Alfred Achtelik ist Stabhochsprung-Weltmeister

Leichtathletik-Weltmeisterschaft

Der Leichtathlet des FC Nordkirchen holt bei den Senioren-Hallenweltmeisterschaften im polnischen Torun die Goldmedaille im Stabhochsprung. Schon der zweite Sprung bringt den Titel.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 28.03.2019, 16:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alfred Achtelik ist Stabhochsprung-Weltmeister

Alfred Achtelik holte sich bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Torun Gold. © Wolfgang Birkenstock

Als Weltjahresbester war Alfred Achtelik zu den Hallen-Weltmeisterschaften angereist, als einziger bezwang er in diesem Jahr die vier Meter mit seinem Kunststoffstab. In Polen verwies er sogar den Weltrekordhalter auf die Plätze.

Am Vortag hatte Achtelik schon angekündigt, erst bei der Höhe von 3,80 Meter in den Wettbewerb einzusteigen. Doch, dass der 57-jährige seine Ü55-Konkurrenz schon mit einem gültigen Versuch übertrumpft, war nicht abzusehen.

17 Sportler traten um 13 Uhr in Torun an. Die Einstiegshöhe betrug 2,75 Meter und wurde stets um 15 Zentimeter erhöht.

3,80 Meter trennt die Spreu vom Weizen

Bei Achteliks Einstiegshöhe waren aber nur noch vier Springer im Wettbewerb. Victor Berezovskiy (vier Fehlversuche) aus den USA mit seiner Saisonbestleistung, Weltrekordhalter Paul Babits (ein Fehlversuch) ebenfalls aus den USA und der Franzose Marc Spony (zwei Fehlversuche) standen neben dem Nordkirchener noch an der Anlage. Alle vier Sportler rissen die Stange, die auf 3,80 Meter hing, im ersten Versuch gen Boden. „Der Belag war extrem schnell“, erklärte der Nordkirchener. „Ich musste meinen Anlauf um fast einen Meter verlängern.“ Im zweiten Versuch legte Alfred Achtelik mit der Startnummer 2 dann vor und übersprang ziemlich souverän seine Einstiegshöhe. Ganz im Gegenteil zu seinen Konkurrenten. Sowohl Berezovskiy als auch Spony und Babits rissen die 3,80 Meter drei Mal und machten so den Leichtathleten des FC Nordkirchen zum Senioren-Weltmeister. „Es war ein spezieller Wettkampf“, so Achtelik. „Typisch Weltmeisterschaft eben.“

Der Weltmeistertitel war nicht genug

Doch Alfred Achtelik reichte das nicht. „Ich würde gerne irgendwo zwischen 4,10 und 4,20 Meter landen“, sagte er vor dem Wettbewerb. Also steigerte Achtelik die Höhe gleich um 20 Zentimeter und versuchte sich an den ominösen vier Metern. Nach zwei Fehlversuchen übersprang der Nordkirchener sogar diese Höhe und war sichtlich erleichtert. Seine Zielhöhe, die 4,10 Meter, schaffte Alfred Achtelik daraufhin aber nicht. „Trotzdem bin ich sehr zufrieden und freue mich jetzt auf mein Wellness-Hotel“, sagte der neue Weltmeister schmunzelnd.

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