die drei Punkte kosteten. „Wir hätten uns mindestens einen Punkt verdient, wenn nicht sogar drei“, so Kaya.

E. Ekici – Paarmann, Tikici (53. Schlunke), Kuhne, A. Ekici, Stojak (86. Ruman), Kaya, Kadlubowski, Lohietz (66. Brammann), Büyükdere, Milinkovic

0:1 Büyükdere (54.), 1:1 (84.), 2:1 )89.)

Ohne Sechs Stammkräfte aus dem Spiel der Vorwoche, warf Spielertrainer Osmolski zahlreiche neue junge Spieler ins kalte Wasser. Die machten ihre Sache bei den Blau-Gelben gut. Herbern hatte zunächst mehr vom Spiel, der GSC aber durch Farinde, Zentgraf und Stiens die besseren Chancen. Auch nach dem Wechsel ließen die Grün-Schwarzen nicht nach. Nach einer falschen Einwurfentscheidung fiel der Führungstreffer für Herbern. „Da waren wir nicht geordnet“, so Osmolski. Als nach einem individuellen Fehler in der GSC-Abwehr das 2:0 fiel, war das Spiel gelaufen. „Trotzdem ein dickes Lob an die Mannschaft, die stark aufgespielt hat“, so Osmolski, der sich spät einwechselte.

Sperl - Lipke, Knop, Schneider (28. Wießmann), Wiesmann, Farinde, Stiens, Kneip (72. Pflug), Zentgraf (80. Osmolski), Heisig, Schwartz

1:0 (61.), 2:0 (85.)

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