Coronavirus: Der FC Nordkirchen sollte auf seine Wildcard verzichten

Kommentar

Mit einer Wildcard könnte der FC Nordkirchen den Landesliga-Verbleib sichern. Doch so realistisch sollte man bitte sein: Sportlich sinnvoller und fairer wäre der Gang in die Bezirksliga.

Nordkirchen

, 20.03.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der FC Nordkirchen sollte freiwillig in die Bezirksliga gehen.

Der FC Nordkirchen sollte freiwillig in die Bezirksliga gehen. © Jürgen Weitzel

Der Westdeutsche Basketballverband hat mit seiner Entscheidung am Donnerstagabend zweierlei bewiesen: Erstens, dass er in der Lage ist, in Krisensituationen konsequent zu handeln. Die Basketballer waren vergangene Woche auch die ersten Sportler, die den Ligabetrieb konsequent aussetzten. Zweitens: Dass eine Entscheidung zugunsten der Sportler fair verlaufen kann.

Die Basketballer sind vielen Sportverbänden damit voraus gewesen und könnten auch ihnen Signalwirkungen geben. Nachahmer mit einer ähnlichen Regelung sind nun wahrscheinlicher geworden. Der WBV hat nur Gewinner produziert, keine Verlierer. Es gibt keine Härtefälle. Das war eine Entscheidung mit Augenmaß, auf die nun auch die Vereine mit Verstand handeln sollten.

Womit wir beim FC Nordkirchen sind: Die Mannschaft hat eins von 17 Spielen gewonnen. Sportlich wäre der Klub höchstwahrscheinlich am Saisonende abgestiegen. So realistisch muss man sein. Die Bezirksliga, wenn denn eine zusammenkommt, wäre wahrscheinlich die bessere sportliche Heimat, um sich zu entwickeln und die Landesliga wieder auf sportlichem Weg zu erreichen. Deswegen kann man den Nordkirchenern nur empfehlen, auf die Wildcard zu verzichten und eine überfüllte Landesliga zu verhindern.

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