Ausgeschieden, aber trotzdem stolz: SV Südkirchen zeigt gegen Landesligisten gute Leistung

mlzFußball: Kreispokal, 1. Runde

Der SV Südkirchen zeigt gegen den Landesligisten TuS Altenberge über weite Strecken eine gute Leistung. Dennoch reichte es nicht für ein Weiterkommen in die zweite Runde des Kreispokals.

von Hendrik Skirde

Südkirchen

, 04.08.2019, 20:06 Uhr / Lesedauer: 2 min


SV Südkirchen – TuS Altenberge 2:6 (0:3)

Südkirchens Spieler stürmten zu ihrem Torschützen Nils Dornhege und feierten ausgiebig mit ihm. Dornhege antwortete mit Jubelschreien. Man hätte denken können, Südkirchen würde führen, sogar dass der SV gerade das Spiel gewonnen habe, doch nichts davon war der Fall.

Dornhege hatte gerade den 1:3-Anschlusstreffer kurz nach Wiederanpfiff erzielt. Eigentlich kein Grund für einen ausgiebigen Jubel, doch die Szene versinnbildlichte die Einstellung der Südkirchener. Der SV wollte sich nicht unterkriegen lassen. Er schaffte es über weite Strecken des Spiels, gut mit dem TuS Altenberge mitzuhalten. Lediglich ab und zu stach die individuelle Klasse des Landesligisten heraus und verhalf diesem zu einem auf dem Papier deutlichen 6:2-Auswärtssieg im Kreispokal gegen den SV Südkirchen. Der Leistungsunterschied auf dem Platz war aber nicht so gravierend, wie es das Ergebnis zunächst vermuten lässt.

Die Stimmung nach der Niederlage und dem damit einhergehenden Pokalaus ließen sich die Spieler auch nicht vermiesen.

Kaum hängende Köpfe

Auch Trainer Stephan Kriesinger war nach dem Abpfiff gut gelaunt. „Gegen einen Landesligisten 2:6 zu verlieren, ist keine Schande, ich bin mega stolz auf die Mannschaft“, sagte der glückliche Trainer. Sein Team habe vor allem in den ersten 40 Minuten sehr gut mit dem drei Klassen höher spielenden TuS Altenberge mitgehalten.

Für Kriesinger habe auch sein Schlussmann Christopher Mayr trotz der vielen Gegentore ein gutes Spiel gemacht. „Er hat die Jungs gut gestellt“, sagte der Trainer.

Nach dem Spiel hingen auch bei fast keinem Spieler die Köpfe, lediglich Keeper Mayr war nach den sechs Gegentore etwas geknickt. „Gegentore sind immer scheiße, gerade sechs, aber wir haben uns trotz des Klassenunterschieds gut verkauft“, sagte der Keeper. Wichtig sei laut Mayr, die Rückwärtsbewegung zu optimieren. Auch Julian Rohlmann, Robin Schulz und dessen Bruder Marvin Schulz bekamen Extralob vom Trainer. Alle drei hatten entscheidenden Anteil an den zwei erzielten Treffern.

Starke Leistung

Rohlmann selbst war es, der bei einem Angriff in der 70. Minute eine Ecke rausholte und dann auch bei der ausgeführten Ecke richtig stand und frei zum 2:4 einköpfte. „Ein großes Lob geht auch an die gesamte Mannschaft“, so der Trainer.

Altenberge fand vor allem über die rechte Seite oft den Weg zum Tor. Beim TuS waren es Julian Schmidt und Christian Hölker, die beide durch ein Doppelpack ihre individuelle Klasse zeigten.

Für den SV war es schlichtweg nicht möglich, dem TuS über die gesamte Spielzeit die Stirn zu bieten. Über weite Strecken schaffte es das Team dennoch – und darauf ist die Mannschaft extrem stolz.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt